Chiemgau Baskets holen die nächsten Big Points

Chiemgau Baskets holen die nächsten Big Points

84:64-Sieg gegen die LA Knights der TG Landshut

Erst Anfang des Monats der Sieg gegen den Tabellenzweiten TV Dingolfing, nun ein 84:64 gegen den Bayernliga-Drittplatzierten TG Landshut: Die „Wochen der Wahrheit“ haben für die Chiemgau Baskets ein überaus positives Ende gefunden. In der trotz der winterlichen Wetterverhältnisse gut besetzten AKG-Sportarena gab wiederum die aggressive Verteidigung der Basketballer des TV Traunstein (TVT) den Ausschlag.

 Beim Aufwärmen konnten die Zuschauer ein neues Gesicht im Kader der Baskets beobachten: Peter Breitfeld, der aus der 1. Regionalliga vom SB DJK Rosenheim an die Traun wechselt, hatte kurzfristig eine Spielberechtigung erhalten. Der erfahrene Allrounder war eine willkommene Verstärkung für die TVTler, die ohne die verletzten Garric Young und Timo Endlmaier sowie den gesperrten Noel Friedl antreten mussten.

Die ersten Punkte der Partie erzielte Landshuts Kapitän Florian Preuhs, doch Stefan Gruber brachte die Heimmannschaft mit Körben nach einem Rebound und einem schönen Pass von Markus Haindl umgehend standesgemäß in Führung. Der Tabellenführer tat sich schwer gegen die großgewachsenen Niederbayern, die von Coach Paolo Maspero wie erwartet sehr gut eingestellt worden waren. Im weiteren Verlauf konnten die Landshuter noch zweimal zum 6:6 und 13:13 ausgleichen, bevor die Baskets trotz einiger verworfener Freiwürfe und Korbleger endgültig das Heft in die Hand nahmen. Felix Schwankner mit einem Dreier und der dominierende Mann auf dem Feld, Vince Garrett, mit sechs Punkten in Folge stellten den 26:18-Endstand des ersten Viertels her.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts feierte Peter Breitfeld dann sein Debüt im Trikot der Baskets. Er übernahm sofort Verantwortung und fügte sich nahtlos in das Team ein. Sein erster Dreier-Versuch saß noch nicht, aber in der 15. Minute hatte er feinjustiert und traf von der 6,75-Meter-Linie zum zwischenzeitlichen 35:24. Beide Teams verteidigten intensiv und zwangen den Gegner zu Fehlwürfen und Ballverlusten, aber die Traunsteiner punkteten zuverlässiger und bauten ihren Vorsprung auch dank eines Dreiers und eines Fastbreaks von Kapitän Markus Haindl bis zur Halbzeit auf 47:35 aus.

Nach dem Wiederanpfiff kämpften sich die Landshuter mit einem Dreier des stark aufspielenden Leqejza Xhovano in der 24. Minute noch einmal auf acht Punkte heran, doch dank des vorne wie hinten sehr präsenten Stefan Gruber, zwei weiteren Dreiern von Distanzspezialist Felix Schwankner und einem Dreier von Tom Weber wurde es für die TVTler nicht mehr gefährlich – 70:48 endete das dritte Viertel. Im letzten Abschnitt machte Baskets-Pointguard Kaz Yokoyama weiter Tempo und Peter Breitfeld zeigte mit einem weiteren Drei-Punkte-Treffer, wie wertvoll er für die Traunsteiner werden kann. Vince Garrett beeindruckte das Publikum mit zwei Dunkings, aber hinten ließen die Traunsteiner nun ein wenig mehr zu, sodass das letzte Viertel sogar knapp mit 16:14 an Landshut ging.

„Das war ein wichtiger Sieg und mehr als die halbe Miete zur Meisterschaft, das muss man jetzt mal sagen dürfen“, freute sich Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber. Durch das Fehlen von Garric Young habe durchaus ein Fragezeichen hinter der Favoritenrolle seiner Mannschaft gestanden, aber das Team sei sehr gut in die Bresche gesprungen. Vor allem Stefan Gruber habe es beim Rebounding hervorragend gemacht. „Wir haben das Spiel über die Defense gewonnen, während wir in der Offensive einen durchschnittlichen Tag hatten. Die Wechsel zwischen Zonen- und Mannverteidigung haben uns im dritten Viertel den Sieg gebracht.“ Peter Breitfeld als Defensivspezialist habe einen hervorragenden Einstand gefeiert: „Er hat sich unsere Systeme schon gut angeeignet und passt sehr gut ins Team.“

Nächsten Sonntag treten die Chiemgauer um 15:30 Uhr zum Derby bei den Wacker Knights Burghausen an. Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 4. Februar, um 18:30 Uhr gegen den TSV 1880 Schwandorf statt.

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (22 Punkte/1 Dreier), Stefan Gruber (16), Jakob Kock (11), Felix Schwankner (9/3), Kazuhiko Yokoyama (8), Peter Breitfeld (6/2), Markus Haindl (5/1), Victor Langner (4), Tom Weber (3/1), Jonas Keil, Valentin Rausch.

TG Landshut

Leqejza Xhovano (18/2), Leonardo Di Francesco (13/1), Heinrich Wiebe (13/3), Florian Preuhs (12/2), Jannik Dorsch (4), Joyce Mveng Owono (4), Christoph Hüttenkofer, Tom Kempf, Guzman Martinez Tello, Jacob Peters.

Zehnter Sieg im zehnten Spiel – die Chiemgau Baskets bleiben auch gegen den Tabellendritten aus Landshut ungeschlagen. Credit: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets stehen zu Hause vor einer schweren Aufgabe

Chiemgau Baskets stehen zu Hause vor einer schweren Aufgabe

Zum Rückrundenstart kommt der Drittplatzierte TG Landshut nach Traunstein • Baskets wollen den Schwung vom Dingolfing-Spiel mitnehmen

Zu Beginn der Rückrunde der Bayernliga Südost empfangen die Chiemgau Baskets am Samstag um 18.30 Uhr die TG Landshut – nach Einschätzung des Traunsteiner Headcoachs Tobias Guggenhuber ein noch stärkerer Gegner als der TV Dingolfing, dem die Basketballer des TV Traunstein (TVT) vor zwei Wochen die ersten Saisonniederlage beibrachten. Diese hoffen daher wieder auf die Unterstützung ihrer Fans, um auch im zehnten Spiel die weiße Weste zu wahren und weiter Richtung Meisterschaft zu steuern.

