Lorenzo Griffin im Interview

"Ich werde jetzt vom Spieler und Trainer zum Fan!"

Lorenzo Griffin im Interview

Lorenzo „Zo“ Griffin verlässt die Chiemgau Baskets und kehrt nach zehn Jahren in Deutschland in die USA zurück. Im Interview spricht er über seine Beweggründe für diese Entscheidung, seine Eindrücke in Bayern und seine Zukunftspläne.

Zo, du verlässt Traunstein! Warum das?

Das war keine leichte Entscheidung, das will ich wirklich betonen. Der einzige Grund, warum ich sie gefällt habe, ist der, dass meine Eltern alt werden. Meine Mutter ist 67, mein Vater 65. Wenn ich das mit Basketball vergleiche, beginnt für sie jetzt das letzte Viertel ihres Lebens. Ich war zehn Jahre in Deutschland. Dadurch habe ich viel Zeit mit meinen Eltern versäumt. Jetzt ist es mir ein Herzenswunsch, heimzugehen und bei ihnen zu sein. Außerdem betreiben sie zu Hause in Riverside in Kalifornien eine Firma, die Haarpflegeprodukte herstellt. Dort möchte ich helfen und ihr Leben ein wenig einfacher machen. Das ist der einzige Grund für meine Entscheidung. Die Corona-Pandemie hat mich an diesen Punkt gebracht, an dem ich verstanden habe, welche wichtige Rolle die Familie in meinem Leben spielt.

Welche Eindrücke nimmst du nach der langen Zeit in Deutschland mit nach Hause?

Ich habe die Zeit hier sehr genossen. Die Menschen waren immer freundlich zu mir. Natürlich trifft man auch weniger freundliche Menschen, aber das ist überall so. In den sieben Jahren in Wasserburg und zwei Jahren in Traunstein hat mich jeder mit offenen Armen empfangen. Das hat mir viel bedeutet.

Du bist ein fantastischer Basketballer. Heißt das auch, dass du deine aktive Karriere beendest?

Ich habe auch als Coach gearbeitet, seit ich in Deutschland bin, von der U12 bis zur Herren 2. Daher bin ich mit Coaching auf verschiedenen Levels vertraut. Das wird meine Verbindung zum Sport bleiben. Es ist mein Traum und meine Hoffnung, dass ich in den Staaten ins Coaching auf College- oder University-Niveau reinkomme. Aber ich will die Tür noch nicht ganz zuschlagen. Vielleicht nehme ich auch nur ein Jahr frei und schaue, wie ich mich dann fühle. Vielleicht komme ich zurück. Wir werden sehen. Alles zu seiner Zeit. 

Was denkst du über die Entwicklung der Chiemgau Baskets, seit du 2019 hergekommen bist?

Ich liebe es! Ich habe es schon zu Franz Buchenrieder gesagt: Egal, in welcher Liga das höchste Team eines Clubs spielt – es kommt auf die Professionalität an, mit der die Clubverantwortlichen ihre Aufgaben versehen. Bei den Chiemgau Baskets waren alle in meinen zwei Jahren hier sehr professionell, zum Beispiel Lorenz Fakler, Franz Buchenrieder, Stefan Schwankner oder Sebi Kösterke. Sie alle haben sehr professionell gearbeitet. An der Entwicklung des Jugendprogramms sieht man, dass alles in die richtige Richtung geht. Ich bin begeistert, wie sich das gesamte Projekt entwickelt hat. 

Dann wirst du diese Entwicklung des Vereins von den Staaten aus weiterverfolgen?

Natürlich. Ich werde nach den Spielen immer einer der Ersten sein, die sich die Statistiken anschauen – vor allem bei den Teams, die ich selbst gecoacht und für die ich gespielt habe. Ich werde jetzt vom Spieler und Trainer zum Fan!

Stichwort Fans: Wie hat dir das Publikum in Traunstein gefallen?

Als erstes möchte ich den Fans dafür danken, wie sie das Team unterstützen. Und ich möchte ihnen danken, wie sie mich während meiner Zeit hier supportet haben. Ich werde ihnen ewig dankbar sein. So wie die Mitglieder des Teams haben sie mich großartig begrüßt, als ich hergekommen bin. Einige der Fans waren zugleich Eltern von Spielern, die ich gecoacht habe. Es hat mir viel bedeutet, dass sie auch zu unseren Spielen kamen und mich unterstützt haben. Ich habe die Atmosphäre in Traunstein sehr geliebt. Der Sieg gegen Jahn München in der Saison 19/20 war eines meiner Lieblingsspiele überhaupt! Man konnte die Energie richtig fühlen! Dieses Adrenalin hilft einem als Spieler, immer weiterzumachen, wenn man müde wird.

Du verlässt jetzt auch Kenan Biberovic, mit dem du viele Jahre zusammengespielt hast. Wie denkst du darüber?

Ja, Kenan und ich haben seit 2007 zusammengespielt. Unglaublich! Das waren 14 Jahre Freundschaft. Das wird sicher hart. Wir sind sehr daran gewöhnt, den anderen um uns herum zu haben. Er war für mich da, wenn ich einen schlechten Tag hatte und umgekehrt. Wir haben viele schöne Tage miteinander erlebt. Er hat mich dazu gebracht, im Sommer 3×3-Turniere zu spielen – vielleicht sehen wir uns dabei wieder. Er wird immer mein Bruder bleiben, auch abseits des Courts. 

Möchtest du dich abschließend noch bei jemand bedanken?

Ich möchte mich bei Franz Buchenrieder bedanken. Er hat mir vertraut und mich rekrutiert, als er selbst gerade hergekommen ist. Danke, dass er daran geglaubt hat, dass ich bei diesem Projekt helfen kann. Außerdem möchte ich jedem einzelnen meiner Teamkollegen danken, mit denen ich trainiert und Spiele ausgetragen habe. Die Verbindung, die dabei entstanden ist, wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Diese Brüderschaft wird für immer bestehen bleiben. Vielen Dank auch an die Kids, die ich trainieren durfte. Ich hoffe, sie hatten Spaß mit mir und haben mindestens eine Sache von mir gelernt – etwas, dass sie nicht nur in der Halle weiterbringt, sondern auch im richtigen Leben abseits des Sports, egal welche Träume sie dort hegen. Und schließlich möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken. Sie haben es mir ermöglicht, meinen Traum zu leben und in Europa Basketball zu spielen. Das hat mir sehr viel bedeutet.

