Chiemgau Baskets empfangen das Tabellenschlusslicht

Chiemgau Baskets empfangen das Tabellenschlusslicht  

Am Samstag geht es gegen den ehemaligen Regionalligisten Fireballs Bad Aibling

Eine Woche nach dem 112:46 beim TSV Neuötting begrüßen die Chiemgau Baskets am Samstag um 18.30 Uhr das Tabellenschlusslicht Fireballs Bad Aibling in der AKG-Sportarena. Dabei wollen sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Denn nach der überraschenden Absage des ursprünglich geplanten Aufstiegsturniers wissen die Basketball-Herren des TV Traunstein (TVT), dass die Meisterschaft gleichbedeutend mit dem Aufstieg sein wird – und beides wollen sie sich nach ihren dominanten Auftritten in dieser Saison nicht mehr nehmen lassen.  

Das Hinspiel im Dezember endete 104:43 für die Chiemgauer, und auch im drittletzten Spiel der Bayernligasaison sind sie der haushohe Favorit. Die Baskets thronen nach 15 Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze, während die Kurstädter nur zwei Siege zu verzeichnen haben und akut vom Abstieg bedroht sind. Im vorentscheidenden Duell gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Baskets Vilsbiburg II gingen sie vor zwei Wochen sang- und klanglos mit 36:99 unter. Die Fireballs waren jahrelang in der 1. Regionalliga angetreten, hatten ihr Team aber im Dezember 2021 corona- und verletzungsbedingt abmelden und sich aus der Liga zurückziehen müssen. Der Neuanfang mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen fällt nun schwer. „Das Team ist im Grunde nicht Bayernliga-tauglich“, lautet das Urteil von Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber, der selbst von 2004 bis 2017 bei den Fireballs gespielt und diese ab 2018 gecoacht hatte, bevor er die Zusammenarbeit 2020 beendete.

Für die Traunsteiner wird es wichtig sein, trotz der klaren Favoritenrolle den Fokus zu bewahren, zwei Punkte mitzunehmen und im Hinblick auf das abschließende Meisterschaftsduell gegen die Dukes Dingolfing am 1. April verletzungsfrei zu bleiben. Der Bayerische Basketball Verband hat diese Woche bekannt gegeben, dass das ursprünglich angesetzte „Final Four“-Turnier, in dem die Meister der vier Bayernligastaffeln die drei Aufstiegsplätze in die Regionalliga 2 ausspielen sollten, nicht stattfinden wird. Der DJK Schweinfurt, der bereits als Meister der Bayernliga Nord feststeht, hat auf den Aufstieg verzichtet. Sollten die Baskets daher in der Spur bleiben und die verbleibenden drei Spiele gewinnen, spielen sie in der nächsten Saison in der fünfthöchsten deutschen Basketballliga.

„Wir wollen im Rhythmus bleiben und die Intensität hochhalten“, gibt Tobias Guggenhuber seinem Team vor. „Im Vergleich zum letzten Spiel müssen wir die Ballverluste verringern und dürfen nicht zu schön spielen wollen, sondern sollten uns ganz auf unsere Abläufe konzentrieren“, fährt Guggenhuber fort. „Wir haben die volle Truppe zusammen, diese Woche ist auch Stefan Gruber wieder ins Training eingestiegen. Wir freuen uns auf dieses vorletzte Heimspiel!“ Spielbeginn in der AKG-Sportarena an der Gabelsbergerstraße 2 in Traunstein ist um 18.30 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr.

Baskets-Pointguard Kaz Yokoyama will sein Team zum 16. Sieg führen. Credit: Philippa Jell

Chiemgau Baskets geben sich keine Blöße

Chiemgau Baskets geben sich keine Blöße

Traunstein siegt beim Derby in Neuötting mit 112:46

Mit einer erneut runden Teamleistung haben die Chiemgau Baskets ihren Siegeszug durch die Bayernliga Südost auch beim Derby in Neuötting fortgesetzt. Die Basketballer des TV Traunstein (TVT) gewannen am Sonntag beim dortigen TSV überlegen mit 112:46 und zeigten vor allem in der ersten Halbzeit eine hochkonzentrierte Leistung.

 

Im Gegensatz zu den letzten beiden Partien gegen die Regensburg Baskets und den TSV Vaterstetten, als sie in der Anfangsphase Probleme hatten, kamen die Baskets in Neuötting gut aus der Kabine. Die ersten fünf Minuten gehörten alleine den Gästen und bei diesen vor allem Garric Young, der sieben der 13 Traunsteiner Punkte erzielte, bevor Severin Hefter mit einem Dreier erstmals für die Gastgeber einnetzte. Die zu neunt angereisten Traunsteiner zeigten sich sehr motiviert und bewiesen vor allem in der Mannverteidigung eine hohe Intensität. Nur noch einen Korb erlaubten sie den Gastgebern im ersten Viertel, das aus deren Sicht mit 5:35 endete. TVT-Pointguard Kazuhiko Yokoyama trug mit drei Dreiern wesentlich zu diesem Ergebnis bei.

 

Das zweite Viertel konnten die Neuöttinger etwas offener gestalten, ohne die Traunsteiner noch einmal in Gefahr zu bringen. Bei den TVTlern trugen sich nun auch Valentin Rausch und Felix Schwankner in die Trefferliste ein, Jakob Kock setzte den Schlusspunkt zum 18:55-Pausenstand. Headcoach Tobias Guggenhuber ließ viel rotieren und ermöglichte allen Spielern damit viel Spielzeit. „Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Würfe getroffen und sehr gut verteidigt“, fasste er die Leistung seines Teams zusammen. „Herauszuheben ist dabei Jakob Kock, der in der ersten Hälfte fünf Ballgewinne und vorne am Brett eine sehr gute Trefferquote hatte. Er hat mit Garric zusammen die ersten beiden Viertel dominiert.“

 

Auf die starke erste Halbzeit folgte allerdings eine schwache Phase im dritten Spielabschnitt. Eine Zeitlang lief bei den Traunsteinern wenig zusammen, sodass der TSV, unter anderem dank zwei weiteren Dreiern von Severin Hefter, bis zur 25. Minute auf 32:62 verkürzen konnte. Doch dann nahm Kazuhiko Yokoyama das Heft in die Hand, trieb sein Team wieder nach vorne und setzte auch selbst mit zwei Dreiern Zeichen, sodass auf der Anzeigentafel nur zwei Minuten später ein 34:78 leuchtete. 41:88 hieß es zu Ende des dritten Viertels.