Die „LA Knights“ der TG Landshut stehen nach sieben Siegen und zwei Niederlagen auf Platz drei der Bayernliga-Tabelle. Im Hinspiel Ende November lagen die Traunsteiner nach anfänglicher Führung zur Halbzeit mit neun Punkten zurück, bevor sie Ende des dritten Viertels wieder mit 50:49 nach vorne gingen und am Ende mit 75:58 gewannen. Damals fehlten den Baskets in Stefan Gruber und Vince Garrett zwei feste Größen, die nun wieder dabei sind. Die TG Landshut muss wohl wie schon im Hinspiel auf ihren Scharfschützen Andreas Goderbauer verzichten, der sich im Dezember gegen Regensburg verletzte.

Im Gegensatz zum letzten Baskets-Gegner TV Dingolfing, der auf zwei herausragende Spieler setzt, verteilen die Landshuter die Verantwortung auf mehrere Schultern. Mit Heinrich Wiebe, Leonardo di Francesco, Joyce Mveng Owono, Xhovano Leqejza und Igor Jurakic verfügt Coach Paolo Maspero gleich über fünf Spieler, die bislang im Schnitt zweistellig gepunktet haben. Tobias Guggenhuber hat sich dennoch einiges vorgenommen: „Wir wollen genauso viel richtig machen wie beim Sieg gegen Dingolfing. Man kann die beiden Mannschaften zwar nur sehr bedingt vergleichen, aber vom Spielstil her weisen sie doch gewisse Ähnlichkeiten auf.“

Der Vorteil von Landshut sei, dass sie über zahlreiche großgewachsene Spieler verfügen, die so positionslos spielen können, wie man es sich im modernen Basketball wünsche. „Dementsprechend erwartet uns defensiv eine große Aufgabe“, so der Bad Aiblinger. „Aber wir haben im letzten Spiel gezeigt, dass wir die beste Defense der Liga haben. Wir müssen an die Leistung der ersten Halbzeit der Dingolfing-Partie anknüpfen. Dann bin ich guter Dinge, dass es auch gegen Landshut klappen wird.“

Leider hat sich Baskets-Topscorer Garric Young im Training verletzt und muss wohl einige Wochen pausieren. „Das ist ein schwerer Schlag, den wir aber kompensieren können“, will Guggenhuber trotz des schmerzhaften Ausfalls nicht klagen. „Die anderen müssen für Garric in die Bresche springen.“ Auch Timo Endlmaier kann am Samstag verletzungsbedingt nicht antreten. Zudem wurde Noel Friedl für zwei Partien gesperrt. Ihn hatten die Schiedsrichter im letzten Spiel in einer unübersichtlichen Szene nach einer Tätlichkeit des Dingolfingers Darian Djukic vom Platz geschickt, obwohl er daran nicht beteiligt war.

„Wir haben großen Respekt vor Landshut und deren Coach“, fasst Guggenhuber zusammen und prophezeit: „Sie werden alles tun, um das Spiel zu gewinnen. Ich denke, dass Landshut im Vergleich zu Dingolfing die bessere Mannschaft stellt und unser schärfster Konkurrent ist.“ Er gehe davon aus, dass die Knights die Chance wittern, noch in das Meisterschaftsrennen zurückzukehren, nachdem die Traunsteiner Dingolfing deutlich geschlagen haben und Landshut das Heimspiel gegen Dingolfing noch vor der Brust hat. „Wir wissen um die Wichtigkeit des Spiels und sind trotz der Kaderprobleme gut vorbereitet“, so Guggenhuber. „Wir nehmen die Favoritenrolle an und freuen uns auf gute Stimmung auf den Rängen, wie schon vor zwei Wochen – denn wenn wir dieses Spiel gewinnen, sind wir nur noch schwer von Platz eins zu verdrängen.“ Einlass in die AKG-Sportarena in der Gabelsbergerstr. 2 ist ab 17.30 Uhr – aufgrund des zu erwartenden Zuschauerandrangs ist ein frühes Kommen empfehlenswert.

Er war im Hinspiel verhindert und wird nun ein wichtiger Faktor zum Rückrundenauftakt sein: Traunsteins Topscorer Stefan Gruber. Credit: Michi Schanz/Spreadfilms

Chiemgau Baskets setzen Ausrufezeichen und behaupten Tabellenführung

Chiemgau Baskets setzen Ausrufezeichen und behaupten Tabellenführung

Starke Defense gibt beim 102:71-Sieg über den TV Dingolfing den Ausschlag • Ausverkauftes Haus beim Bayernliga-Schlagerspiel • Am 21. Januar steht mit der TG Landshut das nächste Highlight vor der Tür

Ausverkauftes Haus, prächtige Stimmung auf den Rängen und ein hochklassiges Duell auf dem Feld: Das Bayernliga-Topspiel Chiemgau Baskets gegen TV Dingolfing hielt, was es versprochen hatte. Allerdings fiel es deutlicher zugunsten der Traunsteiner aus, als angesichts der knappen Tabellensituation zu erwarten gewesen war. Mit 102:71 schickten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) die zuvor in acht Spielen ebenfalls ungeschlagenen „Dukes“ aus Niederbayern am Samstag nach Hause.

Nach zwei Monaten ohne Heimspiel war der Basketball-Hunger der Traunsteiner offenbar groß: Schon eine Stunde vor Spielbeginn füllte sich die Tribüne, die schon bald bis auf den letzten Platz besetzt war. Zu der lautstarken Stimmung trug auch ein kompletter Fanbus der Gäste bei, der allerdings im Verlauf der Partie immer leiser wurde – zu deutlich war die Überlegenheit der Traunsteiner an diesem Abend.

Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber konnte erstmals in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen und im Duell um die Tabellenführung seine beste Besetzung ins Rennen schicken. Center Garric Young zeigte mit immenser Sprungkraft gleich beim Tip-Off, wer der Herr im Haus ist. Und auch wenn den mit deutlicher Verspätung angereisten Dingolfinger der erste Korb gelang, ließen sich die Baskets das Heft in heimischer Halle nicht aus der Hand nehmen. Mit aggressiver und stets wechselnder Verteidigung ließen sie den Gegner nicht zur Entfaltung kommen und nahmen die Distanzschützen der Dukes ebenso aus dem Spiel wie deren größten Mann Darian Djukic. Offensiv verhinderte nur eine anfangs schwache Freiwurfquote eine deutlichere Führung. Mit eindrucksvollen Aktionen wie einem dynamischen Korbleger von Jakob Kock, einem Alley-oop-Pass von Kazuhiko Yokoyama auf Garric Young oder einem schön herausgespielten Dreier von Markus Haindl begeisterten die TVTler ihr Publikum. 26:13 hieß es nach dem ersten Viertel.