Er wird die Entwicklung der Chiemgau Baskets nun von Kalifornien aus verfolgen: Lorenzo Griffin. (Bildnachweis: Robin Stein/Chiemgau Baskets)

Griffin sagt Goodbye, Biberovic bleibt

Griffin sagt Goodbye, Biberovic bleibt

Lorenzo Griffin kehrt in die USA zurück • Kenan Biberovic hat um ein Jahr verlängert

Das „magische Duo“ wird auseinandergerissen: Während Lorenzo Griffin die Chiemgau Baskets im September Richtung USA verlässt, bleibt Kenan Biberovic den Basketballern des TV Traunstein treu. Nach 14 gemeinsamen Jahren in den USA, Wasserburg und Traunstein trennen sich die Wege des US-Amerikaners und des gebürtigen Serben damit vorerst.

Topscorer Lorenzo Griffin wechselte im Herbst 2019 vom TSV Wasserburg nach Traunstein und prägte die Abteilung seitdem als Spieler sowie Jugendcoach entscheidend mit. Der erfahrene Point Guard begeisterte das Publikum mit seinem überragenden Können und führte das Team an die Spitze der Bayernliga. Nun kehrt der 33-Jährige in seine kalifornische Heimat Riverside zurück. „Das war wirklich keine leichte Entscheidung“, betont der US-Amerikaner. „Der einzige Grund dafür ist, dass meine Eltern alt werden. Meine Mutter ist 67, mein Vater 65.“ Während seiner zehn Jahre in Deutschland habe er viel Zeit mit seinen Eltern versäumt. Die will Griffin nun nachholen. Außerdem will er sich in den familieneigenen Betrieb einbringen und seine Eltern dort entlasten. „Die Corona-Pandemie hat mich an diesen Punkt gebracht, an dem ich verstanden habe, welche wichtige Rolle die Familie in meinem Leben spielt.“

Griffin zeigt sich begeistert darüber, wie sich das Projekt der Chiemgau Baskets während seiner zwei Jahre in Traunstein entwickelt hat. „Alle arbeiten hier sehr professionell“, schwärmt er und bedankt sich bei den Vereinsfunktionären, seinen Mitspielern und den TVT-Fans, dass sie ihn immer mit offenen Armen empfangen haben. „Ich habe die Atmosphäre in Traunstein sehr geliebt“, betont er.  Griffin verspricht, dass er immer einer der ersten sein werde, die am Wochenende die Statistiken nach Spielen aufrufen werde – vor allem von Teams, die er selbst gecoacht und für die er selbst gespielt habe. „Ich werde jetzt vom Spieler und Trainer zum Fan“, schmunzelt er. 

Für Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder bedeutet der Abgang eines so bedeutenden Spielers und Trainers einen herben Verlust.  „Es war eine meiner ersten Maßnahmen, Lorenzo hierherzuholen“, erinnert er sich an seine eigene Anfangszeit beim TVT im Jahr 2019. „Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Er war eine wichtige Stütze unserer Herrenmannschaft und des Coachingteams.“ Als Spieler habe Griffin den Unterschied ausgemacht und oft kurz vor der Schlusssirene die entscheidenden Punkte beigesteuert. „Aber ich kann seine Entscheidung sehr gut verstehen“, sagte Buchenrieder. „Wir wünschen Lorenzo viel Glück und Erfolg in den USA. Vielen Dank für alles, was er uns in seinen zwei Jahren hier gegeben hat!“

Baskets-Headcoach Luis Prantl kennt Griffin schon aus seiner Zeit beim TSV Wasserburg und damit seit neun Jahren. Auch er bedauert den Abgang des US-Amerikaners sehr: „Wir hätten ihn gerne verlängert, können aber seine Gründe total verstehen und unterstützen ihn auch. Wir danken Zo sehr für sein Engagement als Spieler und Coach. Er wird eine sehr große Lücke ihn der Mannschaft und als Trainer im Jugendbereich hinterlassen. Wir wünschen ihm alles Gute!“  

Das gleiche wünscht ihm Kenan Biberovic, mit dem Griffin schon zu Collegezeiten in Iowa gemeinsam auf dem Feld gestanden hatte. „Wenn Zo im September nicht mehr als mein Mitbewohner und auf dem Feld da ist, wird das sicher merkwürdig“, glaubt der 34-Jährige. „Aber ich unterstütze seine Entscheidung. Wir sind in den 14 Jahren Familie geworden. Das wird sich nicht ändern, egal, wohin unsere Wege auch führen!“

Biberovic selbst hat beim TVT um ein Jahr verlängert. Er ist in Serbien geboren und in Montenegro, Frankfurt sowie Los Angeles aufgewachsen. In den USA spielte er auf Highschool- und College-Level. 2012 verschlug es den amerikanisch-serbischen Doppelstaatsbürger zum TSV Wasserburg, wo er als Spieler, Jugendtrainer und Schiedsrichter sowie als Teammanager der Bundesliga-Damen engagiert war. Im Herbst 2019 heuerte er gemeinsam mit Griffin als Spieler und Jugendcoach beim TV Traunstein an. Mit seiner physischen Präsenz, Spielübersicht und hohen basketballerischen Qualität konnte der vielseitige Forward als wichtiger Bestandteil des Bayernliga-Teams sofort Akzente setzen und die Mannschaft bis zum Saisonabbruch im Frühjahr 2020 auf Platz drei der Liga führen. 