 

Im letzten Abschnitt erschlaffte die Gegenwehr der Neuöttinger vollends, nach 33 Minuten erzielte Johannes Buchner ihren letzten Punkt. Auf Seiten der Traunsteiner glänzten nun Felix Schwankner mit sieben und Valentin Rausch mit acht Punkten in den letzten Minuten, auch Tom Weber trug sich mit einem Dreier in den Spielberichtsbogen ein – Markus Haindl, der mit ihm früher beim TSV Neuötting zusammenspielt hatte, hatte schon zuvor vier Punkte beigesteuert.

 

„Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Tobias Guggenhuber nach der Partie. „Es war bis auf die Phase nach der Halbzeit ein gutes Spiel von uns.“ Nach 15 Spielen bleiben die Baskets damit ungeschlagener Tabellenführer, während der TSV Neuötting weiterhin mit vier Siegen auf Platz sieben liegt. Die Traunsteiner empfangen am nächsten Samstag, den 18. März, um 18:30 Uhr die Fireballs Bad Aibling in der AKG-Sportarena. Für dieses vorletzte Heimspiel der Saison haben sich auch wieder die Cheerleader der V-Town Panthers zur Unterstützung angekündigt.

 

Es spielten:

TSV Neuötting: Tobias Lechner (10 Punkte), Severin Hefter (10/3 Dreier), Laurens Urbanke (8/1), Andreas Klett (5/1), Johannes Buchner (4), Christopher Krammer (4), Harald Theil (3/1), Korbinian Keck (2), Dennis Faßoth, Thomas O’Malley, Milan Sundac.

 

Chiemgau Baskets: Garric Young (25 Punkte), Vince Garrett (22/2 Dreier), Kazuhiko Yokoyama (19/5), Jakob Kock (15/1), Valentin Rausch (12/2), Felix Schwankner (12/2), Markus Haindl (4), Thomas Weber (3/1), Victor Langner.

15 Siege in 15 Spielen: Die Chiemgau Baskets marschieren weiter Richtung Meisterschaft. Credit: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets zum Derby in Neuötting

Chiemgau Baskets zum Derby in Neuötting

Traunsteiner gehen als klarer Favorit in die Partie• Das Hinspiel endete 92:48

Wenn die Chiemgau Baskets am Sonntag um 14:30 Uhr zum Südostbayern-Derby beim TSV Neuötting zu Gast sind, sind die Rollen klar verteilt: Während die Basketballer des TV Traunstein (TVT) ungeschlagen die Tabelle der Bayernliga Südost anführen, kämpfen die Neuöttinger auf Rang sieben liegend noch gegen den Abstieg.

Vier Siege in 14 Partien haben die Innstädter bislang zu verzeichnen. Der letzte Erfolg datiert vom Dezember mit dem 92:55 gegen die Baskets Vilsbiburg II. Anfang Februar zogen die TSVler überraschend sogar gegen Tabellenschlusslicht Fireballs Bad Aibling den Kürzeren. Im folgenden Spiel ließ das Team von Headcoach Milos Perovic dann allerdings aufhorchen, als es dem Drittplatzierten aus Landshut nur knapp mit 51:58 unterlag. Mit Tobias Lechner kann Perovic auf einen der besten fünf Scorer der Liga zählen. Beim 92:48-Sieg der Traunsteiner im Hinspiel erzielte der Center 24 Punkte, im Schnitt kommt er auf 14,9 pro Begegnung. Auch Andreas Hundsrucker, der im Hinspiel elf Punkte holte und im Schnitt über die Saison gesehen ungefähr ebenso viele pro Partie erzielt hat, müssen die Traunsteiner im Griff behalten.

Diese haben jedoch mit Vince Garrett, Garric Young, Jakob Kock und Kazuhiko Yokoyama gleich vier Spieler in den Reihen, die unter den Top Ten der aktuellen Bayernliga-Werferliste rangieren. Zudem hat sich die Mannschaft in den letzten Partien immer besser gefunden und mit einer geschlossenen Teamleistung zuletzt die Baskets Regensburg mit 102:52 und den TSV Vaterstetten mit 106:57 nach Hause geschickt. Headcoach Tobias Guggenhuber muss allerdings möglicherweise auf den angeschlagenen Valentin Rausch sowie sicher auf Peter Breitfeld und Stefan Gruber verzichten.