Auch den zweiten Spielabschnitt prägte das schnelle Spiel der Traunsteiner, die dem Gegner keine Zeit zum Atemholen ließen. Die Dingolfinger kamen zwar kurzzeitig auf sechs Punkte heran, scheiterten dann aber immer wieder an der konzentrierten Defense der Hausherren. Der erfahrene Vince Garrett setzte Punkt um Punkt, auch Stefan Gruber zeigte nun mit kraftvollen Moves auf. Spieler dieses Viertels war jedoch Felix Schwankner, der innerhalb von drei Minuten drei Dreier-Versuche souverän versenkte. Mit 58:43 ging es in die Halbzeitpause.

Bei den Dingolfingern konnte in der zweiten Hälfte einzig Eduard Hoffmann überzeugen, der sein Team das ganze Spiel über antrieb und mit 29 Punkten zum besten Punktesammler avancierte, während Liga-Topscorer Daniel Raisch bei 16 Punkten blieb und Ex-ProB-Spieler Darian Djukic immer mehr mit Unbeherrschtheiten auffiel, bis die Schiedsrichter ihn kurz vor Spielende frühzeitig zum Duschen schickten. Im dritten Drittel begeisterten Vince Garrett und Garric Young das Publikum mit spektakulären Dunkings, wogegen bei den Dukes die Kräfte nachließen und sie immer mehr zu Fouls gezwungen wurden. Mit 77:49 ging es ins letzte Viertel, in dem die Traunsteiner zwar nicht mehr Vollgas gaben, aber auch nichts mehr anbrennen ließen und den 102:71-Sieg und damit die Tabellenführung sicher unter Dach und Fach brachten.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt, vor allem in der ersten Hälfte“, konstatierte Baskets-Headcoach Guggenhuber nach dem Spiel. „Man hat gesehen, dass unser Team in dieser Konstellation eine ganz andere Mannschaft ist, als wir es bisher waren – vor allem wegen der Athletik und Größe, die wir auf den Platz bringen konnten.“ Was sein Team in der Verteidigung gezeigt habe, sei genau das, was er und Assistant Coach Aaron Mitchell sehen wollten: „Das hat uns das Spiel gewonnen. Wir haben die Gegner oft zu schwierigen Würfen gezwungen und vor allem die Zone dominiert.“

Er sei sehr stolz auf die gesamte Mannschaft, so Guggenhuber weiter, der auch auf die große Breite in seinem Team hinwies: „Großes Lob an alle! Jeder auf dem Feld hat heute dazu beigetragen, das Spiel so deutlich zu gewinnen.“ Vince Garrett, mit 32 Punkten der Topscorer des Spiels, habe das Tempo vorgegeben und der Partie seinen Stempel aufgedrückt. Garric Young habe unter dem Korb dominiert und Stefan Gruber mit seiner Präsenz überzeugt.  Jakob Kock liefere schon die gesamte Saison über in der Verteidigung wie in der Offensive tadellose Leistungen, ebenso wie Markus Haindl. Dazu Felix Schwankner, der vier von fünf Dreier-Versuchen einlochte. „Es war ein Ausrufezeichen – für uns, für die Fans, für die gesamte Liga.“

Auch Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder zeigte sich hochzufrieden: „Gratulation an die Mannschaft und das Trainerteam für diese überzeugende Teamleistung! Man konnte deutlich die Entwicklung der Gruppe vor allem defensiv und taktisch sehen. Auch die Begeisterung der vielen Fans in der ausverkauften AKG-Sportarena hat die Mannschaft sichtbar beflügelt.“ Es sei ein absolut gelungener Abend für den TV Traunstein und die wachsende Basketball-Community gewesen. Jetzt gelte es zum Start der Rückrunde gegen den Rivalen aus Landshut den nächsten Schritt zu gehen, die Leistungen zu bestätigen sowie Spielkultur und Präsenz weiterzuentwickeln.

Nach einem spielfreien Wochenende empfangen die Traunsteiner am 21. Januar die TG Landshut, die Coach Guggenhuber sogar stärker einschätzt als den TV Dingolfing. Gegen den Drittplatzierten hatten die Baskets im Hinspiel Ende November große Probleme und lagen zur Pause mit neun Punkte hinten, bevor sie am Ende doch mit 75:58 die Oberhand behielten – also gleich die nächste schwere Aufgabe für die TVTler, bei der sie wieder auf die Unterstützung ihrer Fans hoffen.

 

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (32 Punkte/3 Dreier), Garric Young (23), Felix Schwankner (12/4), Stefan Gruber (11), Jakob Kock (9/1), Kazuhiko Yokoyama (7), Kapitän Markus Haindl (5/1), Victor Langner (3/1), Noel Friedl, Jonas Keil, Valentin Rausch, Tom Weber.

Dukes Dingolfing: Eduard Hoffmann (29/1), Daniel Raisch (16/3), Artur Dell (7/1), Egor Eisner (6), Sergej Waigel (6), Darian Djukic (5/1), Alexander Weigel (2), Alex Berger, Aton Borsow, Artan Lajka, Andrej Rapsch, Fabian Rennich.

Vor ausverkauftem Haus begeisterten die Chiemgau Baskets das Publikum im Schlagerspiel gegen den TV Dingolfing mit einer souveränen Leistung. Credits: Evi Haindl

Chiemgau Baskets: Heimduell um die Tabellenspitze

Chiemgau Baskets: Heimduell um die Tabellenspitze

Im Hinrunden-Showdown empfangen die Traunsteiner den TV Dingolfing • Erstmals in Bestbesetzung

Nach zwei Monaten ohne Heimspiel und fünf Auswärtserfolgen hintereinander wartet auf die Chiemgau Baskets zum Abschluss der Bayernliga-Hinrunde ein echtes Highlight: Am Samstag, 7. Januar 2023, empfängt der Tabellenführer um 18:30 Uhr die ebenfalls ungeschlagenen Dukes des TV Dingolfing. Bei dieser mit Spannung erwarteten Begegnung gegen den Zweitplatzierten können die Baskets erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung antreten. Die Basketballer des TV Traunstein (TVT) erwarten ein volles Haus, sodass Zuschauern ein frühes Eintreffen in der AKG-Sportarena empfohlen wird.

