Chiemgau Baskets besiegen Regionalligisten Haching und gewinnen Alpencup

Chiemgau Baskets besiegen Regionalligisten Haching und gewinnen Alpencup

Überraschendes 77:67 gegen die Haching Baskets

Die Chiemgau Baskets haben überraschend gegen die Haching Baskets gewonnen und damit den erstmals ausgetragenen Alpencup gewonnen. Am Samstag besiegte der Bayernligist den zwei Ligen höher spielenden Gast aus Unterhaching in der Traunsteiner AKG-Sportarena mit 77:67. 

Der Pokal bleibt in Traunstein: Bei dem ursprünglich als Einladungsturnier geplanten und dann wegen mehrerer Absagen auf ein Spiel reduzierten Alpencup der Chiemgau Baskets überzeugten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) gegen die physisch überlegenen Hachinger mit einer starken Verteidigung, druckvoller Offensive und großer Fitness. Während Headcoach Stavros Tsoraklidis auf Seiten der Gäste auf die Topscorer Niklas Kropp und Constantin Schmitt verzichten musste, fehlten den TVTlern Thomas Weber, Jakob Kock, Valentin Rausch und Noel Friedl. Nur acht Mann nahmen auf der Bank der Traunsteiner Platz – aber die zeigten vom Start weg eine starke Leistung und boten dem Favoriten bis zum Ende Paroli.

Der erste Treffer des Spiels gehörte Mirjan Broening von den Haching Baskets, doch die Traunsteiner antworteten postwendend mit ihren Neuzugängen Vince Garrett, der einen Dreier setzte, und Kazuhiko Yokoyama. Diese Führung gaben die Traunsteiner erstmal nicht mehr ab. Zwar erwiesen sich die großgewachsenen Gäste als die erwartete Herausforderung, aber sie hatten ihre Probleme mit der kompakten Verteidigung der Traunsteiner und zeigten Schwächen im Abschluss. Garrett sammelte zehn Punkte, am Ende des ersten Viertels netzten erst Victor Langner und dann Felix Schwankner mit einem Buzzerbeater zwei Dreier ein: 23:17 hieß es nach dem ersten Abschnitt.

Nach dem Wiederanpfiff setzte sich die gute Serie der Traunsteiner fort und sie zogen nach 15 Minuten sogar auf 37:27 davon. Dann jedoch kam Sand ins Getriebe, einige Würfe verfehlten ihr Ziel und auf der anderen Seite fanden die Hachinger öfter den freien Mann. Daniel Gebray und Severin Hohn setzten zwei Dreier, bevor Hergi Gjergji zum 37:37 ausglich, mit dem es dann auch in die Pause ging.

Wer jetzt glaubte, dass nun der Favorit aus Haching das Zepter übernehmen würde, sah sich getäuscht. Markus Haindl und Vince Garrett markierten gleich einmal zwei Dreier, Traunstein zog nach 25 Minuten auf 48:40 davon. Dann drehten die Hachinger auf, Daniel Amrhein traf zwei Dreier, und nach 28 Minuten ging der Gast erstmals wieder mit 52:51 in Führung; 57:54 für Haching hieß es vor der letzten Viertelpause. Im weiteren Verlauf bestätigte der Gast zunächst seine Favoritenrolle, 65:61 stand es nach 35 Minuten. Viele Zuschauer erwarteten, dass die Traunsteiner nun konditionell einbrechen würden. Aber Stefan Gruber wurde zweimal hintereinander beim Zug zum Korb gefoult, behielt die Nerven und traf alle vier fälligen Freiwürfe: Ausgleich! Felix Schwankner sowie Vince Garrett mit einem Dunking nach einem Fastbreak stellten auf 69:65. Jetzt witterte auch das Publikum die Sensation und feuerte die Gastgeber lautstark an. Daniel Gebray verkürzte noch einmal, aber in den letzten zwei Minuten gelang den Gästen trotz Ganzfeldverteidigung kein Punkt mehr. Auf der anderen Seite krönte der 19-jährige Felix Schwankner seine starke Performance mit vier Freiwurftreffern und einem Korbleger nach Ballverlust der Hachinger. Stefan Gruber setzte schließlich den Schlusspunkt zum 77:67.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem, was die Mannschaft gezeigt hat“, resümierte Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber. „Auch mit der kleinen Rotation haben wir guten Basketball gespielt und in Ansätzen schon das gezeigt, was ich erreichen will, nämlich aus einer aggressiven Defense heraus schnell spielen und viel in Fastbreak-Situationen kommen.“ Besonders gefreut habe ihn die überragende Leistung von Felix Schwankner und der beiden Neuzugänge. Andererseits dürfe man die Partie auch nicht überbewerten. Dennoch zeigen sich die Chiemgau Baskets mit diesem Sieg gut gerüstet für den Start in die Bayernliga-Saison am 15. Oktober um 18:30 Uhr. Dann sind beim ersten Derby der neuen Spielzeit die Wacker Knights Burghausen zu Gast in der AKG Sportarena.