Die Chiemgau Baskets kennen den TSV Neuötting aus den vergangenen Bayernliga-Spielzeiten gut und haben mit Thomas Weber sowie Markus Haindl zwei Routiniers im Kader, die eine Vergangenheit beim Gegner aufzuweisen haben. Sie spielten gemeinsam beim TSV Neuötting, bevor sie 2015 beziehungsweise 2018 an die Traun wechselten. „Ich glaube nicht, dass es eine enge Partie wird, sondern relativ eindeutig, wie es die Tabelle auch zeigt“, sieht Tom Weber sein Team klar in der Favoritenrolle. „Ich wünsche den Neuöttingern aber, dass sie dann in den verbleibenden Spielen ihre Punkte noch holen und den Klassenerhalt eintüten.“ Für ihn werde es emotional interessant, noch ein wohl letztes Mal in Neuötting zu spielen, zumal die Traunsteiner den Aufstieg in die zweite Regionalliga fest im Visier haben. „Ich habe gehört, dass bei ihnen der eine oder andere seine letzte Saison spielt. Ich wünsche mir also einen schönen Abschied in Neuötting – auch wenn spielerisch für uns sicher nichts anbrennen wird.“

Baskets-Kapitän Markus Haindl, der seit der U16 beim TSV Neuötting alle Jugendmannschaften durchlaufen und bei den Herren dort in der zweiten Regionalliga und der Bayernliga gespielt hatte, schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir wollen gut auftreten und unsere Leistung aufs Feld bringen. Wir werden das Spiel auch gewinnen.“ Es sei schön, wieder an alter Wirkungsstätte zu spielen und von Spielern, Zuschauern und Verantwortlichen herzlich empfangen zu werden. „Es spielen ja viele alte Freunde von mir dort, auch mein langjähriger Trainer steht immer noch an der Seitenlinie. Es wird etwas Besonderes, auch weil es das wohl letzte Mal sein wird, dass wir in Neuötting spielen – ein letztes Mal gemeinsam auf dem Court stehen, gemeinsam Basketball spielen, gemeinsam eine schöne Zeit haben.“

Einer von vier Spielern der Chiemgau Baskets, die zu den besten zehn Werfern der Liga gehören: Garric Young. Credit: Brandon Reese/Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets siegen mit glänzender Teamleistung

Chiemgau Baskets siegen mit glänzender Teamleistung

Sechs Minuten lang hielt der Gast aus Regensburg die Begegnung offen, doch dann konnten die Oberpfälzer der geballten Offensiv- und Defensivkraft der Chiemgau Baskets nichts mehr entgegensetzen: Mit 102:52 gewannen die Basketballer des TV Traunstein (TVT) ihr 14. Saisonspiel und fuhren damit ihren 14. Sieg in dieser Bayernliga-Runde ein.

Die Chiemgau Baskets gingen mit einem Ballverlust und einem Fehlwurf in die Partie, entsprechend gehörte der erste Korb den Regensburg Baskets. Auch in den folgenden Minuten bekamen die Traunsteiner das Spiel noch nicht in den Griff. Nach sechs Minuten lagen sie knapp mit 12:11 vorne. Doch danach dauerte es acht Minuten, bis der Gast aus der Oberpfalz, bei dem Topscorer Alexander Frey fehlte, den nächsten Korb erzielte – 24:11 hieß es zur ersten Viertelpause, gar 30:11 nach 14 Minuten. Dann erlöste Marius Pfister die Regensburger und netzte endlich einmal wieder ein. Entscheidend aufholen konnte sein Team jedoch nicht mehr. 53:19 stand es zur Halbzeit, nachdem der stark aufspielende Garric Young einen Dunking über die gegnerische Abwehr hinweg versenkt hatte.

Schnellangriffe nach Ballgewinnen, Distanzwürfe, Korbleger, Passstafetten und Rebounds – die Chiemgau Baskets zeigten die ganze Palette ihres Könnens und begeisterten das Publikum mit ihrem druckvollen Spiel. In der ersten Minute nach der Pause erstickten sie mit drei Fastbreaks jegliche Hoffnung der Regensburger, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Markus Haindl und Jakob Kock mit Dreiern sowie Vince Garrett mit einem Dunking setzten gleich danach noch einen drauf. 86:34 meldete die Anzeigetafel nach dem dritten Viertel. Im letzten Spielabschnitt konnte Regensburgs neuer „Big Man“ Valentin Sutor einige Nadelstiche setzen, während die Gastgeber in den Schlussminuten unter Ladehemmung litten. Fünf Würfe gingen daneben und niemand schien den hundertsten Punkt machen zu wollen. Thomas Weber erbarmte sich schließlich Sekunden vor Spielende und erzielte mit einem Dreier das 102:52.

„Wir hatten anfangs Probleme, unsere Intensität aufzubauen, aber das ist vielleicht normal, wenn man so hoch favorisiert ist – dann spielt man manchmal mit angezogener Handbremse“, brachte TVT-Headcoach Tobias Guggenhuber Verständnis für die Leistung seiner Spieler in den ersten Minuten auf. „Aber als wir Gas gegeben haben, sind wir auch schnell davongezogen. Im zweiten und dritten Viertel hat das Team offensiv wie defensiv hervorragend gespielt.“ Besonders beeindruckend war dabei die Teamleistung der Traunsteiner, die schon früh viel rotierten, ohne dass sich dabei ein Bruch im Spiel ergeben hätte. Das zeigt auch ein Blick auf die Scoringliste: Fünf Spieler punkteten zweistellig.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der gesamten Mannschaft“, freute sich Guggenhuber denn auch. „Es war das erste Saisonspiel, in dem wirklich alle zehn Spieler eine gute Leistung gebracht haben. Wir haben auch dann nicht nachgelassen, als wir die zweite Rotation auf dem Feld hatten.“ Besonders gefreut habe ihn die Leistung von Garric Young, der am Brett vieles nicht nur mit Athletik, sondern auch Finesse gelöst habe. „Auch Victor Langner hat gegen seine ehemaligen Teamkollegen eine sehr gute Partie abgeliefert, und Jakob Kock hat dem Spiel ebenfalls seinen Stempel aufgedrückt“, so Guggenhuber.

Auf die Chiemgau Baskets warten nun drei vermeintlich leichtere Aufgaben gegen Teams vom Tabellenende, bevor am 1. April das entscheidende Match um die Meisterschaft beim Zweitplatzierten Dingolfing steigt. Am Sonntag treten die TVTler beim TSV Neuötting an, das nächste Heimspiel folgt am 18. März gegen die Fireballs Bad Aibling.

