Chiemgau Baskets punkten beim Schlusslicht

Chiemgau Baskets punkten beim Schlusslicht

TVTler schlagen die Baskets aus Milbertshofen 91:80

Pflichtsieg für die Chiemgau Baskets: Die Korbjäger des TV Traunstein (TVT) behielten beim Tabellenletzten MIL Baskets am Samstagabend mit 91:80 die Oberhand und behaupten damit Platz drei in der Tabelle der 2. Regionalliga Süd. Nun steht in zwei Wochen das Derby gegen den Tabellennachbarn aus Rosenheim an.

Headcoach Aaron Mitchell musste in Milbertshofen auf seinen etatmäßigen Center Stefan Gruber verzichten, der aus beruflichen Gründen passen musste. Noel Friedl fehlte erkrankt. Doch der Aufsteiger nahm von Beginn an das Heft in die Hand. Adrian Mitchell netzte kurz nach Spielbeginn den ersten seiner insgesamt vier Dreier ein und legte kurz danach den nächsten zum 6:2 hinterher. Durch ihren Topscorer Thomas Pethran kamen die Gastgeber noch einmal auf einen Punkt zum 9:10 heran, aber ab der fünften Minute setzten sich die Traunsteiner nach einem Dreier des stark aufspielenden David Heuwinkel ab, ließen hinten kaum noch etwas zu und gewannen das Viertel schließlich mit 20:12.

Im zweiten Spielabschnitt stellten Adrian Mitchell und Vince Garrett, der sich nach seiner Verletzungspause und einem zurückhaltenden Auftritt im vorigen Heimspiel gegen MTSV Schwabing II wieder in alter Form präsentierte, schnell auf 27:12. Nach 15 Minuten lagen die Gäste dank eines Treffers von Lukas Blank mit 17 Punkten vorne. Auch in der verbleibenden Zeit des Viertels hielten sie die Münchner Vorstädter auf Abstand und gingen mit einem 48:33-Vorsprung in die Halbzeit.

Nach dem Pausentee legte der 17-jährige David Heuwinkel eine Serie von drei Körben hin und bewahrte damit den Vorsprung für sein Team bis zum 54:39. Eine Auszeit durch Milbertshofen-Coach Ivan Zupcic fruchtete wenig, denn danach erhöhten Adrian Mitchell mit einem Dreier, zweimal Vince Garrett und wiederum Heuwinkel schnell auf 63:39. Doch die letzten fünf Minuten des Viertels gehörten den Hausherren. Die Chiemgauer taten sich unter dem Korb nun schwerer und ließen Milbertshofen auf 67:53 herankommen.

Der letzte Spielabschnitt begann zwar mit einem Korb von Adrian Mitchell, aber danach näherte sich die Heimmannschaft nach einem Freiwurftreffer von Lennart Müller-Scholden bis auf zwölf Punkte und in der 33. Minute durch Thomas Pethran sogar auf 61:71. Doch der Tabellendritte wollte sich keine Blöße geben und hielt nun wieder dagegen. Heuwinkel netzte zwei Freiwürfe ein, Pethran ließ sich zu einem Technischen Foul hinreißen. Mitchell verwandelte den fälligen Freiwurf und netzte im nächsten Angriff wieder ein, bevor Garrett und Heuwinkel auf 80:61 erhöhten. In den letzten fünf Minuten kamen die Milbertshofener zwar noch einmal heran, aber der Sieg ging letztlich verdient mit 91:80 an Traunstein.

„Wir haben besser gespielt als am letzten Wochenende, aber die Chemie zwischen den Spielern stimmt immer noch nicht ganz“, fand Aaron Mitchell. „Ich bin mit dem Sieg zufrieden, aber wir müssen in den kommenden Wochen noch größere Schritte nach vorne machen.“ Neben seinem Team haben auch Tabellenführer DJK SB München, Verfolger SB DJK Rosenheim und der Viertplatzierte München Basket am Wochenende gewonnen, sodass die Reihenfolge unter dem Regio-2-Spitzenquartett unverändert blieb. Für die TVTler steht nun ein spielfreies Wochenende an, bevor Rosenheim am 24. Februar zum Duell um Platz zwei in die AKG-Sportarena kommt.

Es spielten:

MIL Baskets: Thomas Pethran (28 Punkte/1 Dreier), Lukas Grebener (18/4), Lars Levinger (17), Philippe Daniel Mukendi (5/1), Lennart Müller-Scholden (4/1), Dennis Gerber (3/1), Philipp Martin Gneus (2), Daniel Pelger (2), Oliver Pethran (1), Sergiu Ioan Bjola, Benjamin Verweyhen.

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (30/4), Adrian Mitchell (28/4), David Heuwinkel (23/1), Raphael Miksch (4), Lukas Blank (2), Adam Jakob (2), Victor Langner (2), Markos Bamis, Heye Gädt, Niko Kolovos.

Ihm gelangen gegen Milbertshofen wichtige Punkte: Lukas Blank, hier beim letzten Heimspiel gegen Schwabing. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets beim Tabellenletzten gefordert

Chiemgau Baskets beim Tabellenletzten gefordert

Im Hinspiel schlugen die TVTler die Baskets aus Milbertshofen deutlich mit 108:69

Die Chiemgau Baskets müssen am Samstagabend beim Tabellenletzten ran – und das Hinspiel darf als gutes Omen gewertet werden: Nach dem 108:69-Sieg gegen die MIL Baskets aus Milbertshofen eroberten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) am fünften Spieltag der 2. Regionalliga Süd Anfang November nämlich erstmals Platz drei der Tabelle. Seitdem hat sich der Aufsteiger oben etabliert und will in der Münchner Vorstadt nun nachlegen.