„In Traunstein hat sich seit 2019 alles sehr positiv entwickelt“, begründet Biberovic seine Vertragsverlängerung. „Da steckt viel Ambition und Fleiß dahinter. Das bewegt sich in die richtige Richtung. Ich bin mit den letzten zwei Jahren sehr zufrieden!“ Dazu komme, dass ihm die Verantwortlichen beim TVT während des langen winterlichen Lockdowns viel Sicherheit vermittelt hätten, während bei anderen Vereinen große Unsicherheit herrschte. Außerdem sei das Publikum in Traunstein „der Hammer. Das hat mich schon beeindruckt, als ich für Wasserburg hier gespielt habe, und war ein Grund für mich gewesen, hierher zu wechseln. Hier geht’s ab!“

Biberovics Traum als Spieler ist es nun, mit den Chiemgau Baskets die Bayernliga zu gewinnen und den Aufstieg in die 2. Regionalliga zu schaffen. Als Jugendtrainer möchte er viele Kinder zum Basketball bringen und ihnen helfen, sich weiterzuentwickeln. „Im Spiel lernt man schließlich Lektionen für das Leben!“, schwärmt er vom positiven Einfluss seiner großen Passion, dem Basketball.

Franz Buchenrieder ist froh, mit Biberovic eine wichtige Stütze des Programms halten zu können. „Als C-Trainer ist er auch ein wichtiger Ansprechpartner für unsere jungen Spieler“, so der Abteilungsleiter. „Und als Spieler ist er eine bedeutende Säule des Bayernligateams, an der sich andere aufrichten können.“ Biberovic sei ein Stabilisator, der sich in engen Wettkampfsituationen immer richtig zu verhalten wisse.

Auch Headcoach Luis Prantl ist sehr erfreut, dass Biberovic verlängert hat: „Das ist auch ein positives Signal bezüglich der guten Arbeit, die wir hier leisten – Kenan bleibt, obwohl sein bester Buddy, mit dem er seit 2007 zusammengespielt hat, den Verein verlässt.“ Biberovic sei ein sehr erfahrener, disziplinierter und ehrgeiziger Spieler, der für die Mannschaft sehr wichtig sei. „Er ist ein Leader auf und neben dem Court“, so Prantl weiter. „Auch als Coach im Jugendbereich sehe ich ihn sehr, sehr wichtig. Es freut mich, dass wir nun in unser zweites gemeinsames Jahr gehen!“ 

 

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Nach 14 Jahren trennen sich ihre Wege: Lorenzo Griffin (li.) geht in die USA zurück, während Kenan Biberovic den Chiemgau Baskets erhalten bleibt. (Bildnachweis: Chiemgau Baskets)

Zoltán Lippay unser neuer Assistant Coach

Zoltán Lippay unser neuer Assistant Coach

Unterstützung für Headcoach Luis Prantl • Lippay betreut weiterhin auch die U20-Damen

Zoltán Lippay ist der neue Assistant Coach des Bayernligateams der Chiemgau Baskets. Ab sofort unterstützt er Headcoach Luis Prantl bei der Durchführung und Nachbereitung des Trainings sowie der Wettkampfbetreuung. 

Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder verkündete die Neuigkeit bei der Trainerkonferenz der Basketballabteilung des TV Traunstein: „Mit Zoltán als Assistant Coach des Bayernligateams versprechen wir uns eine noch bessere Betreuungsintensität für unsere erste Mannschaft und Entlastung für Luis Prantl.“ Zoltán Lippay habe ihn mit seiner Basketballerfahrung, seiner Persönlichkeit und seinem Enthusiasmus für den Sport überzeugt. Auch ein weiterer Aspekt spielte eine Rolle, so Buchenrieder: „Zoltán kennt seit Jahren viele Jugendspieler im Turnverein persönlich und ist offen für Neues.“

Zoltán Lippay begann schon in der Grundschule mit dem Basketballsport und hat seitdem große Erfahrung als Spieler und Coach gesammelt: „1984 hielt ich erstmals einen Basketball in meinen Händen“, erinnert sich der 47-Jährige. Im Laufe seiner Karriere schaffte er den Sprung in die zweite Liga in Ungarn. 2012 musste er den Sport nach einer Fußverletzung aufgeben. Seitdem ist er als Trainer im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich aktiv, zunächst in Ungarn und seit 2016 beim TV Traunstein. Hier arbeitete er zunächst mit dem U14-Team, dessen Spieler er im Laufe der Jahre bis hinauf zur U18 begleitete. Dann wechselte er zur weiblichen U20, die er auch nächste Saison weiterhin coachen wird. „Ich freue mich darauf, dem Herrenteam zu helfen“, sagte Lippay. „Ich bin sicher, dass ich Luis mit meiner Routine gut unterstützen kann!“ Neben seinen Trainerrollen wird er sich auch um sporttechnische Angelegenheiten der Abteilung kümmern. „Wir sind sehr froh, mit Zoltán unser Kompetenzteam Sport weiter zu festigen“, so Franz Buchenrieder.

Auch Headcoach Luis Prantl, der selbst im April seinen Vertrag bei den Chiemgau Baskets verlängert hat, zeigt sich über seinen neuen Co-Trainer glücklich: „Ich freue mich sehr, dass ich mit Zoltán einen Assistant Coach habe, der über sehr viel Basketballwissen verfügt und in Ungarn zweite Liga gespielt hat“, sagte der 21-Jährige. Ein weiterer Vorteil sei, dass Lippay die Traunsteiner DNA gut kenne und dem Team dementsprechend sehr viel helfen werde. „Zoltáns Aufgaben werden vor allem in der individuellen Spielerentwicklung liegen. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit und kann es kaum erwarten, in die Pre-Season zu starten.“

Als Assistant Coach tritt Lippay die Nachfolge von Christian Biebl an, der zusammen mit Luis Prantl im Juli 2020 zu den Chiemgau Baskets gestoßen war und nun wegen erhöhter beruflicher Belastung nicht mehr zur Verfügung steht. Franz Buchenrieder bedankte sich bei ihm für die Zusammenarbeit. Luis Prantl sagte: „Vielen Dank an Christian für die gemeinsame Arbeit, die ich sehr geschätzt habe und die mir mega Spaß gemacht hat. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“ Biebl sei ein guter Freund geworden und natürlich jederzeit bei den Spielen der Chiemgau Baskets willkommen.

 

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Das Trainerduo für das Herrenteam der Chiemgau Baskets in der Saison 2021/22: Headcoach Luis Prantl und sein Assistent Zoltán Lippay.