 

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (19 Punkte /1 Dreier), Jakob Kock (19/2), Garric Young (18), Kazuhiko Yokoyama (13/1), Victor Langner (12), Markus Haindl (8/1), Peter Breitfeld (5), Felix Schwankner (5/1), Thomas Weber (3/1), Noel Friedl.

Regensburg Baskets: Valentin Sutor (20/3), Marius Pfister (9), Jonathan Pausch (6/2), Moritz Hall (4), Miklas Feiner (3), Matthieu Tricot (3/1), Manuel Wohl (3/1), Julian Panovsky (2), David Scheurer (2), Christoffer Faderl, Matthias Kube, Linus Merz.

Mit dem 102:52 gegen Regensburg setzen die Chiemgau Baskets ihre Siegesserie eindrucksvoll fort. Credit: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets: Welche Serie hält?

Chiemgau Baskets: Welche Serie hält?

Am Samstag ist der Tabellenvierte Regensburg Baskets in Traunstein zu Gast • Die Oberpfälzer holten zuletzt sieben Siege am Stück

Auf der einen Seite die in 13 Spielen ungeschlagenen Gastgeber von der Traun, am anderen Korb die zuletzt siebenmal erfolgreichen Viertplatzierten von der Donau: Am Samstagabend wird entweder die Siegesserie der Chiemgau Baskets oder diejenige der Gäste aus Regensburg reißen. Die Bayernliga-Basketballer des TV Traunstein (TVT) wollen sich von ihrem klaren Erfolg im Hinspiel nicht täuschen lassen und die Partie gegen den Tabellenvierten mit voller Konzentration angehen.

 Im November waren die TVTler mit einem deutlichen 115:74 aus der Oberpfalz zurückgekehrt. Aber die Regensburg Baskets zeigten sich in den letzten Partien stark verbessert und fuhren seit einer Niederlage im Dezember gegen die Landshut Knights sieben Siege hintereinander ein. „Regensburg ist ein bisschen eine Wundertüte“, weiß Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber. „Man kann bei ihnen nie vorhersehen, wer auf dem Parkett steht.“ Vor allem in den Heimspielen habe der Regensburger Trainer Nic Mötsch viel durchrotiert. Außerdem sei mit Valentin Sutor ein neuer Mann hinzugekommen, der in den letzten drei Spielen zum Topscorer der Domstädter avancierte. Auch auf Distanzspezialist Alexander Frey, der im Hinspiel fehlte und der im Schnitt 15,4 Punkte und 2,9 Dreier erzielt, müssen die Traunsteiner achten.

„Wir sind im Rhythmus und haben diese Woche gut trainiert, auch Valentin Rausch ist wieder dabei“, berichtet Guggenhuber, der allerdings weiterhin auf Stefan Gruber verzichten muss. Er wünscht sich von seinem Team, dass es in der Defensive die gleiche Intensität auf das Feld bringt wie beim 106:57 letzten Samstag gegen Vaterstetten. „Als Tabellenführer sind wir Favorit und wollen uns auf der Zielgeraden der Saison keine Blöße mehr geben“, verdeutlicht Guggenhuber, warnt aber auch: „Es ist immer eine Herausforderung, eine formstarke Mannschaft in der Halle zu haben.“

Im Hinspiel hatten Garric Young mit 31, Jakob Kock mit 24 und Kapitän Markus Haindl mit 23 Punkten die Scorerliste der Traunsteiner angeführt. Eine starke Partie lieferte auch Victor Langner ab, der vor seinem Engagement beim TVT zwei Jahre in Regensburg gespielt hatte und 17 Punkte zum Erfolg der Chiemgau Baskets beitrug. Für ihn ist die bevorstehende Partie eine besondere: „Ich freue mich immer, gegen ehemalige Teams zu spielen, vor allem wenn noch bekannte Akteure in deren Reihen stehen, mit denen man sich privat versteht.“ Aber auch sportlich werde die Partie sicher interessant, da Regensburg in der Rückrunde definitiv stärker sei. Dazu trage die Rückkehr von Johannes Klughardt bei, mit dem er ebenso noch zusammengespielt hatte wie mit Theodor Güttler, der im Hinspiel ebenfalls passen musste. Sie seien zwei der stärkeren Domstädter mit guter Ausbildung an der Urspringschule bzw. in Bamberg. „Außerdem sind sie selbstbewusst und scheuen keine Gegner“, so Langner.

Den Chiemgau Baskets steht also keine leichte Partie bevor. Umso mehr zählen sie auf die Unterstützung ihrer Fans. Spielbeginn in der AKG Sportarena an der Gabelsbergerstraße 2 in Traunstein ist um 18.30 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr.

BU: Er war im Hinspiel in Regensburg der Topscorer: Garric Young, hier letzte Woche bei der Partie gegen den TSV Vaterstetten. Credit: Philippa Jell

Chiemgau Baskets landen Kantersieg

Chiemgau Baskets landen Kantersieg

Klare Sache für die Chiemgau Baskets: Auch im 13. Saisonspiel wahrten die Basketballer des TV Traunstein (TVT) ihre weiße Weste und bleiben nach dem deutlichen 106:57 gegen den TSV Vaterstetten als ungeschlagener Tabellenführer auf Meisterschaftskurs in der Bayernliga Südost. In der gut gefüllten AKG Sportarena und mit Unterstützung der V-Town Panthers Cheerleader dominierten sie den Gegner trotz des Fehlens von Valentin Rausch und Stefan Gruber von Beginn an fast nach Belieben. 