Das letzte Mal konnten die heimischen Fans ihr Team Anfang November beim 92:48-Derbysieg gegen den TSV Neuötting anfeuern. Doch auch bei ihren fünf dann folgenden Auswärtsfahrten ließ sich das Team von Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber nicht aufhalten und übernahm Mitte Dezember mit dem 104:43 bei den Fireballs Bad Aibling die Tabellenspitze, die es mit einem weiteren Kantersieg zum Jahresabschluss in Vilsbiburg verteidigte. Während die Traunsteiner nach acht Spielen ein Korbverhältnis von 749:459 (+290) verzeichnen, liegen die punktgleichen Dingolfinger bei 758:514 (+244).

Die Niederbayern profitieren von ihrer guten Jugendarbeit, die ihr U-19-Team Mitte der 2010er-Jahre sogar in die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) führte. Das Herrenteam stieg 2016 in die Bayernliga Mitte auf, verbrachte nach einem Abstieg die Saison 2019/20 in der Bezirksoberliga und kehrte postwendend wieder in die höhere Spielklasse zurück. Die vergangene Saison schlossen die Dingolfinger mit dem fünften Platz ab. Aufgrund der Neueinteilung der Bayernligen mit nunmehr vier statt drei Staffeln tritt das Team von Headcoach Moritz Weichselgartner in dieser Spielzeit erstmals in der Bayernliga Südost an.

Vor Saisonbeginn mussten die Dukes einige Abgänge verkraften, verstärkten sich aber mit Artan Lajka aus Vilsbiburg und holten ihre ehemaligen Jugendspieler Andrej Rapsch und Artur Dell aus Vilsbiburg sowie Darian Djukic aus dem ProB-Team des FC Bayern München zurück. Vor allem aber hielten sie ihre besten Punktesammler Daniel Raisch und Eduard Hoffmann, die derzeit mit einem Punkteschnitt von 28,9 bzw. 25,5 Punkten die Scorerliste der Bayernliga Südost anführen. Hoffmann ist als herausragender Distanzschütze bekannt und verzeichnet 3,9 Dreier pro Spiel. Raisch ist von der 6,75-Meter-Linie ebenfalls treffsicher (Schnitt 3,2 Dreier), zieht mit seiner Physis und Schnelligkeit aber auch gern zum Korb.

Trotz des starken Gegners geht Tobias Guggenhuber zuversichtlich in die Partie, denn erstmals in dieser Saison kann er vermelden: „Alle Mann sind an Bord!“ Die Traunsteiner verfügen mit Garric Young (Punkteschnitt 22), Kazuhiko Yokoyama (15), Jakob Kock (14,9) und Kapitän Markus Haindl (13,5) über vier Spieler, die in den Top 13 der Bayernliga-Scorerliste stehen. Dazu kommen zwei weitere Hochkaräter, die in dieser Saison bislang noch kaum zum Einsatz kamen: Vince Garrett, der in zwei Spielen einen Schnitt von 40,5 Punkten erreichte, und der langjährige Topscorer Stefan Gruber, der in seinen zwei Einsätzen durchschnittlich 15,5 Punkte erzielte.

„Wir sind gut vorbereitet, das Team ist heiß und freut sich, endlich wieder vor den heimischen Fans und hoffentlich vollem Haus spielen zu dürfen – wir alle haben Bock auf dieses Spiel!“, blickt Guggenhuber optimistisch auf die Begegnung. Spielbeginn in der AKG-Sportarena (Gabelsbergerstr. 2) ist um 18:30 Uhr, die Kasse öffnet um 17:30 Uhr. Frühes Eintreffen ist empfehlenswert, da ein großer Zuschauerandrang zu erwarten ist.

Jakob Kock, hier im letzten Heimspiel gegen den TSV Neuötting, ist wieder fit und will gegen Dingolfing einen Sieg einfahren. Credit: Haindl

Chiemgau Baskets beenden das Jahr mit hohem Auswärtssieg

Chiemgau Baskets beenden das Jahr mit hohem Auswärtssieg

Traunstein gewinnt bei den Baskets Vilsbiburg II mit 106:50

Die Chiemgau Baskets feiern einen gelungenen Jahresabschluss: Mit 106:50 behielten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) am Sonntag gegen die Baskets Vilsbiburg II die Oberhand. Sie behaupten damit ihre Spitzenstellung in der Bayernliga Südost und gehen nun als Tabellenführer in das letzte Spiel der Hinrunde gegen den punktgleichen TV Dingolfing, der am 7. Januar 2023 in Traunstein zu Gast sein wird.

 TVT-Headcoach Tobias Guggenhuber konnte in Vilsbiburg nur neun Spieler aufbieten, nachdem sich Victor Langner, Jakob Kock, Aris Ipate und Felix Schwankner krankheitsbedingt abgemeldet hatten sowie Stefan Gruber aus beruflichen Gründen fehlte. Dafür stand Vince Garrett erstmals seit seinem eindrucksvollen 45-Punkte-Auftritt beim Saisonauftakt gegen Wacker Burghausen wieder im Kader.

„Wir haben über weite Strecken ein ordentliches Spiel abgeliefert“, resümierte Guggenhuber nach der Begegnung. Allerdings brauchte sein Team ein wenig, um in die Partie zu finden. Anfangs landeten einige freie Würfe nicht im Korb. So führten die Gastgeber in der vierten Minute sogar mit 4:2. Nach einer Auszeit legten die Traunsteiner an Intensität zu und spielten konzentrierter, sodass der Tabellenführer drei Minuten später standesgemäß mit 20:4 vorne lag. Garant dafür war vor allem das Zusammenspiel von Vince Garrett und Garric Young, die erstmals zusammen auf dem Parkett standen und zuvor nur einmal miteinander trainiert hatten. Rückkehrer Garrett setzte Young im ersten Viertel einige Male gelungen unter dem Korb ein, mit 25:9 ging es in die erste Viertelpause.