Nicht zuletzt dank der Rückkehr von Vince Garrett und der Verstärkung durch den neuen Pointguard Adam Jakob sieht der Traunsteiner Headcoach Aaron Mitchell sein oft verletzungsgeplagtes Team in einer Situation, die es seit Beginn der Saison nicht erlebt habe. Lediglich Noel Friedl fehlte diese Woche erkrankt im Training und muss in Milbertshofen wohl passen. „Unser Hauptaugenmerk bei der Vorbereitung lag auf der Chemie, sowohl defensiv als auch offensiv“, so der frühere Euroleague-Spieler, der anmahnte: „Ich erwarte von meinem Team eine bessere Leistung und mehr Energie als letztes Wochenende.“

Vergangenen Samstag hatten die Baskets in einem hochklassigen Spiel lange Mühe gegen den MTSV Schwabing II und gewannen erst dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte mit 101:89. Gegen Milbertshofen wollen sie von Beginn an das Heft in die Hand nehmen und ihr Spiel breiter aufziehen als bei der ersten Partie im November, als Vince Garrett mit 37 und Adrian Mitchell mit 23 Punkten dominierten. Der Amerikaner mit einem Schnitt von 26 und der Österreicher mit 23,8 Punkten pro Spiel führen auch klar die Bestenliste der Liga an. Aber in Stefan Gruber, Raphael Miksch, David Heuwinkel und Adam Jakob verfügen die Baskets über weitere Spieler, die zweistellig punkten können.

Auf die leichte Schulter nehmen dürfen die Traunsteiner die MIL Baskets auf keinen Fall. Schließlich stemmen diese sich mit allen Mitteln gegen den drohenden Abstieg. Im Laufe der Saison besiegten sie den BC Hellenen München und gleich zweimal den MTSV Schwabing II, zuletzt Anfang Januar mit 84:57. Danach rutschten sie nach Niederlagen gegen Weilheim und Rosenheim auf den letzten Tabellenplatz ab. Milbertshofen-Coach Ivan Zupcic kann vor allem auf den früheren Oberhachinger ProB-Spieler Thomas Pethran setzen, der im Schnitt 15 Punkte pro Begegnung erzielt, gegen Rosenheim 23 Zähler sammelte und im Hinspiel fehlte. Topscorer der Münchner war damals Sergiu Ioan Bjola mit elf Punkten.

Ein Sieg im Münchner Norden ist fast Pflicht für die TVTler, wenn sie Platz drei verteidigen wollen. Aufgrund des überraschenden 79:74-Siegs des TSV Weilheim über Tabellenführer DJK SB München am letzten Wochenende ist die Regio-2-Spitzengruppe näher zusammengerückt. Der DJK verzeichnet nach 13 Spieltagen ebenso drei Niederlagen wie der SB DJK Rosenheim, der am Samstag die Weilheimer zum Gegner hat und am 24. Februar zum Derby in die Traunsteiner AKG-Sportarena kommt. Die Chiemgau Baskets rangieren aufgrund des besseren Korbverhältnisses auf Rang drei vor München Basket, die ebenso wie die Großen Kreisstädter vier Niederlagen erlitten haben.

Baskets-Center Stefan Gruber feierte im Hinspiel gegen MIL sein Comeback nach Verletzung und ist seitdem die gewohnt zuverlässige Stütze unter dem Korb. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Neuer Pointguard für die Chiemgau Baskets

Neuer Pointguard für die Chiemgau Baskets

Adam Jakob wird auch Coach der U14

Die Chiemgau Baskets haben kurzfristig einen neuen Pointguard verpflichtet: Faiz Adam Jakob läuft ab sofort in den Farben des TV Traunstein (TVT) auf und feierte sein Debüt bereits beim 101:89-Heimsieg letzten Samstag gegen den MTSV Schwabing II. Erst kurz davor war die Spielberechtigung für den 23-Jährigen eingetroffen, der seit Beginn der Woche mit der Mannschaft trainiert hatte und künftig auch als Nachwuchscoach tätig wird. Er trug mit vier Punkten und mehreren Assists zu dem Sieg bei und zeigte mit seiner giftigen Defense sofort, wie wertvoll er für die Mannschaft werden kann. Der Vertrag mit dem Aufbauspieler aus Wien gilt auch für die Saison 2024/25.

Faiz Adam Jakob, der sich Adam rufen lässt und im Team „AJ“ genannt wird, wurde als Jugendlicher von der U16 bis zur U19 in der Akademie der Vienna D. C. Timberwolves ausgebildet und gewann mit diesen viermal den Staatsmeistertitel. In seinem letzten U19-Jahr fungierte er als Kapitän des Teams, avancierte zu dessen Topscorer und gehörte zu den drei besten Punktewerfern Österreichs. Danach lief der 1,87-Meter-Mann auch in der ersten Liga für die Timberwolves auf. 2022/23 streifte er dann das Trikot des Wiener Zweitligisten Basket Flames über, bevor er zum Ligakonkurrenten Kufstein Towers wechselte, wo man sich aber nach wenigen Monaten im Dezember wieder trennte.

Über mehrere Ecken und Jakobs Personal Trainer Kevin Payton kam der Kontakt zu Baskets-Headcoach Aaron Mitchell zustande. Da die Traunsteiner bereits seit August nach der schweren Knieverletzung von Predrag Veljkovic auf der Suche nach einem zweiten Aufbauspieler neben Raphael Miksch waren, wurde schnell Einigung erzielt. „Es passte sofort sehr gut zwischen Coach A und mir“, berichtet Jakob. „Ich freue mich darauf, von so einem erfahrenen Coach zu lernen, der selbst auf einem sehr hohen Niveau Pointguard gespielt hat.“ Im Team sei er gleich gut aufgenommen worden. „Es besteht aus ehrgeizigen Jungs, die etwas erreichen und gewinnen wollen. Mit so einem Team kann man gut arbeiten“, zeigt sich Jakob von seinen neuen Mannschaftskollegen sehr angetan.

„Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit Adam einen jungen und talentierten Pointguard und Jugendtrainer zu verpflichten“, sagte Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder. „Als Ausbildungsstandort möchten wir junge Talente fördern und ihnen Gelegenheiten bieten, sich zu entwickeln. Wir sind überzeugt, dass Adam charakterlich und sportlich bestens zu uns passt.“

Adam Jakob wird die U14 coachen sowie Individualtraining mit Talenten der Chiemgau Baskets Academy und der Basketballschule Chiemgau durchführen. „Ich will den Jugendlichen etwas von dem zurückgeben, was ich selbst gelernt habe“, sagt er dazu. „Das Leben ist ein Nehmen und Geben. Deswegen möchte ich ihnen helfen, ihren Traum zu leben. Sie können sicher etwas von mir lernen und ich von ihnen.“ Die nächste Aufgabe für Jakob und sein Team ist die Auswärtspartie am Samstagabend beim Tabellenletzten MIL Baskets in Milbertshofen. Danach folgt am 24. Februar das Derby gegen den SB DJK Rosenheim.

Adam Jakob, hier im Duell mit dem Schwabinger Silver Bieling, feierte ein gelungenes Debüt für die Baskets. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets erkämpfen sich den achten Sieg

Chiemgau Baskets erkämpfen sich den achten Sieg

TVT-Basketballer besiegen Schwabing mit 101:89

Trotz Problemen in der ersten Hälfte haben die Chiemgau Baskets den MTSV Schwabing II bezwungen und Platz drei in der 2. Regionalliga Süd verteidigt: Die Korbjäger des TV Traunstein (TVT) siegten am Samstag vor gut 200 Zuschauern in der AKG-Sportarena mit 101:89.

Headcoach Aaron Mitchell konnte auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, in dem zudem mit Adam Jakob ein kurzfristig verpflichteter Neuzugang stand. Der 22-jährige Wiener Pointguard mit Erst- und Zweitligaerfahrung in Österreich bei den Kufstein Towers sowie den Basket Flames und Timberwolves aus Wien war unter der Woche ins Training eingestiegen und wird zukünftig auch die U14 als Coach verantworten.

Dem Gastgeber gehörten in Gestalt eines Dreiers von Adrian Mitchell die ersten Punkte des Spiels, aber der Tabellenachte aus Schwabing, der kürzlich überraschend den SB DJK Rosenheim geschlagen hatte, machte schnell deutlich, dass er auch aus dem Chiemgau mit einem Sieg heimkehren wollte. Durch zwei Dreier von Norwin Gumbinger und Philipp Roos ging das Team von Coach Igor Jurakic, der mit einigen Verstärkungen aus dem Regio-1-Kader angereist war, nach vier Minuten mit 8:7 in Führung und gewann das erste Viertel mit 27:25.

Die Traunsteiner versuchten zwar, ihr druckvolles Spiel aufzuziehen, blieben aber zunächst zu unkonzentriert und fehleranfällig. Auch die Reboundhoheit gehörte den Schwabingern. Unnötige Ballverluste hatten nach 15 Minuten einen 33:47-Rückstand zur Folge. Doch dann bliesen die Baskets zur Aufholjagd und arbeiteten sich Stück für Stück wieder heran. Fast hätte es sogar zum Ausgleich gereicht, aber letztlich lautete der Pausenstand 51:49 für den Gast.

Nach einem Auftritt der Hip-Hop-Tanzformation NMLSS Crew in der Pause kamen die Traunsteiner hochkonzentriert aus der Kabine und legten ein fulminantes drittes Viertel hin. David Heuwinkel glich in der 22. Minute zum 53:53 aus. Drei Minuten später setzte der TVT sich dann endgültig ab. Stefan Gruber eroberte jetzt immer mehr Rebounds, blockte hinten stark und ermöglichte Vince Garrett einen Fastbreak zum 64:61. Ein Fehlpass der Schwabinger brachte den TVT gleich wieder in Ballbesitz, Garrett erhöhte auf 66:61. Heuwinkel versenkte einen sehenswerten Dunking zum 72:64, und Adam Jakob, der bei seinem Einstand immer wieder mit gelungenen Pässen auffiel, traf kurz vor dem Pausenpfiff zum 80:70.

Der letzte Spielabschnitt begann kampfbetont und mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Doch die Vorteile blieben beim Gastgeber, der sich nun Punkt um Punkt einen immer größeren Vorsprung erarbeitete. Vince Garrett machte mit einem Freiwurf die Hundert voll, Jonathan Zeisberger stellte mit einem Dreier den Endstand von 101:89 her.

„Es war ein wichtiger Sieg, weil wir zum ersten Mal mit der kompletten Mannschaft gespielt haben“, freute sich Aaron Mitchell. „Mit unserer Defensivleistung war ich allerdings nicht zufrieden. In diesem Bereich müssen wir uns verbessern. Ein besonderer Dank geht an unsere Fans, die uns großartig unterstützt haben.“

Mit diesem Sieg bleiben die Traunsteiner Dritte vor den punktgleichen München Basket, die Schwabinger fallen auf Rang neun zurück. Auf Platz eins liegt weiterhin die DJK SB München, die allerdings am Samstag überraschend beim TSV Weilheim 74:79 unterlag und nun wie der Zweitplatzierte SB DJK Rosenheim drei Niederlagen verzeichnet. Die Rosenheimer sind auch der nächste Heimgegner der Chiemgau Baskets: Die „Spartans“ kommen am 24. Februar zum heiß erwarteten Derby in die Große Kreisstadt. Davor müssen die TVTler nächsten Samstag bei den MIL Baskets in Milbertshofen antreten.

Es spielten:
Chiemgau Baskets: Adrian Mitchell (21 Punkte/3 Dreier), Stefan Gruber (17/1), Vince Garrett (16 Punkte), Raphael Miksch (12/2), David Heuwinkel (16/1), Lukas Blank (9/1), Noel Friedl (4), Adam Jakob (4), Victor Langner (2), Markos Bamis, Heye Gädt, Niko Kolovos.

MTSV Schwabing II: Jonathan Zeisberger (20/3), Jeremy Julian Kolev (18/3), Silver Bieling (14/4), Norwin Gumbinger (13/3), Philipp Roos (12/1), Caspar Okoro (6), Ben Hebling (3/1), Achraf Touré (3), Olisaemeka Williams Itumo, Leon Martinez, Moritz Renner.

