U 18 der Chiemgau Baskets verpasst knapp die Meisterschaft

Das Rookie-Team holt beim Final Four in Ismaning den zweiten Platz • Coach Flo Pavic mit Saisonverlauf zufrieden

Eine turbulente Saison liegt hinter der U 18 der Chiemgau Baskets. Geprägt von Lockdowns und zahlreichen Spielabsagen, ging am letzten Samstag eine besonders lange Saison in der Basketball-U-18-Bezirksliga zu Ende. Zum Abschluss gab es für das älteste Nachwuchsteam der Chiemgau Baskets mit einem Final-Four-Turnier in Ismaning und dem Kampf um die Meisterschaft noch ein spannendes Highlight.

Teilnehmer des Finalturniers waren jeweils die beiden Erst- und Zweitplazierten der Bezirksliga Oberbayern Gruppe Ost und West. Von der Bezirksliga Ost waren als Tabellenerster die Chiemgau Baskets des TV Traunstein (TVT) und der Gastgeber TSV Ismaning am Start. Aus der Bezirksliga West nahmen der Erstplatzierte BC Hellenen München II und der SV Germering teil.

Das erste Halbfinale des Turniers entschieden die Hellenen aus München klar mit 68:44 gegen Ismaning für sich. Nun waren die Chiemgau Baskets an der Reihe und mussten gegen den SV Germering bestehen. Aufgrund von Ausfällen einiger Leistungsträger wie Dean Enns, Valentin Varga, David Heuwinkel und Marius Schmied konnte Coach Flo Pavic nur auf einen Acht-Mann-Kader zurückgreifen. Trotz einer kleinen Rotation ließen die Jungs aus Traunstein über das ganze Spiel nichts anbrennen und gewannen jedes Viertel. Getragen von den starken Scorern Jonas Keil und Aris Ipate sowie der wichtigen Rebound-Arbeit von Markos Bamis und Riccardo Reffo gewann die U18 schließlich mit 65:47. Besonders tat sich dabei der erst 15-jährige Youngster Raphael Kirschner hervor, welcher 16 Punkte erzielte und für ein Highlight sorgte, als er innerhalb einer Minute zwei Drei-Punkte-Würfe versenkte.

Nach einer kurzen Pause stießen die jungen Traunsteiner im Finale auf den Turnierfavoriten, die BC Hellenen München II. In einer ausgeglichenen Partie gingen die TVT-Jungs bei einem Spielstand von 30:26 mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in die Pause. Im dritten Viertel lieferten die Baskets zunächst ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Im Angriff klappte alles, und in der Defensive verzeichneten sie viele Balleroberungen. Das Resultat: ein Elf-Punkte-Vorsprung. Überragend in dieser Phase war vor allem Topscorer Jonas Keil, der in kurzer Zeit drei Dreier einnetzte und im gesamten Spiel 37 Punkte holte. Leider konnte die U18 dieses Niveau nicht bis zuletzt durchhalten und die Hellenen glichen zur Viertelpause aus.

Im letzten Viertel machte sich dann bemerkbar, dass die Hellenen mit vier Spielern mehr auf der Bank breiter aufgestellt waren, während den Baskets langsam die Kraft ausging. Trotz eines großen Kampfes mussten sich die Youngster aus dem Chiemgau am Ende mit 55:65 gegen München geschlagen geben. Coach Flo Pavic zeigte sich dennoch zufrieden: „Obwohl wir in dieser Saison mit vielen Schwierigkeiten wie Spielabsagen und Lockdowns zu kämpfen hatten, haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert und sind als Team zusammengewachsen. Wir sind Erster in der Bezirksliga Ost geworden und haben im Final Four trotz vieler Ausfälle einen großen Kampf abgeliefert. Wir können zufrieden auf die Saison zurückblicken.“ Nach einer sehr langen Saison beginnt nun die Off-Season und damit die Zeit, um die Akkus wieder aufzuladen.

 

Punkteverteilung bei den Chiemgau Baskets:

Halbfinale gegen SV Germering: Jonas Keil (20/2), Raphael Kirschner (16/2), Aris Ipate (15/3), Markos Bamis (6), Riccardo Reffo (6), Krists Fridrihsons (2), Heye Gädt, Johannes Nebauer.

Finale gegen BC Hellenen München II: Jonas Keil (37/5), Aris Ipate (10/2), Riccardo Reffo (6), Raphael Kirschner (2), Markos Bamis, Krists Fridrihsons, Heye Gädt, Johannes Nebauer.

Aris Ipate sammelte im Bezirksliga-Finale gegen BC Hellenen München 10 Punkte – leider reichte es für die U 18 der Chiemgau Baskets am Ende nicht ganz, um die Landeshaupstädter zu schlagen. Credit: hello.itsjana