Für die Regionalligareserve der Vilsbiburger gestaltete sich das zweite Viertel zumindest in der Offensive positiver. Dem jungen Team von Coach Arne Stecher, das körperlich den Traunsteinern unterlegen war, gelangen nun vor allem von außen mehr Punkte. Insbesondere Mattis Urbanke und Jan Lenk mit zwei Dreiern hielten die Vilsbiburger einigermaßen im Spiel. „Wir haben eine Spur zu nachlässig verteidigt“, bedauerte Guggenhuber. „Sie sind eben gut ausgebildet und treffen, wenn sie frei sind.“ 52:27 hieß es zur Halbzeitpause.

Eine Schrecksekunde gab es für die Traunsteiner zu Beginn des dritten Viertels, als Garric Young das Feld verletzungsbedingt verlassen musste. Er wurde für den Rest des Spiels geschont, die Verletzung scheint aber nicht schwerwiegend zu sein. Nun drehte Vince Garrett auf, den Guggenhuber als „sehr mannschaftsdienlich“ lobte. „Es ging für uns darum, unser Timing zu entwickeln, das hat sich im Laufe des Spiels sehr verbessert“, so der Coach der Traunsteiner. „Vince als Quasi-Neubestandteil des Teams hat sich gleich wieder sehr gut integriert.“ 14 Punkte erzielte der US-Amerikaner im dritten Viertel, das mit 75:41 endete.

Auch im letzten Abschnitt ließen die TVTler nichts mehr anbrennen und brachten den 106:50-Sieg souverän in trockene Tücher. Tobias Guggenhuber war am Ende nicht nur mit der Performance seiner Starting Five sehr zufrieden. „Auch unsere zweite Rotation hat heute ein wirklich gutes Spiel abgeliefert, vor allem Tom Weber und Valentin Rausch, die aktuell Top-Leistungen bringen, richtige Entscheidungen treffen und gute Würfe nehmen.“ Auch Noel Friedl, der in den letzten Wochen krankheitsbedingt wenig zum Einsatz gekommen war, fand an der Vils besser ins Team zurück und steigerte sich deutlich. „Das war ein schöner Jahresabschluss, wir freuen uns, dass wir mit 8:0 Siegen und dem besseren Korbverhältnis an der Tabellenspitze überwintern“, so Guggenhuber, der das Match auch als „gelungene Generalprobe“ für den Hinrunden-Showdown um die Tabellenspitze am 7. Januar gegen Dingolfing betrachtete: „Jetzt haben wir einige Wochen Zeit, um intensiv zu trainieren – wie ich hoffe, bald in Vollbesetzung mit den derzeit Erkrankten und mit Stefan Gruber.“

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (36 Punkte/1 Dreier), Markus Haindl (19/3), Garric Young (15), Kazuhiko Yokoyama (9/1), Noel Friedl (9/1), Thomas Weber (6/2), Valentin Rausch (6), Jonas Keil (4), Timo Endlmaier (2).

8:0 Siege, 749:459 Punkte: Die Chiemgau Baskets freuen sich über eine bislang gelungene Hinrunde. Credit: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets zum Jahresabschluss in Vilsbiburg

Chiemgau Baskets zum Jahresabschluss in Vilsbiburg

Am Sonntag sind die Traunsteiner beim Tabellenschlusslicht zu Gast

Die Chiemgau Baskets wollen auch im letzten Spiel des Jahres ihre weiße Weste wahren: Am Sonntagmittag um 13 Uhr ist der in dieser Saison bislang unbesiegte Bayernliga-Tabellenführer beim Reserveteam der Baskets Vilsbiburg zu Gast. Beim fünften Auswärtsspiel in Folge wollen die Basketballer des TV Traunstein den achten Sieg in der Saison 2022/23 holen, um dann nach der Weihnachtspause am 7. Januar 2023 den bis dato ebenfalls ungeschlagenen TV Dingolfing gut gerüstet zum Spitzenspiel um Platz eins zu empfangen.

Die Baskets Vilsbiburg mussten in dieser Saison sieben Partien auf den ersten Sieg warten und wurden letztes Wochenende endlich erlöst: Mit 70:62 schlug das gut ausgebildete, aber noch junge Team von Coach Arne Stecher den TSV 1880 Schwandorf. Dennoch verharren die Vilsbiburger weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz der Bayernliga Südost. Ihr führender Punktesammler ist Mattis Urbanke, der in sechs Spielen auf einen Schnitt von 13,8 kommt und gegen Schwandorf mit 21 Punkten Topscorer war. Mit großem Abstand folgen Samuel Pawliszyn (7,8 im Schnitt) und Maximilian Engel (7,7).

In der Vorsaison konnten die Traunsteiner den Gegner von der Vils zweimal deutlich in die Schranken weisen und verbuchten zwei hohe Siege: 92:48 in Vilsbiburg, 94:53 zu Hause. An diese Leistungen will TVT-Headcoach Tobias Guggenhuber am Sonntag anknüpfen: „Alles andere als ein deutlicher Sieg für uns wäre eine Überraschung“, findet er aufgrund der bisherigen Saisonergebnisse, warnt allerdings: „Wir nehmen Vilsbiburg ernst, kämpfen außerdem mit einer Grippewelle.“ Felix Schwankner und Jakob Kock, der ebenso wie Kapitän Markus Haindl eine Vergangenheit im Regionalligateam von Vilsbiburg hat, fehlen voraussichtlich erkrankt. Stefan Gruber muss weiterhin aus beruflichen Gründen passen. Im Training musste Guggenhuber daher diese Woche mit wenigen Spielern auskommen.

Andererseits kann der Headcoach am Sonntag wieder auf Vince Garrett zurückgreifen, der Ende dieser Woche aus den USA zurückgekehrt ist. Der Amerikaner mit Regionalliga-Vergangenheit unter anderem in Hannover und Jena hatte bei seinem bis jetzt einzigen Bayernliga-Auftritt, dem 100:63-Auftaktsieg gegen Wacker Burghausen, 45 Punkte beigesteuert und musste dann aus privaten Gründen nach Übersee reisen. Nun geht es darum, ihn nach einigen Wochen Abwesenheit wieder in das Team zu integrieren, so Guggenhuber: „Wir wollen uns noch besser einspielen und an den Spielzügen in der Offense und Defense arbeiten, außerdem muss Vince eine Chemie mit Garric Young finden, mit dem er ja diese Woche erstmals trainiert hat.“

Beim Gastspiel an der Vils haben die TVTler auch schon das nächste Spiel am 7. Januar zu Hause gegen den bislang punktgleichen TV Dingolfing im Hinterkopf, bei dem es um die Tabellenführung gehen wird. „Darauf wollen wir uns in Vilsbiburg unter Wettkampfbedingungen vorbereiten“, so Guggenhuber.