 

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (22/2 Dreier), Felix Schwankner (21/3), Stefan Gruber (12), Kazuhiko Yokoyama (10/1), Markus Haindl (5/1), Victor Langner (5/1), Aris Ipate (2), Jonas Keil.

Haching Baskets: Daniel Gebray (15/1), Hergi Gjergji (13/2), Mirjan Broening (10), Severin Hohn (8/2), Gaetan Schoentgen (7), Daniel Amrhein (6/2), Jacquo Marchesan (3/1), Simonos Stonkus (3/1), Sebastian Rauch (2).

Die Chiemgau Baskets feierten beim 1. Alpencup einen überraschenden 77:67-Erfolg gegen das Regio-Team aus Unterhaching. Credit: Markus „Magic“ Mittermeier (Connected Skills)

Noch ein Neuzugang: Vince Garrett kommt zu den Chiemgau Baskets

Noch ein Neuzugang: Vince Garrett kommt zu den Chiemgau Baskets

Der ehemalige Regionalligaspieler wird im Zusammenspiel mit Stefan Gruber die großen Positionen besetzen

Die Chiemgau Baskets vermelden eine weitere Neuverpflichtung: Nach Pointguard Kazuhiko Yokoyama verstärkt nun auch der US-Amerikaner Vincent „Vince“ Garrett das Bayernliga-Basketballteam des TV Traunstein (TVT). Der 1,98-Meter-Mann wird auch den TVT-Nachwuchsbereich unterstützen und dort als Jugendcoach tätig.

Vince Garrett stammt aus Chicago, Illinois, und spielte in seiner Highschool- und Collegekarriere unter anderem für die Green Bay Phoenix der University of Wisconsin in der NCAA. In der Saison 2014/15 trat er für Philadelphia Spirit in der US-Profiliga ABA an. 2015 wechselte der 31-Jährige nach Deutschland in die 1. Regionalliga zu den Hannover Korbjägern, für die er in 26 Spielen einen Punkteschnitt von 20,5 erzielte. Die Saison darauf verbrachte er im Regionalligateam von Science City Jena, in das er im Februar 2019 nach Jahren bei Baerum Basket Bekkestua in Norwegen und den Kordal Steelers in Luxemburg zurückkehrte. In der Saison 2019/20 sammelte er in Jena durchschnittlich 20,5 Punkte in 17 Spielen. Die vergangene Spielzeit startete Garrett in der 2. Regionalliga für die Blau-Weiß Merzen Lions aus Niedersachsen, für die er in zehn Spielen im Schnitt 33,4 Punkte holte.