Christian Meiler und Julian Rosnitschek als neue Sportwarte vorgestellt

Christian Meiler und Julian Rosnitschek als neue Sportwarte vorgestellt

Meiler betreut die Jugendteams, Rosnitschek die Herren I • Luis Pires wird Koordinator und mit Florian Pavic Coach der „Minis“ • Bayernliga wird auf 13 Teams aufgestockt

Die Chiemgau Baskets haben ein neues Sportwarte-Duo: Christian Meiler kümmert sich ab sofort um den Jugendbereich der Basketballabteilung des TV Traunstein (TVT), Julian Rosnitschek betreut als sein Stellvertreter das Bayernliga-Herrenteam. 

Christian Meiler ist ein TVT-Urgestein und war lange als Spieler, Trainer und Schiedsrichter im Verein aktiv. „Ich habe mit sieben Jahren begonnen, beim TVT Basketball zu spielen, und bin durch alle Altersklassen gegangen. Das war eine super Zeit“, erinnert sich der 47-Jährige gerne an seine erste Phase bei den Traunsteiner Basketballern zurück. Nachdem er seine Karriere vor 19 Jahren wegen Verletzungen beenden musste und sich vom Basketball zurückgezogen hatte, besucht er seit drei Jahren wieder regelmäßig die Spiele des Bayernligateams. Anlass, nun auch wieder für den Verein aktiv zu werden, bot die Begeisterung seines Sohnes für den Sport. „Ich habe zu meiner Frau immer gesagt: Sollte er einmal Freude daran haben, dann mache ich auch wieder etwas für den Basketball.“ 

In Gesprächen mit Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder zeigte Meiler sich begeistert von der Entwicklung der Chiemgau Baskets. Als Sportwart wird er sich nun gemeinsam mit Julian Rosnitschek um die Organisation des Spielbetriebs kümmern. Meilers Aufgabenbereich umfasst die TVT-Jugendmannschaften, während Rosnitschek sich auf das Bayernligateam konzentriert.

Der Seeoner ist seit 2015 eine vielseitig einsetzbare Stütze des TVT-Herrenteams und trug entscheidend zum Aufstieg von der Bezirks- in die Bayernliga bei. „Es war mir immer ein Anliegen, auch abseits des Sportlichen einen Beitrag zur Abteilung zu leisten“, begründet Rosnitschek sein Engagement als Sportwart. „Das Bayernligateam liegt mir besonders am Herzen, da ich selbst mitspiele. Ich freue mich darauf, jetzt planen zu können und hoffentlich bald wieder in der Liga durchzustarten.“  

Bei Franz Buchenrieder ist die Freude groß, dass Meiler und Rosnitschek das Kompetenzteam Organisation verstärken: „Ich bin sicher, dass wir uns mit diesem kompetenten Gespann keine Sorgen um einen reibungslosen Ablauf des Spielbetriebs machen müssen.“

Erste Aufgabe für die Sportwarte wird es sein, fristgerecht die Mannschaften für die neue Spielzeit im Herbst zu melden und in den Jugendmannschaften die Jahrgangsübergänge sicherzustellen. Jugendkoordinator Luis Prantl, Trainerstab und Sportwarte arbeiten hier Hand in Hand, damit das aktuelle Training und später der Spielbetrieb problemlos ablaufen können.

Im Herrenbereich werden die Baskets dabei in der kommenden Saison zwei Spiele mehr absolvieren als zuletzt. Der Bayerische Basketball-Verband hat diese Woche mitgeteilt, dass die Bayernliga Herren von 34 auf 39 Mannschaften aufgestockt wird. Für die Bayernliga Süd, an der die Chiemgau Baskets teilnehmen, bedeutet dies eine Anhebung von 12 auf 13 Teams. Im Juli finden Qualifikationsturniere der Bezirksoberliga statt, in denen die zusätzlichen Mannschaften ausgespielt werden.

Neben der Präsentation der Sportwarte hat Franz Buchenrieder noch eine weitere erfreuliche Entwicklung zu vermelden: Die TVT-Korbjäger erweitern ihren Trainerstab im Bereich Minis. Luis Pires übernimmt die Rolle des „Mini“-Koordinators und fungiert gemeinsam mit Florian Pavic als Headcoch der U8/10 und U12. Leonie Schwaiger und bedingt Felix Schwankner, der auch als Spieler im Herrenbereich Ambitionen hat, unterstützen die beiden tatkräftig als lizensierte D-Trainer.

Somit gelingt es den Chiemgau Baskets, ihren Trainerstab und das Kompetenzteam Organisation weiter auszubauen. „Es ist Teil unserer Strategie, das ‚Team hinter dem Team‘ sukzessive zu vergrößern, um Lasten gut zu verteilen und frische Kräfte zur Entfaltung zu bringen“, betont der Abteilungsleiter. Die Basketballer suchen für ihre Teams und die Organisation weitere Helfer und Betreuer, um der Jugend optimale Bedingungen bieten zu können. Informationen dazu finden Interessierte auf der Website www.chiemgau-baskets.de unter „Stellenanzeigen“.

 

Medien:

Traunsteiner Tagblatt, OVB

Christian Meiler (li.) und Julian Rosnitschek zeichnen ab sofort als Sportwarte für die Organisation des Spielbetriebs der Chiemgau Baskets verantwortlich.
Zwei Coaches aus dem vierköpfigen Trainerteam für die „Minis“ der Chiemgau Baskets: Leonie Schwaiger und Luis Pires.

Auch das Herrenteam trainiert wieder gemeinsam

Auch das Herrenteam trainiert wieder gemeinsam

Outdoortraining dank gesunkener Inzidenzen wieder möglich.

Die Freude war groß: Nach sieben harten Monaten der Abstinenz trafen sich die Basketballer der ersten Herrenmannschaft der Chiemgau Baskets diesen Dienstag endlich wieder zum gemeinsamen Sport. Der unter 50 gesunkene Inzidenzwert im Landkreis Traunstein machte es möglich. Gleich am ersten Tag, an dem Kontaktsport im Freien wieder erlaubt war, kamen die Korbjäger des TV Traunstein an der Freiluftanlage des Annette-Kolb-Gymnasium zusammen, um das Training wieder aufzunehmen.