Baskets-Pointguard Raphael Miksch, selbst ehemaliger MTSV-Spieler, trug zwölf Punkte zum Sieg über Schwabing bei. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets peilen nächsten Heimsieg an

Chiemgau Baskets peilen nächsten Heimsieg an

TVT-Basketballer empfangen am Samstagabend den MTSV Schwabing II • Hinspiel endete 91:82 für Traunstein

Auf dem Papier wirken die Chiemgau Baskets wie der Favorit, doch die Basketballer des TV Traunstein (TVT) sind gewarnt: Ihr Gegner in der AKG-Sportarena am Samstagabend (18:30 Uhr) hat zwar erst drei Siege in der 2. Regionalliga Süd gesammelt, ist aber immer für eine Überraschung gut. Der MTSV Schwabing II ist nämlich stark in die Rückrunde gestartet und hat im Januar den FC Bayern München III sowie den Tabellenzweiten SB DJK Rosenheim geschlagen.

Das Hinspiel im Oktober gewannen die Baskets mit 91:82. Sie liegen inzwischen mit sieben Siegen wieder auf Platz drei, nachdem München Basket letzte Woche dem FC Bayern München III mit 69:76 unterlag und in der Tabelle hinter die Traunsteiner abrutschte. Die Schwabinger, zu Jahresbeginn noch Schlusslicht, haben sich durch ihre beiden letzten Erfolge auf Rang acht vorgeschoben. Der MTSV schöpft aus dem tiefen Talentreservoir der Internationalen Basketball Akademie München (IBAM) und tritt daher, ähnlich wie der FC Bayern München III beim letzten Heimspiel der TVTler, vornehmlich mit jungen Spielern aus der Jugend- und Nachwuchsbundesliga an.

Im Hinspiel waren auf Seiten der Schwabinger der 17-jährige Shooting Guard Jonathan Zeisberger mit 19 Punkten, der ProA-erfahrene Nicholas Paul Freer (15), der 19-jährige Jamie Jäger (13) und der 2,06 m große, 16-jährige Power Forward Olisaemeka Williams Itumo (11) die führenden Scorer. Im letzten Spiel des MTSV gegen Rosenheim trumpfte allerdings der 18-jährige Small Forward Daniel Riedrich groß auf und erzielte 31 Punkte, darunter fünf Dreier – ein Beweis, dass die Münchner Vorstädter schwer auszurechnen sind.

Bei den zu Hause seit Anfang Oktober ungeschlagenen Traunsteinern waren es im Hinspiel Vince Garrett mit 40 und Adrian Mitchell mit 25 Punkten, die ihr Team zum Sieg trugen; Stefan Gruber, Noel Friedl, Heye Gädt und Markos Bamis fehlten damals verletzt. Vince Garrett, der die letzten beiden Spiele des TVT verpasste, ist Mitte dieser Woche nach seiner Knöchelverletzung wieder ins Training eingestiegen. Über seinen Einsatz wird Headcoach Aaron Mitchell erst am Spieltag entscheiden. „Das wird ein sehr schwieriges Spiel werden, denn die Schwabinger sind eine junge und hungrige Mannschaft“, weiß Mitchell. „Es ist wichtig, ihrem Siegeswillen viel Energie entgegenzusetzen. Wir wollen unseren Fans eine Top-Leistung bieten.“ Diese können sich neben einem spannenden Basketballspiel auch auf die Chiemgauer Hiphop-Tanzformation NMLSS Crew freuen, die in der Halbzeitpause auftreten wird. Einlass in der AKG-Sportarena in der Gabelsberger Str. 2 ist ab 17:30 Uhr.

Während für die Baskets als nächstes Heimspiel erst wieder das Derby gegen Rosenheim am 24. Februar ansteht, wartet auf den Nachwuchs ein Höhepunkt in den Faschingsferien: Vom 12. bis 14. Februar veranstalten die Baskets wieder ihr Junior Camp für 7- bis 17-jährige Mädchen und Jungen, das drei Tage intensives Coaching und viel Basketballspaß bereithält. Die Anmeldung unter www.chiemgau-baskets.de ist noch bis 5. Februar geöffnet.

Adrian Mitchell lochte im Hinspiel 25 Punkte ein und will auch zu Hause sein Team zum Sieg gegen die Schwabinger Reserve führen. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets kassieren vierte Niederlage

Chiemgau Baskets kassieren vierte Niederlage

TVT zieht beim MTV 1879 München mit 62:80 den Kürzeren

Die Chiemgau Baskets bleiben zum vierten Mal in dieser Saison ohne Punkte: Der Aufsteiger unterlag am Samstagabend ersatzgeschwächt dem MTV 1879 München mit 62:80. Die Korbjäger des TV Traunstein (TVT) fielen durch die Niederlage am zwölften Spieltag auf Platz vier der 2. Regionalliga Süd zurück.

Das Team von der Traun war nur zu acht nach München gereist, nachdem sich Vince Garrett verletzt sowie Noel Friedl und Heye Gädt erkrankt abgemeldet hatten. Das Hinspiel im Oktober war mit 64:58 an den TVT gegangen, aber der Tabellensechste aus München war lange in Führung gelegen und damals ohne seine Topscorer Nicolas Schwartz und Christopher Herrmann angetreten, die Headcoach Marijo Knezevic nun wieder nominieren konnte. Insbesondere Herrmann, der 27 Punkte erzielte, bekamen die Traunsteiner nun im Rückspiel nicht in den Griff.

Die ersten Punkte des Spiels erzielte mit Adrian Mitchell ein Traunsteiner, aber Kenjiro Kasseckert konterte postwendend mit einem Dreier. Diese Führung gaben die Gastgeber im Verlauf des Viertels nicht mehr ab. Nach achteinhalb Minuten hatten sie einen Vorsprung von sieben Punkten herausgearbeitet, doch David Heuwinkel sowie Adrian Mitchell mit einem Dreier brachten die Gäste noch einmal heran, sodass es beim ersten Pausenpfiff 21:19 stand.