„Die Chiemgau Baskets kamen mit einem Angebot und einem Plan für die Entwicklung der Organisation auf mich zu. Ich habe gesehen, was sie hier aufbauen wollen – und das war etwas, bei dem ich dabei sein wollte“, erklärt der Amerikaner seinen Wechsel nach Traunstein. Nach einigen Tagen in der Großen Kreisstadt konnte er sich schon einen ersten Eindruck von seiner neuen Heimat verschaffen: „Ich finde es schön, in kleinen Städten zu sein. Auch wenn ich aus Chicago komme, genieße ich die Ruhe hier.“ Garrett hat bereits einige Trainingseinheiten mit seinen zukünftigen Teamkollegen hinter sich. „Wir sind noch dabei, uns als Team anzupassen“, ist sein Eindruck. „Alles ist noch ziemlich neu, aber es geht in die richtige Richtung.“ Persönlich hat er sich vorgenommen, ein gutes Vorbild auf und neben dem Spielfeld zu sein: „Ich will hier die beste Version von mir präsentieren.“

Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber kennt Garrett aus seiner Zeit in Bad Aibling. Dort traf er sowohl als Spieler als auch als Coach auf den US-Amerikaner, als dieser für Jena spielte. „Spielerisch ist er eine absolute Granate. Er hat uns damals viel Kopfzerbrechen bereitet und uns in Jena auch einmal ganz schön aus der Halle geschossen.“ Guggenhuber beschreibt Garrett als absoluten Scorer, der aus allen Lagen treffe, sowohl am Brett als auch aus der Distanz. Er habe ein gutes Ballhandling und sei kein klassischer Center wie in der Vorsaison der 2,17-Meter-Mann Kameron Rooks. Der Coach sieht den neuen Mann vielmehr als Flügelspieler oder kleinen Power Forward. „Er wird dennoch bei uns eine der großen Positionen einnehmen und im Zusammenspiel mit Stefan Gruber ein herausragendes Front-Court-Duo darstellen, das sich auch in einer höheren Liga sehen lassen könnte.“ Guggenhuber preist zudem Garretts Defensivqualitäten und seine Athletik. Er werde perfekt in das schnelle Spiel der Baskets passen und sei ein Glücksfall für den Verein, ähnlich wie der kürzlich vorgestellte Neuzugang Kazuhiko „Kaz“ Yokoyama. Auch menschlich hat der Headcoach einen guten Eindruck von dem Neuzugang gewonnen: „Er verhält sich tipptopp, ist sehr zuverlässig und zu seinen Mitspielern sehr kommunikativ.“

Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder freut sich ebenfalls über den Neuzugang: „Nach den Abgängen von Kameron Rooks und Kenan Biberovic war es uns wichtig, einen erfahrenen Spieler zu verpflichten, der unbedingten Siegeswillen und Engagement ausstrahlt und der dabei physisch und mit Geschwindigkeit spielen kann.“ Diese Qualitäten habe Garrett bereits bei anderen Vereinen in Deutschland unter Beweis gestellt. Bis zum Saisonstart am 15. Oktober 2022 zu Hause gegen Burghausen werde es laut Buchenrieder nun darum gehen, dass die Mannschaft zu einem schlagkräftigen Team zusammenwächst und alle Spieler des Kaders die neue Spielweise und Intensität der Trainer adaptieren. „Die ersten Eindrücke im Training waren schon einmal ganz vielversprechend“, so der frühere FC-Bayern-Spieler. „Ich bin sicher, die Fans werden in der Saison 2022/23 viel Freude mit den Chiemgau Baskets haben.“

Baskets-Abteilungsleiter Franz Buchenrieder (l.) begrüßt in dem US-Amerikaner Vince Garrett den zweiten Neuzugang der Saison. Credit: Michi Schanz/Spreadfilms.