Die Kinder unter 14 Jahren durften schon seit einigen Wochen wieder in Kleingruppen gemeinsam draußen trainieren. Nun folgen auch die Herrenteams und ab nächster Woche nach den Pfingstferien die älteren Jugendlichen der Chiemgau Baskets. „Ich freue mich sehr, dass wir einen weiteren Schritt in Richtung Normalität gehen können“, sagte Headcoach Luis Prantl. „Auch wenn das Training auf dem Hartplatz bei weitem nicht das widerspiegelt, was wir eigentlich in der Halle machen, sind wir jetzt erst einmal einfach happy, uns wiederzusehen.“ Prantl geht es nun primär darum, dass seine Spieler ihren Rhythmus wiederfinden. Demensprechend wird er zunächst nicht viele taktische und technische Elemente im Training einbauen, sondern das Team viel spielen und laufen lassen, damit alle in Form kommen. „Sobald wir wieder in die Halle können, werden wir dann schon auf die nächste Saison schielen und uns fokussiert vorbereiten“, so Prantl. „Jetzt geht es erst einmal um den Spaß. Die Jungs haben sich ja sieben Monate nicht gesehen. Daher möchte ich nicht gleich feste Strukturen vorgeben, sondern sie erst einmal einfach spielen lassen.“

Ihr letztes und einziges Spiel der Saison hatten die Chiemgau Baskets beim 109:39-Kantersieg über die Wacker Knights aus Burghausen Ende Oktober 2020 absolviert. Seitdem hielten die TVT-Basketballer sich im regelmäßigen gemeinsamen Onlinetraining sowie mit individuellen Laufeinheiten fit. Inzwischen wurde die Bayernliga-Saison 2020/21 ebenso wie die anderen bayerischen Amateurligen abgebrochen, wie der Bayerische Basketball-Verband Mitte Mai nach langem Zögern erklärte. In keiner der Ligen gibt es eine Abschlusstabelle, auch Auf- und Abstieg fallen damit weg. Aufstiegsspiele, die zwischendurch einmal angedacht waren, werden ebenfalls keine ausgetragen.

„Mit dem Saisonabbruch können wir leben“, sagte dazu der Abteilungsleiter und Sportdirektor der Chiemgau Baskets, Franz Buchenrieder. Mit seinem Team konzentriert er sich nun voll auf die Planungen für die nächste Saison, die dann ab dem Herbst hoffentlich dank weiter fallender Inzidenzwerte und der dadurch möglichen Rücknahme von Abstandsregeln durchgeführt werden kann. „Aber zunächst überwiegt einfach die Freude, sich wiederzusehen, gemeinsam Basketball zu spielen und zusammen Spaß zu haben!“ 

 

Medien:

Traunsteiner Tagblatt

Chiemgau24

PNP

Er hofft wie das ganze Team der Chiemgau Baskets auf die Rückkehr in die Halle: Topscorer Stefan Gruber, hier im Spiel gegen die Wacker Knights Burghausen.
Endlich wieder gemeinsam am Trainieren: Die Herrren I der Chiemgau Baskets.

Junge Basketballer zurück im Training

Chiemgau Baskets: Junge Basketballer zurück im Training

Seit 4. Mai 2021 wieder Outdoortraining für Jugendliche unter 14 Jahren

Nach Monaten des Online-Trainings sind die jüngsten Basketballer des TV Traunstein seit letzter Woche zurück auf dem Court – wenn auch noch nicht in der Halle. Die Chiemgau Baskets reagierten blitzschnell und nutzten die Öffnungsperspektive der Politik sofort zu einem Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb. Noch am Tag des Kabinettsbeschlusses der Bayerischen Staatsregierung zur Anpassung des Infektionsschutzes in der letzten Aprilwoche beriet die sportliche Leitung der Chiemgau Baskets sich mit dem Trainerstab. Das Hygienekonzept für kontaktlosen Basketballsport im Freien in Kleingruppen von maximal fünf Kindern unter 14 Jahren wurde entsprechend angepasst und eine Genehmigungsanfrage an die Stadt Traunstein verschickt. 

„Ich muss der öffentlichen Verwaltung der Stadt sowie den Behörden im Landratsamt danken und ein Kompliment aussprechen. Wir hatten innerhalb von 24 Stunden die Platzfreigabe und können seitdem nachmittags die Outdoorplätze am Chiemgau-Gymnasium und am Annette-Kolb-Gymnasium für Basketballsport der Jugendlichen nutzen“, freut sich Sportdirektor Franz Buchenrieder. 

Schnell wurden aus dem Trainerstab die verfügbaren Coaches identifiziert und die Kleingruppen nach Alter eingeteilt. Die etatmäßigen U8-/U10-Trainer Leonie Schweiger und Felix Schwankner verzichteten vorübergehend aus Rücksicht auf ihre schulischen Interessen. So übernahmen die Trainer Luis Pires und Florian Pavic die Altersgruppen der U8/U10 und U12, während Kenan Biberovic und Zo Griffin die U14 betreuen. Luis Prantl, der Jugendkoordinator der TVT-Basketballer, stellte fest: „Ich freue mich sehr, dass es endlich wieder losgeht und die Kinder so einen Spaß haben. Insgesamt können 30 Kids endlich wieder dem orangen Ball outdoor hinterherjagen und ihrem Bewegungsdrang und ihrer Spielfreude nachgehen, solange das Wetter einigermaßen mitspielt.“

Freude über die persönliche Begegnung

Die Anmeldung durch die Eltern und Kinder verlief problemlos über die sozialen Medienkanäle der Baskets, sodass die organisatorische Feinplanung schnell voranschritt. Seit 4. Mai 2021 wird wieder trainiert. „Ich finde es toll, dass es die Möglichkeit gibt, wieder mit Basketball in Kleingruppen zu starten“, freut sich Kenan Biberovic. „Es ist so schön zu sehen, dass sich die Spieler in der Lockdown-Phase fit gehalten haben und ihr Ballhandling sehr sicher und auch besser geworden ist.” Allerdings ist der Aufwand erheblich – allein schon durch die Dokumentationspflichten und Hygienevorschriften. „Nach einer monatelangen Durststrecke mit Lockdown, in der nur Onlinetraining möglich war, freut es mich, die Kids endlich wieder persönlich zu sehen“, sieht jedoch auch Florian Pavic diese Hürden als zweitrangig. „Nun ist es die Aufgabe von uns Trainern, dafür zu sorgen, dass wir den Kindern trotz Coronaregeln optimale Trainingsbedingungen zur Verfügung stellen.“