In der zwölften Minute konnten die Traunsteiner zum 23:23 ausgleichen, aber in der Folge lief bei ihnen offensiv nichts mehr. Sechs lange Minuten blieben die Gäste ohne Korberfolg, während die Landeshauptstädter auf 41:23 davonzogen. Mitchell, der ebenso wie Raphael Miksch die gesamte Partie durchspielte, brachte die TVTler mit fünf Punkten in Folge wieder ein wenig heran. Miksch und David Heuwinkel legten nach, aber letztlich ging es mit einem enttäuschenden 31:47-Rückstand in die Halbzeit.

Das dritte Viertel konnten die Baskets wieder offener gestalten und letztlich sogar mit 18:14 gewinnen. Die stärkste Phase begann in der 23. Minute, als hintereinander Victor Langner und Raphael Miksch trafen sowie kurz danach Stefan Gruber zwei Körbe in Folge markierte. Doch letztlich kamen die Traunsteiner nicht mehr entscheidend heran, das Viertel endete mit 61:49 für den MTV. Auch im letzten Spielabschnitt gab es für die Chiemgauer nichts mehr zu holen, die Partie ging mit 80:62 an die Gastgeber.

„Das Ergebnis des Spiels war komplett meine Schuld. Als Anführer der Mannschaft ist es meine Aufgabe, sie in die beste Position zu bringen, um ihre Leistung zu bringen“, nahm Headcoach Aaron Mitchell die Niederlage auf seine Kappe und fügte hinzu: „Wir sind sehr schlecht gestartet und konnten unseren Rhythmus nicht finden. Mit so einer Leistung kann man auswärts keinen Blumentopf gewinnen. Aber wir werden für unser nächstes Heimspiel bereit sein und brauchen dann die Unterstützung unserer Fans.“

Gegner ist am 3. Februar der MTSV Schwabing II, den die Traunsteiner im Hinspiel mit 91:82 schlagen konnten, dem aber am Wochenende ein Überraschungserfolg gelang: Die Münchner Vorstädter, vor dem Spieltag noch Tabellenletzter, schlugen den Zweitplatzierten SB DJK Rosenheim mit 92:91. München Basket, am Wochenende spielfrei, rückt daher mit drei Niederlagen auf Platz zwei vor, während die punktgleichen Rosenheimer auf Rang drei und die Chiemgau Baskets mit vier Misserfolgen auf Rang vier zurückfallen.

Es spielten:

MTV 1879 München: Christopher Herrmann (27 Punkte), Thomas Auerhammer (16/3 Dreier), Nicolas Schwartz (8/1), Jan Szembek (8/2), Nick Amon Amonsen (6), Kenjiro Kasseckert (5/1), Hauke Oetken (5/1), Lorenz Kunert (3), Moritz Breitreiner (2), Raphael Baumgartl, Paul Dell, Lennart Lewe.

Chiemgau Baskets: Adrian Mitchell (25 Punkte/2 Dreier), David Heuwinkel (13), Raphael Miksch (13/2), Stefan Gruber (6), Victor Langner (3), Lukas Blank (2), Markos Bamis, Niko Kolovos.

Er musste beim MTV durchspielen, konnte die Niederlage seiner Baskets am Ende aber nicht verhindern: Pointguard Raphael Miksch. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets wollen nachlegen

Chiemgau Baskets wollen nachlegen

TVT-Basketballer möchten Hinspielsieg gegen MTV 1879 München wiederholen und Platz drei festigen

Es geht eng zu im oberen Tabellendrittel der 2. Regionalliga Süd: Nach elf Spieltagen liegen der DJK SB München und der SB DJK Rosenheim mit jeweils zwei Niederlagen an der Spitze, dann folgen die Chiemgau Baskets und München Basket mit jeweils drei Misserfolgen. Um ihren dritten Platz zu verteidigen, wollen die Basketballer des TV Traunstein (TVT) ihre Auswärtspartie am Samstagabend beim MTV 1879 München unbedingt gewinnen.

Der MTV steht mit vier Siegen und sechs Niederlagen auf Rang sechs, aber die Baskets und ihr Headcoach Aaron Mitchell sind gewarnt: Das Hinspiel in der AKG-Sportarena Mitte Oktober endete nur knapp mit 64:58 für die TVTler. Die Traunsteiner hatten Schwierigkeiten mit der konsequenten Verteidigung der von Headcoach Marijo Knezevic bestens eingestellten Münchner, lagen lange zurück und drehten das Spiel erst im letzten Viertel zu ihren Gunsten.

Im Hinspiel fehlte den Traunsteinern der inzwischen wieder fitte und zuletzt stark aufspielende Stefan Gruber. Auch die Nachwuchsspieler Heye Gädt und Markos Bamis waren damals nicht dabei und können nun antreten. Allerdings müssen die Chiemgauer wohl auf den damaligen Topscorer verzichten: Vince Garrett, der im Oktober 30 Punkte markierte, muss voraussichtlich weiterhin passen. Er hatte sich im Abschlusstraining vor dem 81:52-Heimsieg gegen den FC Bayern München III letztes Wochenende verletzt.

Auch die Münchner traten im Hinspiel nicht in Bestbesetzung an. Ihnen fehlte Topscorer Nicolas Schwartz (18,3 Punkte im Schnitt), auch Christopher Herrmann (12,9) war nicht dabei. Am besten punktete im Oktober Friedrich Rauer, der 14 Punkte erzielte und im Schnitt auf 10,4 Punkte kommt. Nach zuletzt zwei Heimsiegen im Dezember gegen die MIL Baskets und den MTSV Schwabing II misslang den Landeshauptstädtern der Start ins neue Jahr: Mit Schwartz und Herrmann, aber ohne Rauer unterlag der MTV letztes Wochenende dem SB DJK Rosenheim auswärts mit 53:83.