Topscorer Gruber bleibt den Chiemgau Baskets erhalten

Topscorer Gruber bleibt den Chiemgau Baskets erhalten

Stefan Gruber spielt ein weiteres Jahr für die Basketballer des TV Traunstein

Der Topscorer bleibt: Stefan Gruber greift auch in der Saison 2022/23 wieder für die Chiemgau Baskets an. Damit bleibt den Bayernliga-Basketballern des TV Traunstein (TVT) ihr wichtigster Punktesammler der letzten Jahre erhalten.

Stefan Gruber ist seit über zehn Jahren eine entscheidende Stütze der TVTler und hat die Aufstiege von der Kreisliga über die Bezirks- und Bezirksoberliga bis in die Bayernliga entscheidend mitgeprägt. Auch in der sechsthöchsten Basketballliga hat der 26-Jährige sich seit Jahren als einer der absoluten Topscorer der Spielklasse etabliert und steht in der Liste der besten Punktesammler immer wieder ganz oben. Das Eigengewächs des Traunsteiner Vereins hatte zwischenzeitlich auch im Jugendkonzept des FC Bayern München Erfahrungen gesammelt. Inzwischen ist der Zwei-Meter-Mann eine Identifikationsfigur für die Fans und mit seinen Dunkings ein Vorbild für die Jugendlichen, die selbst auf Einsätze in der ersten Mannschaft hinarbeiten.

„Ich habe weiter Spaß am Basketball und schätze Traunstein als guten Standort. Außerdem will ich mit den Freunden im Team weiterspielen“, begründete Gruber seinen Verbleib bei den Chiemgau Baskets. Er wolle helfen, seine Mannschaft im oberen Tabellendrittel zu halten: „Es gibt einige neue und unbekannte Teams in der Liga. Ich erwarte eine ausgeglichenere Liga als letzte Saison.“

Baskets-Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder ist hocherfreut über den Verbleib seines wichtigsten Punktesammlers: „Stefan ist seit vielen Jahren ein geschätzter und wichtiger Eckpfeiler des Teams und dank seiner Athletik und Qualität ein absolut herausragender Spieler in der Bayernliga. Er repräsentiert als Vorbild für junge Spieler unser Programm und kann mit seinen spektakulären Dunks das Publikum begeistern.“ Buchenrieder ist sich zudem sicher, dass die Spielweise und Spielkultur des neuen Trainergespanns Tobias Guggenhuber/Aaron Mitchell für Gruber und seine Teamkollegen neue Möglichkeiten eröffne, die individuellen basketballerischen Fähigkeiten auf dem Court zur Geltung zu bringen: „Damit meine ich nicht nur die offensive Feuerkraft, sondern auch die Fähigkeit, schnell zu spielen und am Brett zu dominieren. Deshalb freuen wir uns sehr über die Kontinuität der Zusammenarbeit mit Stefan.“

Headcoach Tobias Guggenhuber sieht Gruber aufgrund seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Team als extrem wichtigen Baustein der Mannschaft, vielleicht sogar den wichtigsten: „Er ist ohne Frage einer der qualitativ besten Spieler der gesamten Liga und einer unserer Leistungsträger.“ Guggenhuber schätzt an Gruber vor allem dessen Sozialkompetenz und Teamspirit: „Er ist auf und neben dem Platz ein absolut korrekter Typ – so jemanden brauchst du!“ Gruber könne und müsse die Mannschaft führen. Dementsprechend erwarte er von ihm auch, dass er auf und neben dem Platz Führungsqualitäten zeige. Als Grubers Stärken zählt Guggenhuber dessen Athletik und Spielverständnis, seinen Umgang mit dem Ball sowie seine Fähigkeiten unter dem Korb, aber auch im Outside-Game auf: „Das ist es, was man im modernen Basketball braucht – er hat als großgewachsener Spieler die Variabilität, auch auf außen auszuweichen. Wir sind glücklich, dass wir mit Stefan einen Spieler aus der Region mit solch einer Qualität in den Reihen haben!“

„Wichtiger Eckpfeiler des Teams“: Abteilungsleiter Franz Buchenrieder (l.) freut sich über den Verbleib von Baskets-Topscorer Stefan Gruber.

„Absoluter Glücksfall“: Kazuhiko Yokoyama verstärkt die Chiemgau Baskets als neuer Pointguard

„Absoluter Glücksfall“: Kazuhiko Yokoyama verstärkt die Chiemgau Baskets als neuer Pointguard

Der japanische Aufbauspieler mit Zweitligaerfahrung wird auch im Nachwuchsbereich als Trainer tätig

Ein Neuzugang für die Chiemgau Baskets – und der hat es in sich: Mit Kazuhiko „Kaz“ Yokoyama verstärkt ein Pointguard mit Zweitligaerfahrung das Bayernliga-Basketballteam des TV Traunstein (TVT). Der quirlige Japaner wird in der kommenden Spielzeit für den Ligazweiten der Vorsaison antreten und soll helfen, das Team nun zum Titel zu führen. Zusätzlich wird der 27-Jährige im Jugendbereich als Nachwuchstrainer agieren.

 

Kazuhiko Yokoyama stammt aus Kanagawa bei Tokio und spielte von 2014 bis 2018 für die Meisei University in Tokio, bevor er seine Karriere bei mehreren Zweitligavereinen in Europa fortsetzte. Der 1,72 Meter große Aufbauspieler wechselte zunächst für ein Jahr zu IT Carlow in die irische Division 1. Es folgte je eine Saison bei BBU Salzburg in der Zweiten Bundesliga Österreichs und bei TSK Tallinna Kalev in der estnischen I Liiga. Die Saison 2021/22 verbrachte er beim niederländischen Promotiedivisie-Klub Almere Pioneers.

„Mit Kaz ist es uns gelungen, einen technisch gut ausgebildeten Pointguard für unser Bayernligateam und gleichzeitig einen begabten Jugendtrainer für die uns so wichtige Nachwuchsarbeit zu gewinnen“, freut sich Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder über die Neuverpflichtung. Yokoyama werde auch als Headcoach der U14 männlich und unter Luis Pires als Grundlagentrainer der U8/10 und U12 fungieren.  „Neben seinen Basketball-Skills als Guard, seiner unbändigen Lauffreude sowie seiner starken und intensiven Verteidigungsarbeit haben uns vor allem seine Einstellung, seine Werte und sein Commitment überzeugt“, so Buchenrieder. „Ich bin sicher, dass die Fans, seine Mitspieler und die Jugendlichen mit seiner Spielweise sehr viel Freude haben werden.“ Von Yokoyama gehe eine enorme positive Energie aus. Genau das habe man gesucht und dank der Vermittlung des neuen Assistant Coachs und Jugendkoordinators Aaron Mitchell in dem Japaner auch gefunden.

„Ich war sehr beeindruckt, als ich hörte, wie ehrgeizig die Abteilung ist“, begründet Kazuhiko Yokoyama den Wechsel zum TVT. „Deshalb habe ich mich den Baskets angeschlossen, um einen Beitrag für diese Mannschaft, diese Stadt sowie die Kinder und Jugendlichen zu leisten.“ Yokoyama konnte sich bereits einen Eindruck von der Großen Kreisstadt verschaffen und ist nach seinen ersten Tagen im Chiemgau sehr angetan: „Ich lebe sehr gerne in Traunstein. Es gibt hier viel Natur, und die Stadt ist sehr entspannt. Die Menschen sind sehr nett.“ Ebenso positiv äußert er sich über seine neuen Mitspieler: „Die Teamkollegen und die Trainer sind großartig! Wir arbeiten hart zusammen und ich freue mich darauf, mit ihnen auf demselben Feld zu stehen.“ Sein Ziel sei es, in der kommenden Saison mit dem Team Meister zu werden und in die 2. Regionalliga aufzusteigen.