Diese Haltung bestätigt auch Abteilungsleiter Franz Buchenrieder: „Unsere hochmotivierten Coaches tun alles, um unserem Nachwuchs das Training möglich zu machen. Wir schrecken vor Herausforderungen nicht zurück, denn wir lieben unseren Sport. Hinzu kommt, dass wir rechtzeitig die personellen und organisatorischen Ressourcen im sportlichen Bereich massiv ausgebaut und dadurch unsere Leistungs- und Handlungsfähigkeit verbessert haben. Das kommt uns jetzt, in dieser Zeit der Veränderungen und Verunsicherung, zugute. Unser Konzept funktioniert!“

Jetzt hoffen die Basketballer auf weitere Öffnungsschritte für ihre Jugendlichen aus den U16- und U18-Gruppen sowie für die Erwachsenen. „Es wird wirklich Zeit, die Beschränkungen gerade für Outdoor-Sportausübung sukzessive aufzuheben“, ist man sich in Fachkreisen des Bayerischen Basketballverbands jedenfalls einig.

 

Medien:

Traunsteiner Tagblatt

Zurück auf dem Court: Die jüngsten Spieler der Chiemgau Baskets dürfen in Kleingruppen wieder gemeinsam trainieren. Foto: Kenan Biberovic

Herzensangelegenheit Jugendarbeit

Chiemgau Baskets: Herzensangelegenheit Jugendarbeit

Schulkooperationen, Feriencamps und weitere Aktionen sollen Jugendliche wieder in Bewegung bringen • Erstmals Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr ausgeschrieben

Die Förderung der Jugend ist das Herzstück des Konzepts „New Spirit“, das die Chiemgau Baskets 2019 vorgestellt haben und seitdem konsequent umsetzen. Die Basketballer des TV Traunstein wissen: Konzeptorientierte Jugendarbeit ist essenziell, um die Abteilung zukunftsorientiert aufzustellen und den Nachwuchs für den Sport zu begeistern. Pfeiler dieser Planungen sind neben kompetentem Training und dem Spielbetrieb auch Schulkooperationen und Feriencamps. 

„Wir hoffen sehr, dass wir im Sommer wieder Camps anbieten können, und haben diese bereits in Planung“, berichtet der Sportdirektor und Abteilungsleiter der Basketballabteilung des TV Traunstein, Franz Buchenrieder. „Gerade nach dieser langen Phase des Stillstands wollen wir den Jugendlichen den Spaß an der Bewegung vermitteln.“ Im Basketball drehe sich alles um Geschicklichkeit, Rhythmus und Beweglichkeit, um Laufen, Springen und Werfen. Damit komme der Sport der Spielfreude junger Menschen sehr entgegen. Ein weiterer Vorteil: Bei qualifiziertem Training wie bei den Chiemgau Baskets machen die Jugendlichen schnell Fortschritte, was das Selbstwertgefühl stärkt. „Studien haben sogar ergeben, dass regelmäßiges Training die geistige und körperliche Entwicklung verbessert und die Leistungen in der Schule fördert“, betont der Abteilungsleiter. Besonders stolz ist er darauf, dass die Chiemgau Baskets ihren sieben Jugendteams auch in den vergangenen Monaten, als kein Hallentraining möglich war, durchgehend ein virtuelles Trainingsprogramm anbieten konnten. Dieses Online-Coaching, das den Sport oft auf spielerische Weise vermittelt, werde von den Jugendlichen begeistert angenommen, auch weil es eine willkommene Abwechslung in den Lockdown-Alltag bringe und zumindest online den sozialen Kontakt fördere.

Breitensportorientierte Jugendarbeit sei den Chiemgau Baskets eine Herzensangelegenheit, so Buchenrieder. Im Herbst will er diese durch Kooperationen mit Schulen noch verstärken. Neben den bereits bestehenden Partnerschaften mit der Ludwig-Thoma-Grundschule, dem Chiemgau-Gymnasium, dem Annette-Kolb-Gymnasium und der Schule Schloss Stein wollen die Basketballer durch eine Schul-Tour und eine Ballspaß-Gruppe für „Minis“ Begeisterung für ihren schnellen Mannschaftssport wecken. So hoffen die TVTler auch Verstärkung für ihre Jugendmannschaften zu gewinnen.

„Wichtig ist uns dabei auch die Wertevermittlung“, unterstreicht Franz Buchenrieder. Positives Klima, Teamgeist, Disziplin, Leistungsbereitschaft und Fairplay seien schließlich auch außerhalb des Basketballfelds gefragte Merkmale der modernen Gesellschaft. Dazu zählt er auch Verhaltensweisen wie freundliche Umgangsformen und wertschätzende Kommunikation. 

Um der Jugendarbeit eine noch breitere Basis zu geben, schreibt der TV Traunstein für seine Abteilung Basketball erstmals eine Mitarbeiterstelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) aus. Ab 1. September oder früher soll die FSJlerin oder der FSJler bei der Umsetzung der Veranstaltungen der Chiemgau Baskets mitwirken sowie die Jugendtrainer im Basketball- und Bewegungstraining mit Kindern und Jugendlichen sowie bei den Förderprojekten „SAG im Sport nach Eins“, „Schul-Tour“ und „Ballspaß-Gruppe für Minis“ unterstützen. Zusätzlich sind die Chiemgau Baskets immer offen für ehrenamtliche Helfer und Betreuer sowie Jugendtrainer zur Unterstützung der Jugendförderung. Weitere Informationen dazu erhalten Interessierte von Franz Buchenrieder (E-Mail: abteilungsleiter@chiemgau-baskets.de).

 

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Traunsteiner Tagblatt

Jugendtrainer Florian Pavic, der selbst der Jugend des TV Traunstein entstammt, bei einem Feriencamp mit Kindern im Sommer 2019.