Im Gegensatz zum Hinspiel im November, bei dem die TVTler kurz vor Schluss nur 57:56 führten und am Ende knapp mit 68:61 gewannen, ließen die Mannen um Kapitän Markus Haindl dieses Mal nichts anbrennen. Vince Garrett brachte die Gastgeber unter anderem mit zwei Dreiern 8:3 in Führung, aber das war nur der Auftakt für eine hervorragende Teamleistung. Vor allem in der Verteidigung und im Rebounding trat das Heimteam dominant auf. Ab der vierten Minute erlaubte es den Vaterstettenern fünf Minuten lang keinen Punktgewinn mehr und gewann das erste Viertel souverän mit 28:7.

In der gleichen hohen Taktzahl ging es auch im zweiten Spielabschnitt weiter. Mit ihrer wechselnden Zonen- und Mannverteidigung ließen die Traunsteiner das Team von Trainer Daniel Paz nie ins Spiel kommen. Mit Dreiern von Peter Breitfeld, Kazuhiko Yokoyama und Jakob Kock sowie einer Sechs-Punkte-Serie von Garric Young stellten die Baskets das Halbzeitergebnis auf 49:16. Auch in der zweiten Hälfte erlaubten sich die Gastgeber kaum einen Durchhänger und boten dem Publikum eine druckvolle Show. Direkt nach Wiederanpfiff lochte Kazuhiko Yokoyama einen Dreier ein, Garric Young begeisterte mit zwei Slam Dunks. Kapitän Markus Haindl bewies Fighterqualitäten, als er nach einem Offensivzweikampf weit aus dem Spielfeld über die Bande flog und sofort zurückspurtete, um den Ball wieder zu erobern. Der Abschluss des dritten Viertels gehörte dem 19-jährigen Felix Schwankner, der mit zwei Dreiern auf 80:33 erhöhte.

Erst im letzten Abschnitt ließen die Baskets in der Verteidigung mehr zu, die Gäste konnten nun mit fünf Dreiern das Ergebnis erträglicher gestalten. Doch auch die Traunsteiner bewiesen ihre Qualitäten von der 6,75-Meter-Linie: Victor Langner, Peter Breitfeld sowie je zweimal Vince Garrett und Noel Friedl sorgten mit Drei-Punkte-Würfen für den 106:57-Endstand.

„Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden, insbesondere mit der Rückkehr von Garric Young“, resümierte Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber. Der Amerikaner hatte nach seiner Verletzungspause 22 Punkte und 13 Rebounds gesammelt. „Durch seine defensive Präsenz kamen wir auch offensiv besser ins Laufen als in den Spielen ohne ihn“, so Guggenhuber, der sich auch mit der Freiwurfquote seines Teams dieses Mal zufrieden zeigte. Ein „richtig gutes Spiel“ habe außerdem Vince Garrett gemacht, der mit 21 Punkten, 13 Rebounds und zehn Assists ein „Triple Double“ erzielte. „Er hat für uns heute den Nikola Jokić gemacht, sich beim Werfen zurückgehalten und dafür die anderen Teammitglieder hervorragend eingesetzt. Damit hat er dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt und ermöglicht, dass fünf unserer Spieler zweistellig gepunktet haben.“ Auch Jakob Kock, Topscorer des Hinspiels, zeigte mit zwölf Punkten und fünf Steals, wie wichtig er für das Team ist.

Für die Chiemgau Baskets folgt gleich am Samstag das nächste Heimspiel. Am 4. März um 18:30 Uhr kommt der Tabellenvierte Regensburg Baskets an die Traun, der nach sieben Siegen in Serie die Traunsteiner vor eine harte Probe stellen wird.

 

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Garric Young (22), Vince Garrett (21 Punkte/4 Dreier), Kazuhiko Yokoyama (16/2), Jakob Kock (12 Punkte/2), Victor Langner (11/1), Peter Breitfeld (8/2), Noel Friedl (8/2), Felix Schwankner (6/2), Markus Haindl (2), Thomas Weber.

TSV Vaterstetten: Konstantin Huber (16/3), Luca Kohll (12/2), Maximilian Metzger (13/3), Lionel Winter (9/1), Mathias Furtmair (2), Finn Liebig (2), Florian Sutor (2), Alain Gales (1), Christian Balszuweit, Luca Klepsch.

Er war der Matchwinner: Vince Garrett beeindruckte im Spiel gegen Vaterstetten sowohl als Fädenzieher als auch unter dem Korb. Credits: Philippa Jell

Chiemgau Baskets starten mit Unterstützung der V-Town Panthers in den Saisonendspurt

Chiemgau Baskets starten mit Unterstützung der V-Town Panthers in den Saisonendspurt

Cheerleading-Show beim Heimspiel gegen den TSV Vaterstetten • Der Tabellenfünfte ist ein harter Brocken

Nach zwei Wochenenden Spielpause starten die Chiemgau Baskets nun in die letzten Partien der Bayernliga-Saison – und mit dem TSV Vaterstetten kommt am Samstag um 18:30 Uhr ein Gegner in die AKG Sportarena, der den Basketballern des TV Traunstein im Hinspiel große Probleme bereitet hat. Aber die Baskets wollen ihrer Favoritenrolle gerecht werden und erhalten bei ihrer Mission tatkräftige Unterstützung durch die V-Town Panthers, die Süddeutschen Vizemeister 2023 im Cheerleading.

 Mit 68:61 besiegten die Baskets den TSV Vaterstetten im Hinspiel – ihr bisher knappster Sieg der gesamten Saison. Noch in der 39. Minute hatten die Traunsteiner dabei zwischenzeitlich nur mit einem Punkt geführt. Selbst gegen die Zweit- und Drittplatzierten aus Dingolfing und Landshut fuhr der bislang ungeschlagene Tabellenführer von der Traun deutlichere Siege ein. Entsprechend ist Headcoach Tobias Guggenhuber gewarnt: „Vaterstetten hatte uns als bisher einziges Team in der Endphase am Rande einer Niederlage. Das haben wir nicht vergessen. Wir werden die Fehler aus dem Hinspiel nicht wiederholen!“ Vaterstetten überraschte die Traunsteiner im November mit einer aggressiven Zonenverteidigung und schaltete Spielmacher Kazuhiko Yokoyama über weite Strecken des Spiels aus. „Das wird nicht noch einmal passieren“, verspricht Guggenhuber. „Wir haben uns sowohl auf die Zonenverteidigung als auch auf die individuelle Stärke der Spieler vorbereitet.“

Der Headcoach kann auf sein gesamtes Team mit Ausnahme von Stefan Gruber und Valentin Rausch zurückgreifen. Auch der zuletzt verletzte Garric Young hat seine Blessur auskuriert und ist wieder fit. „Die zwei Wochenenden Spielpause haben uns gutgetan, auch wenn wir aus unterschiedlichen Gründen nicht immer in Vollbesetzung trainieren konnten“, berichtet Guggenhuber. Dennoch mahnt er: „Vaterstetten ist sehr gut gecoacht und hat einen breiten Kader, davor haben wir großen Respekt.“ Die Topscorer der von Daniel Paz trainierten Münchner Vorstädter sind Luca Kohll und Konstantin Huber mit einem Schnitt von 9,9 bzw. 13 Punkten pro Spiel, Jonathan Andre gehört zudem zu den zehn besten Dreierschützen der Liga.

Für die Traunsteiner markiert das Match den Auftakt in den Saisonendspurt mit sechs noch verbleibenden Begegnungen, davon vier zu Hause, bis dann am 1. April das abschließende Duell um die Meisterschaft bei den Dingolfing Dukes folgt. „Wir müssen konzentriert in die Partie gegen Vaterstetten gehen und unsere Stärken ausspielen, um für diese Spiele in den Rhythmus zu finden“, gibt Guggenhuber die Marschroute vor und verspricht: „Wir sind voll motiviert und wollen den Zuschauern ein Basketballfest liefern!“

Zu diesem Fest beitragen wollen auch die V-Town Panthers. Die Cheerleader des SC Vachendorf, die am 29. April 2023 im Festsaal Bergen ihr 22-jähriges Bestehen feiern werden und zuletzt bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen hatten, werden die Chiemgau Baskets anfeuern und in der Halbzeit eine Show aufführen. Dabei zeigt ein Großteil des Senior-Coed-Teams „VPC Dashing Panthers“ Auszüge aus der akrobatischen Routine, mit der es im November Bayerischer Vizemeister und im Februar Süddeutscher Vizemeister wurde. Einlass in der AKG Sportarena (Gabelsbergerstr. 2) ist ab 17.30 Uhr, das Spiel beginnt um 18.30 Uhr.

Die Cheerleader der V-Town Panthers werden die Zuschauer beim Heimspiel der Chiemgau Baskets gegen den TSV Vaterstetten mit einer artistischen Halbzeit-Show begeistern. Credit:  Tom Lorenz/V-Town Panthers

Rekordzahlen beim Junior Camp der Chiemgau Baskets

Rekordzahlen beim Junior Camp der Chiemgau Baskets

Herren-I-Derby gegen TSV Neuötting auf 12. März 2023 verschoben

Während sich das erste Herrenteam nach einer Spielverlegung ein weiteres Wochenende bis zum nächsten Match gedulden muss, laufen bei den Chiemgau Baskets die Vorbereitungen für das Junior Camp in den Faschingsferien auf Hochtouren. Für dieses berichtet die Basketballabteilung des TV Traunstein (TVT) Rekordzahlen bei den Anmeldungen.

Beim Bayernligateam der Chiemgau Baskets hätte nach einem spielfreien Wochenende an diesem Samstag eigentlich das Derby beim TSV Neuötting auf dem Programm gestanden. Auf Wunsch des Gegners wurde das Spiel jedoch auf den 12. März 2023 verlegt, sodass die TVTler nun erst am 25. Februar beim Heimspiel gegen den TSV Vaterstetten ihre Meisterschaftskampagne fortsetzen können.

Neben der Vorbereitung auf dieses wichtige Match werden einige Spieler des Teams sich nächste Woche aber auch um den Nachwuchs verdient machen: Sie sind als Coaches beim Junior Camp dabei, das die Chiemgau Baskets in den Faschingsferien vom 20. bis 22. Februar 2023 in gleich zwei Traunsteiner Sporthallen veranstalten. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen buchten die Basketballer neben ihrer Stammhalle am Annette-Kolb-Gymnasium auch die Halle der Ludwig-Thoma-Schule dazu. Bereits eine Woche vor dem eigentlichen Anmeldeschluss am 15. Februar meldeten sie die Rekordzahl von 85 Registrierungen und damit „Ausgebucht!“. Besonders erfreulich ist dabei auch der Anstieg bei den Mädchen. Der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommt aus dem Chiemgau, aber auch aus München und Pfarrkirchen in Niederbayern werden basketballbegeisterte Kids anreisen. Fast die Hälfte hat die Übernachtungsoption mit Vollverpflegung dazugebucht.

Sieben hochkarätige Trainer unter Führung von Baskets-Jugendleiter Aaron Mitchell coachen die Kinder und Jugendlichen in Bereichen wie Ball-Handling, Passen, Werfen und Defense: Der Baskets-Minikoordinator Luis Pires, die Herrenspieler Kazuhiko Yokoyama, Vince Garrett und Garric Young sowie der neue Baskets-Co-Jugendtrainer Niko Kosolov und Adrian Mitchell, Profispieler bei BBU Salzburg aus der Zweiten Bundesliga in Österreich. Dazu kommen zwei U18-Spieler, die als Assistenten agieren, sowie drei Betreuerinnen, die sich um die Verpflegung kümmern und bei den Übernachtungen zusätzlich Aufsicht führen. Am Ende des Camps erhalten die Teilnehmer ein Geschenk und eine Urkunde, in der die umfassenden Trainingsinhalte dokumentiert sind.

„Unsere Junior Camps erfreuen sich offensichtlich einer großen Anziehungskraft bei unserer eigenen Jugend, aber auch zunehmend bei externen Gästen, was uns natürlich riesig freut“, sagte Franz Buchenrieder, der Abteilungsleiter und Sportdirektor der Chiemgau Baskets. „Mir war es von Anfang an ein Anliegen, Feriencamps des Vereins in unser Konzept ‚New Spirit‘ zu integrieren, denn hier lernen die Kids viel dazu und erleben Gemeinschaft.“ Es sei in den letzten drei Jahren gelungen, das Programm des Camps inhaltlich und organisatorisch nach und nach zu verbessern. Aktuell biete man drei Junior Camps pro Saison mit jeweils drei vollen Trainingstagen an. „Kern unseres Camps-Konzepts ist das Angebot, von professionellen Spielern und Trainern mit hoher Basketballkompetenz zu lernen und sich entsprechend inspirieren zu lassen“, so Buchenrieder. Neben den technischen Skills gehe es auch um die Vermittlung von Werten wie Respekt, Fairness, Teamgeist und Leistungsbereitschaft. Dabei komme der Spaß am Ballspiel nicht zu kurz. „Für ein vergleichsweise junges Programm wie das der Chiemgau Baskets ist der große Zulauf ein echter Vertrauensbeweis“, freut sich der Abteilungsleiter. „Ich bin den Coaches, Helfern und Betreuern rund um Aaron Mitchell für ihre verantwortungsvolle und tolle Arbeit sehr verbunden. Ebenso dankbar bin ich der Stadt Traunstein und dem Landratsamt für die reibungslose Zusammenarbeit bei der Entwicklung unserer Jugendarbeit.“

Aaron Mitchell, der Jugendleiter der Chiemgau Baskets, coacht die Kids beim Junior Camp gemeinsam mit sechs weiteren Trainern. Credit: Eva Lohner/Spreadfilms

Chiemgau Baskets weiter ohne Punktverlust

Chiemgau Baskets weiter ohne Punktverlust

Traunsteiner besiegen TSV 1880 Schwandorf mit 94:58

Die Chiemgau Baskets bleiben in der Bayernliga Südost das Maß aller Dinge: Die Basketballer des TV Traunstein (TVT) holten im zwölften Spiel der Saison den zwölften Sieg und schlugen am Samstagabend in der heimischen AKG-Sportarena den TSV 1880 Schwandorf mit 94:58.

 Ähnlich wie beim Gastspiel in Burghausen eine Woche zuvor taten sich die TVTler allerdings anfangs schwer mit dem Gegner. Den Gastgebern fehlten gegen die großgewachsenen Oberpfälzer die beiden Center Garric Young und Stefan Gruber. Zudem verletzte sich Markus Haindl kurz nach Spielbeginn leicht und konnte an der weiteren Partie nicht mehr teilnehmen. Den Traunsteinern gelang es kaum, ihre Spielgeschwindigkeit zu finden und diese dem Gegner aufzuzwingen. Das nutzten die erfahrenen Schwandorfer anfangs aus, fanden mit ihren großen Spielern wie Christopher Bias und Alwin-Edmund Prainer offensiv ihr Heil in der Zone und beherrschten auch das Rebounding. Zum fehlenden Spielfluss trug bei, dass die Schiedsrichter äußerst penibel pfiffen. „Schwandorf hat uns anfangs wenig zur Entfaltung kommen lassen“, fasste Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber das erste Viertel zusammen, das sein Team mit 25:20 für sich entschied.

Im zweiten Abschnitt traten die Baskets dominanter auf, vor allem Vince Garrett und Jakob Kock trugen das Team durch diese Phase. Auch Neuzugang Peter Breitfeld lieferte eine gute Partie ab, aber irgendwie war im Spiel der Gastgeber der Wurm drin. Die TVTler zeigten nicht den erforderlichen Nachdruck und Fokus, um deutlich davonzuziehen. Dennoch konnten sie ihren Vorsprung ausbauen und lagen zur Halbzeit schließlich mit 47:34 vorne. „Unsere Zonenverteidigung hat überhaupt nicht gegriffen, das haben wir zur Halbzeit angesprochen und etwas umgestellt“, berichtete Guggenhuber von seiner Pausenansprache.  „In der zweiten Halbzeit haben wir es dann geschafft, in Fahrt zu kommen. Nach dem dritten Viertel war die Sache endgültig entschieden.“

Vor allem Garrett und Kock trugen sich weiter zuverlässig in die Punkteliste ein, auch Pointguard Kazuhiko Yokoyama setzte nun mit einem Dreier sowie verwandelten Freiwürfen Zeichen. Mit 80:51 war das Spiel den TVTlern nach dem dritten Spielabschnitt nicht mehr zu nehmen. In den letzten zehn Minuten erhielten die jüngeren Spieler mehr Anteile auf dem Feld. Noel Friedl, der nach seiner Zwei-Spiele-Sperre über die gesamte Distanz eine starke Leistung zeigte, wurde nun mehrmals an die Freiwurflinie geschickt und lochte in der 34. Minute einen Dreier ein. Die letzte Aktion des Spiels gehörte dem 17-jährigen Jonas Keil, der den Freiwurf zu 94:58 verwandelte.

„Das Endergebnis ist standesgemäß, aber die Leistung vor allem in der ersten Spielhälfte war es nicht“, zeigte sich Tobias Guggenhuber nach Spielende nicht vollends zufrieden. „Wir haben jetzt ein Wochenende Pause bis zum nächsten Match in Neuötting am 18. Februar. Das wird uns guttun, damit sich Garric Young weiter von seiner Verletzung erholen kann.“ Denn aufgrund des Fehlens von Young und Stefan Gruber sei sein Team auf den großen Positionen zu schwach besetzt und vor allem das Reboundverhalten ein großes Problem gewesen. Dabei wollte er allerdings Vince Garrett, Victor Langner und Noel Friedl, die unter dem Korb in die Bresche springen mussten, keinen Vorwurf machen: „Sie sind für diese Positionen ja auch nicht ausgebildet und haben ihre Sache unter diesen Bedingungen gut gemacht.“ Das nächste Heimspiel der Chiemgau Baskets findet am 25. Februar 2023 statt. Dann kommt der Tabellenfünfte TSV Vaterstetten in die AKG-Sportarena, der den Traunsteinern im Hinspiel große Probleme bereitete: Der 68:61-Sieg am vierten Spieltag im November war der bisher knappste Sieg für die Baskets in dieser Saison.

Es spielten:

Chiemgau Baskets: Vince Garrett (32 Punkte/1 Dreier), Jakob Kock (21/1), Kazuhiko Yokoyama (11/1), Noel Friedl (10/1), Felix Schwankner (8), Peter Breitfeld (4/1), Tom Weber (3/1), Victor Langner (2), Valentin Rausch (2), Jonas Keil (1), Markus Haindl.

 

TSV Schwandorf: Christopher Bias (19/1), Leon Krampert (15/1), Alwin-Edmund Prainer (12), Sebastian Fischer (7/1), Stefan Beer (4), Stefan Münch (1), Stefan Müller, Florian Ober.

Die Chiemgau Baskets bleiben ohne Niederlage: Auch im zwölften Spiel behielt das Team von Headcoach Tobias Guggenhuber (r.) und Assistant Coach Aaron Mitchell (l.) die Oberhand. Credits: Chiemgau Baskets

Chiemgau Baskets klar in der Favoritenrolle

Chiemgau Baskets klar in der Favoritenrolle

Am Samstag kommt der Tabellenachte TSV 1888 Schwandorf

Zum zwölften Spieltag der Bayernliga Südost empfangen die Chiemgau Baskets am Samstag um 18.30 Uhr den TSV 1888 Schwandorf. Der ungeschlagene Tabellenführer gegen den Tabellenachten, der sich in Abstiegsnöten befindet: Auf dem Papier ist die Partie eine klare Sache. Doch die erste Halbzeit ihres letzten Spiels gegen die Wacker Knights Burghausen hat den Basketballern des TV Traunstein (TVT) gezeigt, dass sie auch gegen die Teams von den hinteren Rängen die Konzentration hochhalten müssen, um ihre weiße Weste zu wahren.

 

Das Hinspiel Ende Oktober in der Oberpfalz endete 89:62 für die Baskets. Damals mussten sie ohne Vince Garrett und Valentin Rausch antreten; Garric Young war noch nicht Teil des Teams. Kazuhiko Yokoyama feierte sein Debüt für die Traunsteiner und avancierte mit 23 Punkten gleich zum Topscorer des Spiels. Auch Jakob Kock zeigte, wie auch im Rest der Saison, eine hervorragende Leistung und erzielte 18 Punkte. Auf Seiten der Schwandorfer punkteten Christoph Bias mit 17 und Alwin-Edmund Prainer mit 16 Punkten am besten. Letzterer gehört nach elf Spieltagen mit einem Schnitt von 16,3 Punkten zu den Top-Fünf-Spielern der Bayernliga-Scoringliste.

Schwandorf hat am vergangenen Wochenende zu Hause den Tabellenletzten Fireballs Bad Aibling mit 54:48 geschlagen, nachdem die Oberpfälzer zuvor sechs Spiele in Serie nicht gepunktet hatten. Immer wieder mussten sie dabei auf wichtige Spieler verzichten. Wie stark das Team in Bestbesetzung sein kann, zeigt der erste Spieltag: Damals konnte Schwandorf die Regensburg Baskets schlagen, die inzwischen auf Platz vier der Tabelle stehen.

Die Chiemgau Baskets müssen weiter auf Stefan Gruber verzichten, der berufsbedingt einige Wochen ausfällt. Noel Friedl kehrt nach seiner Sperre zurück, Garric Young wird höchstwahrscheinlich nach seiner Verletzung noch nicht einsatzfähig sein. „Wir sind nach dem Wacker-Spiel gewarnt und wissen, dass wir mit einer schwachen Leistung auch gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte Probleme bekommen können“, nimmt Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber das Spiel nicht auf die leichte Schulter. „Gleichzeitig haben wir in der zweiten Hälfte gegen Wacker dann auch gesehen, dass wir das stärkste Team der Liga haben, wenn wir konzentriert sind und Gas geben.“ Das wolle man auch gegen Schwandorf unter Beweis stellen.

Aus dem Hinspiel wissen die TVTler, dass der TSV 1888 Schwandorf ein erfahrenes Team mit vielen großen Spielern stellt, die gut aufeinander abgestimmt sind und sehr physisch spielen. Deswegen wollen die Traunsteiner wieder Tempo ins Spiel bringen und den Gegner mit einer aggressiven Defense sowie Schnellangriffen unter Druck setzen. „Alles andere als ein deutlicher Sieg vor eigener Kulisse wäre nicht zufriedenstellend“, findet Guggenhuber. „Wir wollen eine gute Leistung zeigen, um den Fans Lust auf mehr zu machen, schließlich folgen jetzt bald mehrere Heimspiele in kurzer Folge. Wir freuen uns auf unser Publikum!“ Spielbeginn in der AKG-Sportarena (Gabelsbergerstr. 2) ist um 18:30 Uhr, Einlass ist ab 17:30 Uhr.

Er war im Hinspiel gegen Schwandorf verhindert und soll nun mit seiner Erfahrung und Treffsicherheit im Rückspiel für Punkte sorgen: Vince Garrett. Credits: J. Reinhart.