„Kaz ist unsere absolut priorisierte Verstärkung auf der Pointguard-Position“, zeigt sich auch Headcoach Tobias Guggenhuber von dem neuen Mann begeistert. „Wir hatten uns in der Off-Season darauf fokussiert, einen Pointguard mit Spielübersicht und einem guten Drive zum Korb zu finden, der das Spiel initiieren kann. Wir hatten gute Schützen im Team und Leute, die das Spiel grundsätzlich aufbauen können, aber keinen Pointguard, der ein Spiel leitet und übernimmt.“ Unter diesen Aspekten sei Yokoyama ein absoluter Glücksfall. Man habe nun jemanden mit Zweitliga-Österreich-Niveau und internationalem Flair im Team, der eine „unfassbar gute“ Arbeitsethik und einen sehr starken Charakter mitbringe. Die ersten Trainingseindrücke seien überaus positiv: „Kaz zeigt eine absolut vorbildliche Einstellung und Arbeitsweise, verhält sich sehr respektvoll – so, wie man sich einen Spieler einfach nur wünschen kann. Wir freuen uns, dass er bei uns ist, und werden sicher viel Spaß mit ihm haben!“

Baskets-Abteilungsleiter Franz Buchenrieder (l.) begrüßt in Pointguard Kazuhiko Yokoyama einen Neuzugang mit Zweitligaerfahrung. Credit: Chiemgau Baskets

Tobias Guggenhuber neuer Headcoach der Chiemgau Baskets

Tobias Guggenhuber neuer Headcoach der Chiemgau Baskets  

Der Bad Aiblinger will mit den Traunsteinern den Aufstieg in die 2. Regionalliga schaffen

Tobias Guggenhuber übernimmt ab sofort den Trainerposten beim Bayernligateam der Chiemgau Baskets. Der Bad Aiblinger mit Regionalligaerfahrung folgt Zoltán Lippay nach, welcher der Basketballabteilung des TV Traunstein (TVT) als Coach der U20 weiblich erhalten bleibt. 

Tobias Guggenhuber hat Sportmanagement studiert und 2020 in Bad Aibling die Tennis- und Basketballschule Goodball ins Leben gerufen. Der lizenzierte Basketballcoach mit DBB-B-Trainerlizenz spielte von 2004 bis 2017 bei den Fireballs Bad Aibling, unter anderem in der 1. Regionalliga. Zusätzlich betreute der 38-Jährige von 2015 bis 2017 die U16 männlich der Kurstädter. 2017 feierte er als Headcoach des Bezirksoberligateams der TuS Holzkirchen sein Trainerdebüt im Herrenbereich, bevor er von 2018 bis 2020 das Regionalligateam der Fireballs Bad Aibling betreute.

„Nach zwei Jahren Abstinenz vom Basketball hatte ich einfach wieder unglaublich Lust, ein Team zu übernehmen“, begründet Guggenhuber sein Engagement beim TVT. „In unserer Region gibt es auf attraktivem Niveau nicht viele Vereine. Daher kam die Anfrage der Baskets für mich genau zur richtigen Zeit.“ Er habe das Programm bereits über die vergangenen Jahre im Auge gehabt und sei von Beginn an davon überzeugt gewesen. „Die Macher im Hintergrund spiegeln die Werte wider, die ich mir in einer Zusammenarbeit vorstelle. Deshalb musste ich nicht lange überlegen“, so der neue Headcoach.