Chiemgau Baskets verlängern mit Headcoach Luis Prantl

Chiemgau Baskets verlängern mit Headcoach Luis Prantl

Der neue Vertrag läuft über zwei Jahre • Prantl bleibt auch Jugendkoordinator • Initiativen im Nachwuchsbereich geplant

Die Chiemgau Baskets haben den Vertrag mit ihrem Headcoach Luis Prantl um zwei Jahre verlängert. Prantl bleibt damit bis 2023 Trainer des Bayernliga-Teams und besetzt auch weiterhin die Stelle des Jugendkoordinators. „Wir haben mit Luis gleich einen Zweijahresvertrag abgeschlossen, um unsere Entschlossenheit zu untermauern, das Projekt der Chiemgau Baskets langfristig weiterzuentwickeln“, erklärte Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder. „Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung gelingt es uns, beim TV Traunstein in sehr unsicheren Zeiten ein optimistisches Signal für Kontinuität zu setzen.“

Auch wenn es den Basketballern coronabedingt diese Saison bisher nicht vergönnt war, einen kontinuierlichen Spielbetrieb zu verwirklichen, sei das Vertrauen in Luis Prantl durch die bisherige Zusammenarbeit weiter gewachsen. „Wir teilen nicht nur die sportliche Zielsetzung, sondern auch die gemeinsame Haltung: Wir wollen unsere Werte, wie Teamgeist, positives Klima und Nachhaltigkeit, in unsere Organisation implementieren und festigen“, so Buchenrieder. Luis Prantl wird daher in einer Doppelfunktion auch die Stelle des Jugendkoordinators bekleiden. Damit verlinken die Baskets ihre ambitionierten Ziele im Herrenbereich mit ihrem ausgeprägten Jugendförderprogramm.

„Ich freue mich auf die nächsten zwei Jahre“, sagte Luis Prantl, der vergangenen Sommer zu den Chiemgau Baskets stieß und zuvor schon bei den Bundesligateams des TSV Wasserburg und von medi Bayreuth Trainerrollen innehatte. Unter anderem fungierte er als Assistenzcoach der Wasserburger Damen, Videocoach der Bayreuther Herren und Co-Trainer des dortigen Bundesliga-Nachwuchsteams. Der 20-Jährige hatte ein Stipendium der BBL erhalten und war Mitglied im Programm der sieben besten Nachwuchstrainer Deutschlands. „Ich habe hier in Traunstein schon nach kurzer Zeit gesehen, dass die Organisation wahnsinnig viel Potenzial hat. Die Arbeit mit den Jungs macht großen Spaß und wir haben uns trotz Corona schon stark weiterentwickelt“, begründet er seine Motivation zur Vertragsverlängerung.  Prantl möchte mit seinem Team in der Bayernliga ganz oben mitmischen: „Ich freue mich über das Vertrauen, das mir der TV Traunstein entgegenbringt, und will hier langfristig etwas bewegen!“

Neben der Zielsetzung, in den nächsten Jahren eine Meisterschaft in der Bayernliga zu erreichen, planen Buchenrieder und Prantl auch Initiativen im Nachwuchsbereich. Der Verein will sich noch stärker als bisher schon in der Breite für die Förderung von Kindern und Jugendlichen engagieren. „Über eine Ausweitung der Kooperation mit Schulen, Vorschulen und Vereinen wollen wir Kindern in Traunstein und Umgebung ein attraktives Sportangebot machen“, erläutert der Abteilungsleiter. „Dazu strecken wir die Fühler aus, um weitere interessierte Betreuer und Trainer zu rekrutieren, die unser Projekt proaktiv mitgestalten möchten.“ Bei den Chiemgau Baskets stehen also alle in den Startlöchern – Spieler, Trainerstab und die Verantwortlichen wünschen sich nun baldmöglichst die Rückkehr in die Sporthalle, um endlich wieder aktiv ihrer Basketball-Leidenschaft nachgehen zu können.

 

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Abteilungsleiter Franz Buchenrieder (links) und Headcoach Luis Prantl freuen sich über die Vertragsverlängerung.

Neuer Schwung bei den Damen

Chiemgau Baskets mit neuem Schwung bei den Damen

Annika Mährle wird Beauftragte für den weiblichen Bereich • Zoltán Lippay trainiert weiter die weibliche Jugend

Neuanfang bei den Damen der Chiemgau Baskets: Annika Mährle verstärkt ab sofort als Beauftragte für den weiblichen Bereich das Kompetenzteam Sport. Als Ansprechpartnerin für alle Basketballerinnen des TV Traunstein soll sie Mädchen und junge Frauen für den Sport begeistern, die Jugendteams stärken und mittelfristig eine neue Damenmannschaft aufbauen. Zoltán Lippay wird sie dabei als Trainer der weiblichen Jugend unterstützen.

Die Kooperation des Damen-Bezirksligateams der Chiemgau Baskets mit dem SV Saaldorf wurde zum 30. Juni 2021 aufgelöst. Die Hoffnung, dass sich die Spielerinnendecke des TV Traunstein durch die Zusammenarbeit vergrößert, hat sich in den letzten drei Jahren nicht erfüllt. Nächste Saison wird der TV Traunstein daher wohl kein Damen-Team stellen. Das soll sich aber bald wieder ändern – und dafür soll auch Annika Mährle sorgen. „Wir sind sehr froh, dass wir so schnell jemanden für diesen Posten gefunden haben und vor allem, dass wir Annika gefunden haben“, freute sich Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder. „Mit ihrer großen Erfahrung als Spielerin und Coach sowie ihrer ansteckenden Begeisterung für Basketball wird sie sicher junge Spielerinnen für die Chiemgau Baskets gewinnen können.“

Basketball ist großartig! 

Annika Mährle begann ihre Basketballkarriere in Oerlinghausen in Nordrhein-Westfalen. Beim TSVE Bielefeld spielte sie in der Regionalliga und trainierte Jugendteams. Zudem sammelte sie mit den Four Fine Ladies Erfolge im Streetball und verbrachte ein Jahr bei den Lady Warriors der Southern Aroostook Community High School in Maine. Von 2015 bis 2017 war sie Teil des Damenteams des TV Traunstein.