Neben den Herren sind auch weitere Teams der Chiemgau Baskets am Wochenende aktiv. Die U10 trifft am Sonntag bei einem Turnier auf den Gastgeber TuS Bad Aibling und den TSV Bad Reichenhall. Die U12 absolviert bereits am Samstag ein Turnier beim SV Seeon, bei dem sie eben falls auf den TuS Bad Aibling trifft. Die U14 spielt am Samstag auswärts beim TSV Ismaning. Die U16 ist am Sonntag beim TSV OH Deisenhofen zu Gast. Und die zweite Herrenmannschaft der Traunsteiner tritt am Samstag in der Bezirksklasse Herren Südost Gruppe Ost bei der Reserve von Wacker Burghausen an.

Vince Garrett, der hier beim Saisonauftakt gegen Burghausen punktet, steht am Sonntag wohl wieder im Kader. Credit: Josefina Reinhart

Chiemgau Baskets grüßen von der Tabellenspitze

Chiemgau Baskets grüßen von der Tabellenspitze

Traunstein gewinnt gegen die Fireballs Bad Aibling mit 104:43

Kantersieg für die Chiemgau Baskets: Mit 104:43 besiegten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) am Samstag die chancenlosen Fireballs Bad Aibling. Durch die hohe Korbdifferenz zogen die Chiemgauer am weiterhin punktgleichen TV Dingolfing vorbei und stehen nun erstmals in dieser Saison auf Platz eins der Bayernliga Südost.

 Kurzfristig hatte sich ein Quartett der TVTler abgemeldet, sodass Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber mit nur acht Spielern bei seinem früheren Heimatverein antreten konnte. Felix Schwankner fehlte erkrankt, während Noel Friedl, Jonas Keil und Aris Ipate aus familiären Gründen passen mussten. „Das war sehr schade, weil wir gerade diesen jungen Spielern in dieser Partie viel Spielzeit geben wollten“, bedauerte Guggenhuber. Immerhin der 19-jährige Timo Endlmaier war dabei und verbrachte dementsprechend viel Zeit auf dem Feld.

Die Partie beim Tabellenvorletzten verlief wie erwartet einseitig. Die Bad Aiblinger, deren Team hauptsächlich aus Spieler zusammengesetzt ist, die letzte Saison Meister der Bezirksklasse geworden waren, hatten der Wucht der Traunsteiner Offensive und deren konzentrierten Verteidigung nichts entgegenzusetzen. Selbst im Publikum saßen fast mehr Traunsteiner Fans als Anhänger des Gastgebers. 27:4 hieß es bereits nach sechs Minuten, 31:9 nach dem ersten Viertel. „Für uns war erfreulich, dass wir das Spiel als Vorbereitung für das Duell gegen Dingolfing nutzen konnten, das am 7. Januar ansteht“, sagte Guggenhuber. „Wir konnten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive einige neue Systeme einbringen und unter Wettkampfbedingungen testen.“ Das habe über weite Strecken sehr gut funktioniert.

Sehr zufrieden sein konnte der Baskets-Trainer insbesondere mit der defensiven Leistung seines Teams, das den Gegner am Ende unter 50 Punkten halten konnte. Trotz des hohen Vorsprungs zur Pause (61:18) hielten die Traunsteiner die Motivation aufrecht und legten auch in der zweiten Spielhälfte vehement nach. Die Wurfausbeute aus der Distanz passte ebenfalls: Pointguard Kazuhiko Yokoyama versenkte fünf Dreier, Markus Haindl und Jakob Kock trugen mit je drei Treffern zu den insgesamt 15 Körben von jenseits der 6,75-Meter -Linie bei. Topscorer war einmal mehr Garric Young, der das Geschehen unter den Körben beherrschte und neben 27 Punkten auch 14 Rebounds sammelte. Mit ihm, Yokoyama, Haindl und Kock haben die Baskets nun vier Spieler in den Reihen, die zu den besten zehn Werfern der Liga gehören.

„Alle Spieler haben viel Spielzeit bekommen. Wichtig ist, dass sich niemand verletzt hat. Die Tabellenführung gibt noch einmal einen kleinen Push an Selbstvertrauen. Und da oben gehören wir ja auch hin“, findet Guggenhuber. Als nächster Gegner wartet nun am Sonntag ein weiteres Team vom Tabellenende, die noch sieglose Reserve der Baskets Vilsbiburg – die letzte von fünf Auswärtsfahrten hintereinander für die Traunsteiner, bevor es dann zu Beginn des neuen Jahres zum Showdown um die Tabellenspitze gegen die Dukes des TV Dingolfing geht.

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Garric Young (27 Punkte), Kazuhiko Yokoyama (23/5 Dreier), Markus Haindl (15/3), Jakob Kock (15/3), Timo Endlmaier (7/1), Victor Langner (6), Thomas Weber (6/2), Valentin Rausch (5/1).

Mit dem hohen Sieg in Bad Aibling haben die Chiemgau Baskets die Tabellenspitze der Bayernliga Südost übernommen. Credit: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets zu Gast im Tabellenkeller

Chiemgau Baskets zu Gast im Tabellenkeller  

Am Samstag geht es gegen den ehemaligen Regionalligisten Fireballs Bad Aibling

Nach dem spannenden und letztlich mit 75:58 erfolgreichen Gastspiel beim Bayernliga-Tabellendritten TG Landshut am vergangenen Wochenende steht den Chiemgau Baskets nun eine auf dem Papier leichtere Aufgabe bevor: Am Samstag um 16 Uhr gastieren die Basketball-Herren des TV Traunstein (TVT) beim Neuntplatzierten, den Fireballs Bad Aibling – für Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber ein besonderes Spiel.

 Die Kurstädter waren jahrelang in der 1. Regionalliga angetreten, hatten ihr Team aber im Dezember 2021 corona- und verletzungsbedingt abmelden und sich aus der Liga zurückziehen müssen. Der Neuanfang in der Bayernliga mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen, von denen viele in der Vorsaison mit dem Reserveteam Bezirksklassenmeister geworden waren, fällt nun nicht leicht: Die Bad Aiblinger konnten erst eines ihrer sechs Spiele erfolgreich gestalten. Den Tabellenletzten Baskets Vilsbiburg II schlugen sie vor zwei Wochen zu Hause knapp mit 71:68, nachdem sie in der Halbzeit noch 28:34 zurückgelegen hatten.