Dennoch mahnt Baskets-Headcoach Aaron Mitchell: „Die Partie gegen den MTV München ist ein sehr großer Test für uns. In der ersten Begegnung gegen sie hatten wir Probleme, unseren Rhythmus zu finden, und das Spiel war sehr umkämpft.“ Man sei jetzt ein anderes Team, suche aber immer noch nach Beständigkeit und der idealen Chemie. Er habe sich mit seinen Spielern vorgenommen, vierzig Minuten lang konstant zu spielen und um den zweiten Sieg im neuen Jahr zu fighten, um Platz drei in der Tabelle zu behaupten.

Nach der Partie in München sind die Traunsteiner am darauffolgenden Wochenende spielfrei, bevor am 3. Februar der aktuelle Tabellenletzte MTSV Schwabing II in der AKG-Sportarena zu Gast ist.

Adrian Mitchell ist eine der Säulen der Baskets und will mit seinem Team in München punkten. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets schlagen die Bayern souverän

Chiemgau Baskets schlagen die Bayern souverän

TVTler besiegen den FC Bayern München III mit 81:52

Trotz des kurzfristigen Ausfalls ihres Topspielers Vince Garrett haben die Chiemgau Baskets den FC Bayern München III souverän geschlagen und die 81:89-Hinspielniederlage vergessen gemacht. In der vollbesetzten AKG-Sportarena gewannen die Basketballer des TV Traunstein (TVT) am Samstagabend mit 81:52 und behaupteten damit den dritten Tabellenplatz der 2. Regionalliga Süd.

Baskets-Headcoach Aaron Mitchell musste kurzfristig auf Vince Garrett verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte. Wie lange er ausfällt, wird erst nach weiteren Untersuchungen feststehen. Aber auch Bayern-Coach Damir Seljkovic, der ein junges Team voller Nachwuchs- und Junioren-Bundesligaspielern mitbrachte, musste auf Stammspieler verzichten; ihm fehlten unter anderem die bisherigen Topscorer Matteo Boerries und Nikolas Sermpezis.

Dem Heimteam gelang ein Traumstart, Adrian Mitchell und der 17-jährige David Heuwinkel stellten auf 4:0, hinten gelangen mehrere Ballgewinne und mit den folgenden Schnellangriffen erhöhten die Chiemgauer auf 11:0. Erst nach zweieinhalb Minuten gelang den Gästen in Gestalt von Alan Topic Volovec der erste Treffer. Zum Ende des Viertels ließ bei den Traunsteinern allerdings die Konzentration nach und sie erlaubten sich leichte Fehler, sodass ein Sieben-Punkte-Vorsprung in der letzten Minute auf 19:17 zusammenschmolz.

Im zweiten Viertel ging es zunächst ausgeglichen zu, doch Baskets-Pointguard Rapahel Miksch ging kämpferisch voran und schließlich brach ein Youngster das Eis. Der 17-jährige Heye Gädt erzielte nach drei Minuten erst einen Treffer aus der Halbdistanz, eroberte beim folgenden Bayern-Angriff den Ball und stellte mit einem Fastbreak auf 28:20. Joshua Greene verkürzte zwar mit einem Freiwurf und zwei Dreiern noch einmal auf 28:27, doch dann zogen die Gastgeber endgültig davon und der 20-jährige Noel Friedl markierte mit einem Dreier den Halbzeitstand von 41:31.

Die Vorentscheidung fiel im dritten Viertel, das die TVTler mit 22:5 dominierten. Dabei bewahrheitete sich die alte Teamsport-Weisheit, dass Spiele in der Defensive gewonnen werden. Angeführt vom glänzend aufgelegten Stefan Gruber und David Heuwinkel beherrschten die Traunsteiner die Rebound-Statistiken, dazu kamen viele Ballgewinne. Mit 63:36 ging es ins letzte Viertel.

Hier erlaubte sich das Team von der Traun zunächst eine Schwächephase. Fast vier Minuten lief nichts zusammen und die Gäste kamen auf 63:43 heran. Doch ein Drei-Punkte-Treffer von Adrian Mitchell und ein Monster-Dunk von Stefan Gruber machten klar, wer Herr im Haus ist. Am Ende konnten die Baskets-Fans, die in der Halbzeit einen Auftritt der Chiemgauer Hiphop-Tanzformation NMLSS Crew genießen durften, einen deutlichen 81:52-Sieg bejubeln.
„Das Spiel war enger, als es das Ergebnis vorspiegelt“, stellte Aaron Mitchell fest. „Wir konnten erst in der zweiten Hälfte die Kontrolle übernehmen. Man hat gemerkt, dass wir vier Wochen kein Spiel hatten. Jetzt heißt es konzentriert trainieren, damit wir uns weiter verbessern. Vielen Dank an unsere fantastischen Fans, die uns erstklassig unterstützt haben.“

Die Traunsteiner stehen nun weiter auf Platz drei hinter Tabellenführer DJK SB München, der am Wochenende 50:64 bei München Basket verlor, und dem SB DJK Rosenheim, der den MTV München mit 83:53 schlug. Der MTV ist am kommenden Samstag auch der Gegner der Baskets, die dann am 3. Februar gegen den MTSV Schwabing II das nächste Heimspiel haben.

Es spielten:
Chiemgau Baskets: Stefan Gruber (26 Punkte), Adrian Mitchell (19/1 Dreier), Noel Friedl (15/1), Heye Gädt (8), Victor Langner (5), Raphael Miksch (4), David Heuwinkel (4), Markos Bamis, Lukas Blank, Niko Kolovos.

FC Bayern München III: Joshua Greene (16/2), Dzenis Hodovic (11/2), Alan Topic Volovec (9/2), Isayah Marcin (8), Giuliano Aufiero (5), Frederik Lyakine (2), Koray Grenz (1), David Galusic, Kilian Dück, Robin Kurr, Eduard Rantz.

Stefan Gruber begeisterte das Publikum mit einem Monster-Dunk. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets: Heiß auf die Revanche gegen den FC Bayern!