Nach einer Babypause freut Annika Mährle sich nun, wieder in ihrem Lieblingssport aktiv zu werden: „Basketball ist großartig! Die Freude am Spiel ist der Nährboden für Erfolg“, sagte sie. „Diese Freude und meine Erfahrungen, die ich aus Mixed- und Damenteams mitbringe, möchte ich in diesem Verein teilen und nach außen tragen, damit Jungs und Mädels den Weg in die Halle finden.“

An dem seit 2019 umgesetzten Konzept „New Spirit“ der Chiemgau Baskets gefällt ihr, dass dieser neue Spirit nicht nur ein Name sei, sondern auch in den Hallen gelebt werde. „Und in diesen Zeiten funktioniert dieser Geist sogar über Videokonferenzen zu Hause bei den Spielerinnen und Spielern. Das zeigt mir, dass es dem Verein wichtig ist, nicht zu kapitulieren, sondern alles möglich zu machen, damit Basketball präsent bleibt.“ 

Beeindruckt hat sie auch, dass durch das „New Spirit“-Konzept Trainingseinheiten und -intensität gesteigert wurden, um das Potenzial der Spielerinnen und Spieler herauszukitzeln. Das erinnert sie an ihre eigene aktive Zeit: „Ich hatte eine bunte Basketballkarriere, bei der die Freude immer im Vordergrund stand“, blickt sie zurück. „Der Ehrgeiz kam von allein – den haben gute Trainer und Trainerinnen angeknipst.“ In ihrer neuen Funktion ist ihr vor allem auch die zwischenmenschliche Ebene wichtig: „Die jungen Spielerinnen sollen sich wohl fühlen, ihr Herz auf der Zunge tragen dürfen und ‚ganz nebenbei‘ Gas geben und sich entwickeln.“

Zoltán Lippay bleibt weiterhin Trainer der weiblichen Jugend. Annika Mährle wird ihr Knowhow bei Veranstaltungen, Camps und Kooperationen mit Schulen im Chiemgau einbringen. So soll sich im Mädchen- und Damenbereich ein ebenso florierendes Vereinsleben entwickeln, wie es bei den männlichen Basketballern bereits besteht. 

 

Medien:

Traunsteiner Tagblatt

Heimatsport

Annika Mährle kümmert sich ab sofort als Beauftragte für den weiblichen Bereich um den Neuaufbau der Damenabteilung der Chiemgau Baskets. (Foto: Georg Schraml)

Hoffen auf den Frühling

Hoffen auf den Frühling

Falls es die Entwicklung der Pandemie-Bestimmungen zulässt, werden die Bayernligen fortgeführt. Das hat der Bayerische Basketballverband (BBV) jetzt beschlossen. Auch im Breitensport will der BBV ein flächendeckendes Spielangebot präsentieren. »Wenn im Frühjahr im Freien gespielt werden darf oder ab Juni, Juli in den Hallen, braucht kein Basketballer zu warten, bis im Oktober der übliche Spielbetrieb wieder beginnt«, teilt der Verband weiter mit.

Diese Nachricht freut auch die Chiemgau Baskets. Die Basketballer des TV Traunstein haben sich den ganzen Winter über trotz gesperrter Halle fit gehalten – über regelmäßige Videokonferenzen, Social-Media-Challenges und individuelle Trainingspläne. Sowohl die Herren- als auch die Jugendteams können durchstarten, sobald die Hallen öffnen. »Beim gemeinsamen Videotraining legen wir den Fokus auf die Athletik«, erklärt Herren-I-Cheftrainer Luis Prantl. »Ballbehandlung und Ausdauer trainiert jeder für sich.« Der 20-Jährige rechnet mit vier Wochen Vorlauf, bevor sein Team nach einem Trainingsbeginn wieder auf Wettkampfniveau ist. »Wenn eine sinnvolle Lösung gefunden wird, spielen wir die Saison gerne zu Ende«, betont Prantl. »Sobald es möglich ist, sind wir wieder am Start! Das gemeinsame Training und die Spiele gehen uns allen sehr ab.« Umso mehr freut er sich darauf, wenn er nach der mehrmonatigen Zwangspause seine Spieler wiedersehen darf.

Ähnlich ist die Lage bei den Jugendteams. »Die U 14 und die U 16 trainieren seit November mehrmals wöchentlich per Zoom«, berichtet der Trainer dieser beiden Teams, Kenan Biberovic, stellvertretend für die sieben Jugendmannschaften des TV Traunstein. Zusätzlich erhielten die Jugendlichen Trainingspläne mit Übungen für Bauch, Arme und Beine, Ballhandling und Laufen. »Außerdem habe ich Videos auf YouTube hochgeladen, damit die Spieler auch im Freien über das Handy auf die Übungen zurückgreifen können. Schließlich können sie in der Wohnung oder im Haus schlecht dribbeln«, schmunzelt Biberovic.

Zusätzliche Anreize schuf der Herren-I-Stammspieler durch Challenges: Die Spieler konnten durch Läufe und regelmäßige Trainingsbeteiligung punkten und einen Preis aus dem Merchandise-Shop der Chiemgau Baskets gewinnen. »Ich versuche sogar, die Eltern zu motivieren – wenn sie mit ihren Kindern laufen, erhalten diese die Hälfte der von den Eltern gelaufenen Kilometer dazugerechnet.« Weitere Challenges posteten die Jugendtrainer auf den Social-Media-Kanälen der Baskets, beispielsweise zu Ballbehandlung, Pässen oder Trickwürfen. Wie Prantl hofft auch Biberovic, dass er bald wieder gemeinsam mit seinen Teams üben kann: »Ich freue mich einfach da-rauf, die Kids wiederzusehen und bin gespannt auf ihre Entwicklung – einige haben wirklich nonstop mit mir über Zoom trainiert!«

Der BBV verspricht: »Egal ob in der Halle oder auf dem Freiplatz, 3 gegen 3 oder 5 gegen 5 – wenn Sport wieder möglich ist, gibt es Spiele und Wettkampf.« Auf solche Spielformen sind auch die Chiemgau Baskets vorbereitet. Sie haben schon Camps und Turniere für den Sommer in Planung – sobald es die Lage zulässt, werden diese umgesetzt.

 

Medien:

Traunsteiner Tagblatt

Topscorer Stefan Gruber beim Dunking während des bisher einzigen Saisonspiels der Chiemgau Baskets, dem 109:39-Kantersieg über die Wacker Knights Burghausen.
Jugendtrainer und Herren-I-Stammspieler Kenan Biberovic hält seine U16- und U14-Spieler mit Videokonferenzen und Challenges fit.