Stärkster Punktesammler der Aiblinger sind Aaron Sareiter mit 14,2 und Kaico Fernandez mit 7,8 Punkten im Schnitt. Zum Vergleich: Bei den Chiemgau Baskets liegen mit Garric Young (Punktedurchschnitt 22,5), Jakob Kock (14,8) und Kazuhiko Yokoyama (14,6) gleich drei Spieler noch vor Sareiter. Die Traunsteiner haben zudem alle sechs Saisonspiele gewonnen. Theoretisch also eine klare Sache für die TVTler.

Bei den Baskets sind alle verfügbaren Spieler fit, wobei Stefan Gruber und Vince Garrett weiterhin ausfallen. „Wir haben beim Landshut-Spiel gesehen, wo wir stehen, und dort vor allem am Ende vieles richtig gemacht – das wollen wir nun auch nach Bad Aibling transportieren“, hat sich Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber vorgenommen, der selbst von 2004 bis 2017 bei den Fireballs gespielt und diese ab 2018 gecoacht hat, bevor er die Zusammenarbeit 2020 beendete.

„Wir sind der klare Favorit und nehmen diese Rolle auch an“, so Guggenhuber weiter. Der Bad Aiblinger kennt einen Großteil der gegnerischen Spieler von früher, auch wenn sie nicht unter ihm in der Regionalliga gespielt haben. Er wolle mit seinem Team im Spielrhythmus bleiben und sich in den letzten beiden Partien des Jahres auch auf das Duell gegen den Ligaprimus TV Dingolfing vorbereiten, das am 7. Januar in Traunstein in der AKG-Sportarena ansteht. „Wir wollen unser Timing und unser Zusammenspiel noch verbessern, dafür auch viel rotieren, damit alle Spieler viel Zeit auf dem Feld bekommen und wir als Team noch besser zusammenwachsen“, so Guggenhuber.

Für ihn persönlich sei es nach langer Zeit eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Seit dem Ende der Zusammenarbeit habe er die Halle nur noch einmal kurz betreten, als der TSV Schwandorf im Oktober zu Gast war und er sich den nächsten Gegner seines jetzigen Teams anschauen wollte. „Für mich als jemand, der so lange Zeit in Bad Aibling in verschiedensten Rollen tätig war, ist es extrem traurig zu sehen, was sportlich dort passiert ist“, berichtet Guggenhuber. „Die Mannschaft ist nicht mit dem zu vergleichen, was ich hinterlassen habe. Gleichwohl freue ich mich auf das Spiel und möchte mit meinem Team einen deutlichen Sieg einfahren.“

Baskets-Kapitän Markus Haindl, hier beim Saisonauftakt gegen Burghausen, will mit seinem Team in Bad Aibling den nächsten Sieg einfahren. Credit: Josefina Reinhart

Chiemgau Baskets ringen Landshut nieder

Chiemgau Baskets ringen Landshut nieder

Nach Halbzeitrückstand gewinnen die Traunsteiner noch mit 75:58

Die Chiemgau Baskets behalten ihre weiße Weste: In einem spannungsreichen Duell besiegten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) am Sonntagabend die TG Landshut mit 75:58, nachdem sie erstmals in dieser Saison einen Rückstand aufholen mussten. In der Bayernliga-Tabelle sind die Traunsteiner weiterhin Zweite hinter dem am vergangenen Wochenende spielfreien und nun punktgleichen TV Dingolfing, der ein geringfügig besseres Korbverhältnis aufweist.

Das Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den Dritten war das erhoffte Basketball-Highlight und bot einen abwechslungsreichen Spielverlauf. Vor gut 200 Zuschauern erwischte das Team von Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber den besseren Start und setzte sich nach fünf Minuten mit 13:2 ab. Doch mit den ersten Spielerwechseln ließen die TVTler deutlich nach. Ende des ersten Viertels war ihr Vorsprung auf 17:16 zusammengeschrumpft.

Nach Wiederanpfiff wurde es nicht besser – im Gegenteil. „Im zweiten Viertel haben wir das Spiel ganz schön hergegeben“, bedauerte Guggenhuber. „Wir hatten über weite Strecken keine Antwort auf die gegnerische Zonenverteidigung.“ Aber auch in der eigenen Defense hatten die Traunsteiner Probleme, den ausgeglichen besetzten Gegner in Schach zu halten, der über viele großgewachsene und gut ausgebildete Spieler verfügte. „Sie hatten einen hervorragenden Matchplan“, lobte Guggenhuber die taktische Einstellung der Landshuter durch Coach Paolo Maspero. Dementsprechend ging das zweite Viertel auch mit 18:8 verloren und die Traunsteiner lagen zur Halbzeit mit neun Punkten hinten – eine ungewohnte Situation für das Team, das bisher viele Spiele schon zur Pause für sich entschieden und selbst beim knappen Sieg beim TSV Vaterstetten zur Halbzeit vorne gelegen hatte.

„Wir dürfen diesen ersten Run, den wir hatten, nicht so einfach wieder hergeben“, ärgerte sich Guggenhuber, der in der Pausenansprache laut wurde – was dann auch fruchtete. „Wir haben in der zweiten Hälfte verstanden, wie wir gegen die Zone arbeiten müssen“, lobte der Bad Aiblinger sein Team. „Aber wir haben das Spiel am Ende auch mit unserer eigenen Zonenverteidigung gewonnen. Wir hatten zwölf Possessions – also Angriffe des Gegners, die zu keinem Korberfolg geführt haben.“ Mitte des dritten Viertels gelang den Traunsteinern ein wichtiger 6:0-Lauf, unter anderem dank eines Steals von Kazuhiko Yokoyama. „Dann lief das Spiel zu unseren Gunsten“, resümierte Guggenhuber. Die knappen Bälle, die die Traunsteiner vorher noch verloren hatten, konnten sie nun behaupten, auch im Rebound waren sie wieder erfolgreicher. Felix Schwankner stellte mit einem sehenswerten Dreier Sekunden vor Abpfiff des Viertels die Führung wieder her: 50:49. Damit war die Gegenwehr der Landshuter gebrochen. Die Niederbayern begannen nun, mit einigen Schiedsrichterentscheidungen zu hadern, fanden aber kein Mittel mehr gegen die wieder souverän aufspielenden Traunsteiner, die Punkt um Punkt ihren Vorsprung ausbauten und auf das Endergebnis von 75:58 stellten.