Chiemgau Baskets: Heiß auf die Revanche gegen den FC Bayern!

TVT will die unglückliche 81:89-Hinspielniederlage gegen den FC Bayern München III vergessen machen

Zum Jahresauftakt wartet gleich ein echter Knaller auf die Chiemgau Baskets: Am Samstag um 18:30 Uhr ist der FC Bayern München III in der Traunsteiner AKG-Sportarena zu Gast. Am elften Spieltag der 2. Regionalliga Süd wollen die Basketballer des TV Traunstein (TVT) gegen die Bayernreserve Revanche für die 81:89-Hinspielniederlage nehmen und ihren dritten Tabellenplatz verteidigen.

Headcoach Aaron Mitchell kann erstmals in dieser Saison auf seinen kompletten Kader zurückgreifen – im Gegensatz zum Hinspiel am zweiten Spieltag im Oktober, als ihm unter anderem seine Topscorer Stefan Gruber und Vince Garrett fehlten. Nicht zuletzt dank einer herausragenden Leistung von Adrian Mitchell, der 37 Punkte auflegte, konnten die TVTler damals gegen das mit Nachwuchsbundesligaspielern gespickte Team von der Isar dennoch gut mithalten und lagen eine Minute vor Schluss noch drei Punkte vorne, bis Jugendnationalspieler Nikolas Sermpezis mit zwölf Punkten in den letzten sechzig Sekunden den Sieg für die Bayern festmachte.

Nach dem misslungenen Saisonauftakt haben sich die Baskets inzwischen mit sechs Siegen in neun Partien unter die Top drei der Tabelle vorgearbeitet – und so eine unglückliche Niederlage soll den TVTlern dieses Mal nicht mehr passieren. „Der FC Bayern wird ein großer Test für uns, weil wir seit vier Wochen nicht mehr gespielt haben“, betont Aaron Mitchell. „Daher ist es wichtig, dass wir gleich zu Beginn der Begegnung unser Timing und unseren Rhythmus finden. Es ist das erste Spiel im neuen Jahr und wir wollen unseren Fans eine gute Leistung zeigen.“

Die Bayern-Reserve, die momentan nach fünf Siegen in acht Spielen auf dem fünften Platz der Liga rangiert, wird voraussichtlich mit einem sehr jungen Team voller Nachwuchs- und Jugendbundesligaspieler antreten. Zu ihren sichersten Schützen gehören Matteo Boerries, der für den FC Bayern auch im ProB-Team antritt, mit im Schnitt 18,3 Punkten sowie Nikolas Sermpezis (16,3) und Shooting Guard Joshua Greene (11,4). Aber Bayern-Coach Jan Schmidt-Bäse kann auf einen tiefen Kader junger Spieler zurückgreifen und zaubert immer wieder eine Überraschung aus dem Hut, wie den 15-jährigen Dzenis Hodovic, der beim letzten Spiel der Bayern Mitte Dezember gegen die MIL Baskets sein Debüt feierte und 30 Punkte, darunter sechs Dreier, markierte.

Anlässlich des Topspiels haben die Chiemgau Baskets ihre Fans aufgefordert, Farbe zu zeigen und das Team weiß bekleidet anzufeuern. Als besondere Attraktion wird in der Halbzeitpause die Chiemgauer Hiphop-Tanzformation NMLSS Crew auftreten. Einlass in der AKG-Sportarena in der Gabelsberger Str. 2 ist ab 17:30 Uhr. Da mit großem Zuschauerinteresse zu rechnen ist, sollte man schon früh zur Halle kommen.

Noel Friedl erzielte im Hinspiel fünf Punkte und will mit seinem Team dieses Mal die Bayern schlagen. Credit: Simon Brommer/Chiemgau Baskets.

Chiemgau Baskets mit historischem Erfolgsjahr

Chiemgau Baskets mit historischem Erfolgsjahr

Die TVT-Basketballer ziehen Bilanz

Nach Beendigung des Spielbetriebs für das Jahr 2023 ziehen die Chiemgau Baskets des TV Traunstein (TVT) Bilanz: „2023 war in der Geschichte des Traunsteiner Basketballs wohl für den Turnverein das bislang erfolgreichste Jahr seiner Geschichte“, stellt Abteilungsleiter und Sportdirektor Franz Buchenrieder fest.

Seit Jahren melden die Basketballer des TVT kontinuierlich Wachstumsziffern. Das Herrenteam feierte zudem im Frühjahr die Meisterschaft in der Bayernliga. Die Baskets nutzten danach den Weggang von fünf altgedienten Spielern im Sommer für eine Verjüngung und Neustrukturierung des Kaders. Sechs junge Traunsteiner Spieler im Alter von 16 bis 21 Jahren wurden seitdem vom verantwortlichen Trainer Aaron Mitchell für die 1. Herrenmannschaft nominiert. Aus der 2. Bundesliga in Österreich rekrutierte der Verein zudem im Sommer mit Raphael Miksch, Lukas Blank und Adrian Mitchell drei erfahrene Spieler. „Alle drei Neuzugänge arbeiten Vollzeit in Salzburg und reisen zu jedem Training und Spiel in unserem Teambus an“, erklärt Buchenrieder. „Die Stimmung in der neu formierten Mannschaft ist prächtig“, freut sich Headcoach Aaron Mitchell, der bereits im zweiten Jahr für den Turnverein tätig ist.

Trotz einer ungewöhnlichen Verletzungsmisere im Herbst beendeten die Basketballer des Turnvereins das Sportjahr nach sechs Siegen auf dem dritten Tabellenplatz der 2. Regionalliga Süd und halten Tuchfühlung zum Spitzenreiter DJK SB München. „Wir hoffen jetzt in der Rückrunde auf einen gesunden und endlich vollzähligen Spielerkader“, ergänzt Aaron Mitchell. „Zudem beschert uns der Spielplan nun sechs Heimspiele unter anderem gegen den FC Bayern München III und das Derby gegen den SB DJK Rosenheim. Das wird auch für unsere begeisterten Fans in Traunstein sehr interessant“, ist sich der aus den USA stammende und bereits jahrzehntelang in Salzburg ansässige Headcoach der Baskets sicher.