 

Ziel ist der Aufstieg

Nachdem die Baskets im Frühjahr als Bayernligazweite knapp am Aufstieg in die 2. Regionalliga gescheitert waren, hat Guggenhuber sich vorgenommen, das Vorhaben in dieser Saison zu realisieren: „Die Bayernliga ist weder für mich noch für den Verein das sportliche Ziel für die kommenden Jahre. Wir wollen uns als Mannschaft und Verein dauerhaft in der Regionalliga etablieren.“ Die Organisation habe dazu eine hervorragende Basis gelegt. Nun sei auf diesem Fundament aufzubauen. „Wir haben eine gute Mannschaft mit viel Talent. Das müssen wir in diesem Jahr konstant abrufen, um unser Ziel zu erreichen.“ Außerdem habe man mit dem neuen Assistant Coach und Jugendkoordinator Aaron Mitchell einen hervorragenden Trainer für die Ausbildung der eigenen Jugend gewonnen. Langfristig möchte das neue Trainerteam die jungen Talente im Verein so entwickeln, dass sie in der ersten Herrenmannschaft bestehen und tragende Rollen spielen können. „Es gibt im männlichen Bereich aktuell ein Vakuum in der Basketballregion zwischen München und Salzburg, Rosenheim ausgenommen“, hat Guggenhuber festgestellt. „Diese Leerstelle möchten wir langfristig füllen und uns als das führende Basketballprogramm in der Region positionieren.“

 

Der Verein soll sich weiterentwickeln

Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder bezeichnet die Neuverpflichtung als Ideallösung: „Mit Tobias konnten wir einen erfahrenen Trainer aus der Region mit Regionalliga-Hintergrund verpflichten. Sein Anspruch, unser Team in die Regionalliga zu führen und damit das Programm sportlich weiterzubringen, hat uns ebenso überzeugt wie sein Wissen über die Strukturen im anspruchsvollen Amateurbereich.“ Guggenhuber habe sich einiges vorgenommen – auch was den Spielstil und die Basketballkultur in Traunstein betreffe. „Wir werden von seinem Engagement für uns im Sinne einer Weiterentwicklung des Vereins sicher profitieren“, ist der Abteilungsleiter überzeugt. „Tobias ist zudem ein Trainer, der die Bedeutung von Führung und Mentalität für den Erfolg einer Mannschaft verinnerlicht hat und dabei ein gutes Gespür für Spieler und ihre Bedürfnisse zeigt.“

 

Die Bayernliga Südost umfasst diese Saison zehn Teams

Die neue Spielzeit beginnt für die Traunsteiner am 15. Oktober mit dem Heimderby gegen die Wacker Knights Burghausen. Die Basketball-Bayernliga umfasst diese Saison 40 Teams, die in vier Staffeln aufgeteilt sind. Tobias Guggenhuber trifft dabei in den Partien gegen die Fireballs Bad Aibling ebenso auf alte Bekannte wie Franz Buchenrieder bei den Auftritten gegen die TG Landshut, für die er früher als Spieler und Manager tätig war. Außerdem messen sich die Chiemgau Baskets in der Bayernliga Südost mit dem TSV Neuötting, den Baskets Vilsbiburg 2, dem TV Dingolfing, dem TSV Vaterstetten, dem TSV Schwandorf und den Regensburg Baskets. Um den Aufstieg entscheidet am Ende der Saison ein Turnier der vier Staffelsieger.

 

Rooks und Rosnitschek sind nicht mehr dabei

Der neue Headcoach muss ohne den letztjährigen Topscorer Kameron Rooks auskommen. Der 2,17-Meter-Center wechselt zum Erstligisten Depiro BC in Malta. Auch auf den erfahrenen Julian Rosnitschek, der aus privaten Gründen sportlich kürzertreten will, muss Guggenhuber verzichten. Rosnitschek war im Sommer 2015 nach dem damaligen Rückzug seines Heimatclubs Seeon Lakers zum TVT gekommen. Der 31-Jährige erlebte die Aufstiege von der Bezirksliga in die Bezirksoberliga und in die Bayernliga mit. In seinen sieben Jahren beim TVT war er als zuverlässiger Allrounder eine feste Stütze des Herrenteams. Zuletzt fungierte er zudem als Sportwart für die Herren I. „Wir bedanken uns bei Julian sehr herzlich für sein großes Engagement und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft“, verabschiedete Franz Buchenrieder den verdienten Spieler und Funktionär.