„Ich bin mit dem Aufbäumen in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden“, freute sich Tobias Guggenhuber, mahnte aber auch: „Die 15 schwachen Minuten dürfen nicht passieren. Dass wir in Rückstand geraten und diesen aufholen müssen, hätte man sich bereits am Anfang sparen können – dann wäre das Spiel sicher noch deutlicher ausgegangen.“ Insgesamt habe man aber seiner Meinung nach in der Höhe verdient gewonnen. Nach dem harten Stück Arbeit müssen die Chiemgau Baskets nun bei den zwei Teams vom Tabellenende antreten. Am kommenden Wochenende geht es zu den Fireballs Bad Aibling, die in sechs Spielen erst einen Sieg verbuchen konnten, und dann zu den noch sieglosen Baskets Vilsbiburg II. Am 7. Januar kommt es in Traunstein zum Duell mit dem Spitzenreiter TV Dingolfing.

 

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Garric Young (21 Punkte), Kazuhiko Yokoyama (19/4 Dreier), Jakob Kock (11), Markus Haindl (12/1), Victor Langner (3/1), Felix Schwankner (6/1), Thomas Weber (3/1), Noel Friedl, Valentin Rausch.

Dank eines starken Comebacks in der zweiten Hälfte behielten die Chiemgau Baskets in Landshut die Oberhand. Credit: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets gastieren beim Tabellendritten

Chiemgau Baskets gastieren beim Tabellendritten

Am Sonntag treten die Traunsteiner bei der TG Landshut an

Die Chiemgau Baskets stehen vor dem dritten Sonntag hintereinander in fremden Hallen: Nach den erfolgreichen Gastspielen in Vaterstetten und Regensburg müssen sich die Bayernliga-Basketballer des TV Traunstein (TVT) nun bei der TG Landshut bewähren – und diese Aufgabe hat es in sich.

Die Landshuter haben zwar ihr Auftaktspiel gegen den bis heute ungeschlagenen Tabellenersten TV Dingolfing mit 76:84 verloren, danach aber vier Siege in Folge eingefahren: Gegen die Baskets Vilsbiburg II, die Wacker Knights Burghausen, den TSV Schwandorf und zuletzt den TSV Neuötting gelangen den „LA Knights“ von Headcoach Paolo Maspero teils deutliche Erfolge. „Das ist eines der vier wichtigsten Spiele der Saison“, sagt daher auch Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber.

Gefährlich werden könnten den Traunsteinern vor allem die ehemaligen Regionalligaspieler Igor Jurakic und Andreas Goderbauer. Letzterer hat im Schnitt 22 Punkte erzielt, musste in den letzten beiden Spielen allerdings passen. „Die beiden können zu jeder Zeit heißlaufen und sind von außen immer eine Gefahr“, weiß der Regionalliga-erfahrene Guggenhuber.

Im Spiel gegen den TSV Neuötting fielen die Landshuter allerdings mit einer kompakten Teamleistung auf, bei der gleich fünf Spieler zweistellig punkteten. „Wir wissen um die Stärke von Landshut, sie hatten bei ihren vier Siegen eigentlich keine Probleme mit den Gegnern, außer gegen Burghausen“, sieht Guggenhuber ein schwieriges Spiel voraus. „Die neuerliche lange Anreise und der Termin am Sonntagabend sind Nachteile für uns, aber wir müssen die Dinge nehmen, wie sie sind, und wollen das Spiel natürlich dennoch erfolgreich gestalten.“ Landshut habe einen sehr breiten und tiefen Kader, es gebe nicht den einen überragenden Spieler. „Sie haben in dieser Saison mit Di Francesco, Mveng Owono und Leqejza drei ausländische Spieler frisch dazubekommen, die meist zweistellig gepunktet haben, dazu kommt Heinrich Wiebe mit 13 Punkten im Schnitt“, so Guggenhuber. „Daran sieht man, dass das Team schwer auszurechnen ist und an einem guten Tag jeden in der Liga schlagen kann. Dafür müssen wir gewappnet sein.“

Die Landshuter spielten in der Saison 1995/96 in der Bundesliga und dann wieder 2008/09 in der Bundesliga ProB, stürzten in den Folgejahren aber teilweise bis in die Bezirksoberliga ab und stiegen 2021 wieder in die Bayernliga auf. In der Bayernliga Mitte belegten sie letzte Saison den siebten Tabellenrang; nun wurden sie der Bayernliga Südost zugeteilt. Für den Abteilungsleiter und Sportdirektor der Chiemgau Baskets, Franz Buchenrieder, hat die Begegnung besondere Bedeutung, da er in den 1990er- und 2000er-Jahren als Spieler, Manager und Abteilungsleiter bei seinem Heimatverein vielfältig engagiert war. „Mit meiner Geburtsstadt Landshut verbinde ich viele positive Erinnerungen an große sportliche Erfolge, darunter auch die gemeinsame Zeit mit Paolo Maspero, als wir um 2005 herum Meisterschaften und Aufstiege für Landshut errungen haben“, so Buchenrieder. „Aktuell habe ich großen Respekt vor der intensiven Aufbauleistung, die in Landshut die letzten Jahre mit Paolo im Zentrum stattfindet. Wir nehmen daher Landshut als Gegner sehr ernst und freuen uns auf diese sportliche Herausforderung.“

Bei den Traunsteinern sind alle Spieler fit, lediglich hinter Victor Langner steht wegen einer kleinen Blessur noch ein Fragezeichen. Mit Stefan Gruber und Vince Garrett fehlen allerdings weiterhin zwei große Spieler, die normalerweise zur Starting Five gehören. Dennoch ist Guggenhuber zuversichtlich: „Wir haben gut trainiert und sind auf dem Weg, unsere Defizite auszumerzen. Die Jungs sind hochmotiviert, haben Bock und wollen dieses Spiel gewinnen.“

Garric Young, der hier im Heimspiel gegen den TSV Neuötting punktet, ist eine der Säulen, auf die Coach Guggenhuber bei der Partie gegen Landshut baut. Credit: Haindl