Doch auch das Jugendprogramm der Chiemgau Baskets floriert und wächst. Nach Jahren des Wachstums in der Breite legten die Mitgliederzahlen der Abteilung Basketball erneut um 17 % auf nun über 350 Mitglieder zu. Auch die erfolgreichen offenen Junior Camps in den Ferien erreichten neue Höchstwerte an Teilnehmern. Hinzu kommen inzwischen fünf dauerhafte Kooperationen mit Schulen, bei denen der Verein über seine Trainer in der jeweiligen Schule wöchentlich Basketball unterrichtet. Auch im weiblichen Bereich haben die Traunsteiner nun zwei Mannschaften im Spielbetrieb.

Welchen Stellenwert die Jugendarbeit bei den TVT-Basketballern hat, zeigt die jüngste Innovation. Wie bereits im Juni von Franz Buchenrieder, dem „Macher“ der Chiemgau Baskets, angekündigt, eröffneten die Chiemgau Baskets in diesem Jahr ihr eigenes zweistufiges Talentförderprogramm: Die „Chiemgau Baskets Akademie“ und die „Chiemgau Basketballschule“. Dort bieten sie gegen Gebühr für ausgewählte Talente ein Fördertraining mit den Toptrainern Aaron Mitchell, Milos Kandzic, Vince Garrett und Luis Pires an, das die technischen und physischen Fähigkeiten der Spieler weiterentwickelt. Zudem sind die Traunsteiner dabei, in Kooperation mit anderen Vereinen ein Auswahlteam auf die Beine zu stellen, die „Alpen Academy“. Deren U15-Team nimmt unter der Leitung von Headcoach Milos Kandzic beispielsweise vom 3. bis 6. Januar 2024 an einem hochkarätig besetzten internationalen Jugendturnier in Belgrad teil. Sieben Spieler des 14er-Kaders stammen aus dem Kreis der Chiemgau Baskets Akademie. „Das wird für alle Beteiligten sicher ein tolles Erlebnis. Auch der Besuch eines Euroleague-Spiels von Roter Stern Belgrad ist fest eingeplant“, freut sich der Abteilungsleiter.

„Wir haben es in diesem Jahr geschafft, mit Aaron Mitchell und Milos Kandzic absolute Top-Trainer in Traunstein zu etablieren. Aaron hat als Herren-I-Trainer auch den Überblick und Zugriff über das gesamte Jugendprogramm. Das ist die Basis für unseren weiteren sportlichen Erfolg. Wir werden zunehmend zu einem kleinen Powerhouse für Spielerentwicklung“, erklärt Buchenrieder. „Zudem verändert sich – auch dank der intensiven Arbeit des gesamten Trainerstabs – die Kultur und Mentalität in eine neue Richtung. Das hatte ich bei meinem Amtsantritt bereits als Ziel ausgegeben, und das nimmt nun allmählich sichtbare Gestalt an“, erklärt der Sportdirektor. Dabei spielt auch die Wertevermittlung eine wichtige Rolle. „Unser internes Motto ‚We are family‘ bedeutet viel für uns. Es geht darum, ein positives Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen. Damit verbunden sind aber auch gewisse Ansprüche an echten Teamgeist und respektvolle Umgangsformen, an Kommunikation, Disziplin, Professionalität, Regeltreue und Zuverlässigkeit. Dagegen haben Wichtigtuerei, Negativität und Eigenbrötelei bei uns keinen Platz. Auch in dieser Hinsicht machen wir große Fortschritte. Mein besonderer Dank gilt unseren engagierten und kompetenten Trainern, allen voran Aaron Mitchell, dessen Einfluss und Führung für uns essenziell ist.“

Konzeptionell hatten sich die TVTler bereits 2019 neu aufgestellt und eine Reorganisation angekündigt. Das in der Region wohl einzigartige Konzept der Traunsteiner, „New Spirit“ genannt, das seit gut drei Jahren schrittweise implementiert wird, beinhaltet grundsätzliche Richtlinien und leitet Breiten- und Leistungssportangebote ab. „Beides kann nebeneinander nur gelingen, wenn man die jeweiligen Ansätze respektiert und versteht. Aktuell sind etwa 85 % unseres Programms breitensportorientiert“, erläutert Buchenrieder. „Da wird über niemanden geurteilt oder die Nase gerümpft. Wenn das passiert, schreiten wir sofort ein. Aber wer Wettkampfsport in unseren Wettkampfteams betreiben will, der muss sich natürlich dort anderen Bedingungen stellen. Denn da geht es nicht nur um ein bisserl Spaß beim Ballspiel, sondern auch um Intensität sowie sportliches und menschliches Wachstum“, beschreibt Buchenrieder die von ihm neu geschaffenen Strukturen.

Dabei spielt es natürlich den Basketballern landesweit in die Karten, dass Deutschland Weltmeister im Basketball geworden ist und die Nationalmannschaft gerade zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt wurde. „Der Zuspruch zu unserem Programm hält an, weil unsere Angebote attraktiv sind und die Leute die positive Energie bei uns spüren“, ist Buchenrieder überzeugt. Inzwischen besteht das Kompetenzteam Organisation aus acht ehrenamtlichen Funktionsträgern und etwa 30 ehrenamtlichen Helfern im Verein, die die Sportorganisation für 14 Trainingsgruppen und zehn Wettkampfteams gemeinsam stemmen. „Das ist gerade in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich und beweist, was positive Energie, Organisation und richtige Vorbilder, also Spieler- und Trainerpersönlichkeiten, auch heutzutage bewirken können“, stellt Buchenrieder abschließend fest.

Bayernliga-Meisterschaft, Aufstieg und steigende Mitgliederzahlen: Die Chiemgau Baskets haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich.